Barfuß durchs Leben – von Anfang an

Vor bald einem Jahr habe ich die ersten Schuhe für das Septembermädchen gekauft. Diesmal wusste ich schon einiges mehr über den “richtigen” Schuhkauf. Seit den ersten Schuhen des kleinen Mannes habe ich mich hier und da belesen und so einige Erfahrungen mit den Füßen des kleinen Mannes gehabt. Zum Beispiel habe ich deutlich länger gewartet bis wir den ersten Schuh kauften. Nicht gleich wenn der kleine Mensch die erste Woche läuft braucht er auch Schuhe. Erst, wenn er wirklich lange läuft und die Schuhe wirklich gebraucht werden. Mindestens sechs Wochen sollten ruhig gewartet werden. Damals beim kleinen Mann war ich wesentlich ungeduldiger. 

Inzwischen wissen die meisten auch, dass Kinder am Besten Laufen lernen, wenn sie viel barfuß Laufen. Im Sommer war das gar kein Problem. Zuhause, im Garten und auf Spielplätzen flitzen die Kinder meistens Barfuß. Doch der Herbst kündigt sich an mit kühleren Temperaturen. Da werden die Schuhe doch wieder raus geholt. Oft unter Protest der kleinen Menschen. Sie wissen sehr genau, was für sie gut ist: Barfuß Laufen! 

Seit Ende Mai für das Septembermädchen gar kein Problem mehr. Ob mit oder ohne Schuhen sie hatte und hat immer das Barfuß-Gefühl. 

Mit Schuhen barfuß? Klingt nach Widerspruch, ist es aber nicht. 

Geschütztes Barfußlaufen nennt man es, wenn der Schuh sich wie Barfußlaufen anfühlt. 

Ende Mai wurde ich auf die Firma Filii-Schuhmanufaktur aufmerksam. Da wir für das Septembermädchen zu diesem Zeitpunkt Sandalen und Halbschuhe brauchten, war mir klar, dass das die neuen Kinderschuhe werden. 

Sie sehen aus wie ganz normale Schuhe, was ist daran nun so besonders? Die flexible Sohle.  

So sehen die Schuhe von unten und von innen aus (Filii ganz unten, im Vergleich zu anderen bekannten Schuhmarken).  

Der Filii Outdoorschuh besteht nur aus einer sehr dünnen Sohle in die innen ein noch dünneres Fleece eingenäht ist. Es gibt keine Verstärkungen an der Ferse, dicke Sohlen die dämpfen oder ähnliches. So kann der Fuß im gesunden Mittelfussgang gehen und ganz natürlich die Gelenke durch den uns angeborenen Gang schützen. 

Inzwischen ist bei uns der nächste Halbschuh von Filii eingezogen. Letzten Samstag waren wir im Werksverkaufladen in Sindelfingen. Dort werden auch die Krabbel- bzw. Indoorschuhe von Filii gefertigt.  

  Gemeinsam konnten wir den passenden Schuh raus suchen und anprobieren. Während ich mich unterhalten habe, spielten die Kinder (und der Herzensmann) in der Kinderecke. Die Schuhe der diesjährigen Saison wurden nochmal in der Passform verbessert. So ist bei den hohen Schuhen der Schaft anders geschnitten und passt noch besser, auch an schmalen Füßen. Was mich besonders freut, ist die Erweiterung des Sortiments. Aktuell gibt es Filii-Outdoorschuhe bis zur Größe 26, doch ab Oktober sollen weitere Größen hinzu kommen. Dann kann auch der kleine Mann immer barfuß Laufen. 

 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Filii-Schuhmanufaktur. Meine Begeisterung für die Schuhe und das Barfußlaufen wurden jedoch nicht beeinflusst. 

Letzte Sommertage

Ich hänge die Wäsche draußen auf. Ein leichter Luftzug geht. Es ist warm hier im Schatten zwischen der feuchten Wäsche. Angenehm warm und gleichzeitig erfrischend. In die Sonne gehen wir kaum. Nur wenn es sein muss. Es ist zu heiß. 

Die letzten Tage fühlen sich an wie im Juli oder Anfang August. Doch es ist nun Mitte September. Wir genießen die Tage draußen. Kosten diesen langen Sommer aus bis zur letzten Minute. Denn wir wissen, es könnte der letzte heiße Sommertag gewesen sein. Die Nächte sind kühl. Am Morgen brauchen wir schon die Jacke zum drüber ziehen. Die Wiese ist nass vom Tau der letzten Nacht. Die Spinnweben hängen voll mit silbrigen Perlentropfen. Die ersten Morgennebel können wir erahnen und die Luft ist voll mit diesem wunderbar feucht erdigem Geruch des Herbstes. In diesen Morgenstunden spürt man den Herbst schon deutlich. 

Es ist, als würde er uns letzte Liebkosungen des Sommers schenken und dann mit all seiner Pracht Einzug halten. Sehnsucht und Wehmut sind sehr nah bei einander. Denn sie sind so wunderbar schön, diese Sommertage, dass ich sie kaum gehen lassen mag. Aber der Herbst, der Herbst ist meine Jahreszeit. Ich liebe ihn. Mit seinem Apfelduft, mit den ersten gemütlichen trüben Nachmittagen, mit den Stürmen, Blätterrascheln, Kürbissuppe und Laterne laufen. Bald, bald ist es dann so weit und wir werden ihn Willkommen heißen. 

Wir tragen sie in unseren Herzen

Ein Blogpost. Berührend. Traurig. Ehrlich. Mutig. 

Tief berührt und aufgewühlt hat mich dieser Text. Erinnerungen wurden wach. Anders und doch gleich. Die Gefühle einer Mutter, wenn ein Kind wieder geht. 

Wir tragen sie in unseren Herzen. Immer. 

Wir denken an sie. 

Sie sind bei uns und geben uns ganz viel. 

Danke Carola für deinen Mut, deine Geschichte mit uns zu teilen.  

Unser Kind wäre nun 4 1/2 Jahre alt.  

Geburtstagsausflug

   
Unser Septembermädchen ist 2 Jahre alt! Wunderschön und lebendig ist es mit dir, kleines großes Mädchen. Genauso wie heute dein Tag war. 

 
Der Geburtstagskuchen ist nur für sie gemacht. Sie ist eine Obstnaschkatze, Kuchen dagegen nur wenig, aber er muss auch da sein. Und so gab es kleine Muffins und ganz viel Obst.   

Der Gabentisch war reich bestückt. Endlich! Ein eigenes Laufrad. 

Nach gemütlicher Frühstücksrunde und Strassenmarkierungsarbeiten beobachten. Packen wir alles ein und ziehen los. Die erste Station ist Reutlingen. Dort möchte der Herzensmann in einen Skateboardladen und wir nutzen den Stopp für leckeres Sushi-Mittagessen.  

 Dann halten wir noch schnell beim Engel Fabrikverkauf. Der kleine Mann braucht dringend größere Unterhemden. Wie immer wandern noch zwei drei weitere reduzierte Teile in den Einkaufskorb. Und dann geht es endlich auf die Alb zu unserem eigentlichen Ausflugsziel: dem Fohlenhof vom Landesgestüt Marbach in St. Johann. Als wir näher kamen wunderten wir uns, irgendeine Veranstaltung muss dort sein. Es standen viele Autos auf dem Feld und wir wollten eigentlich einen ruhigen Spaziergang machen. 

 Schnell fanden wir heraus, dass heute das Kartoffelfest statt fand. Wir nutzten es um Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen, während das Septembermädchen erstmal eine Runde im Fahrradhänger schlief.  

   
Dann zogen wir los. Die wunderschöne Allee entlang zum Fohlenhof. Der kleine Mann flitzte auf seinem Laufrad vorne weg und wir schoben hinterher. Der Herzensmann wechselte in die Sonne, da es im Schatten schon richtig kühl ist.  

  

Der kleine Mann erkundet einen Hochsitz und wir genießen die Sonne. Dann wahr das Septembermdchen wieder auf und muss auch erstmal Klettern gehen. 

Weiter geht es diesmal mit Laufrad für beide Kinder. Die erste Übungsfahrt für unser Mädchen. Irgendwann möchte sie dann doch lieber schieben, rennen und schließlich auf den Arm.   

Am Fohlenhof verstecken sich die Fohlen in der hintersten Ecke auf der Weide. Hier auf dem Hof ist es wunderbar still. Die Kinder entdecken und gehen dann im Brunnen baden. 

  

Zum Aufwärmen gibt es in der Sonne leckeres Obst und viel Quatsch.  

 Und dann müssen wir leider wieder nach Hause flitzen. Es ist nämlich wie immer an so schönen Tagen etwas spät geworden. 

Geburtstage sind etwas Schönes und ganz Besonderes. 

Es geht auch ohne

Seit Wochen fehlt in unserem Küchenschrank etwas. Ohne hätten wir uns beide es vorher nicht vorstellen können. Aber es geht. Sehr gut. Was fehlt also? Alu- und Frischhaltefolie. 

In den meisten Haushalten ein Must-Have. Auch bei uns war es lange der Fall. Auf Frischhaltefolie zu verzichten, das konnte ich mir gut vorstellen. Aber auf Alufolie? Das war dann schon schwieriger. Zumindest die Vorstellung in meinem Kopf. Gleichzeitig konnte ich die Müllberge nicht mehr ansehen. Habt Ihr schon mal bewusst wahrgenommen wie viel Müll beim Grillen anfällt?

Das Haupteinsatzgebiet von Alufolie ist bei uns beim Grillen. Schafskäse mit Öl und leckeren Gewürzen wird in Alufolie gewickelt gegrillt und so zu einer vegetarischen Leckerei. Auch Gemüse kommt bei uns häufig auf den Grill. Auch das mit etwas Öl und Pfeffer und Salz in Alufolie. Und schwupps hat man am Ende eines leckeren Sommeressens einen großen Berg Müll vor sich. 

Irgendwann war unsere Rolle dann leer. Für mich war klar, dass ich keine mehr kaufen werde. Doch wie machen wir nun unsere Gemüseleckereien? Seit langem haben wir kleine Edelstahlservierschalen im Schrank. Zwischendurch wanderten sie dann als Teller in die Kinderküche, denn ich wusste nie was ich damit anfangen soll. Nun haben wir eine tolle Verwendungsmöglichkeit gefunden. Etwas Öl rein, Gemüse rein, würzen und eine zweite Schale oben drauf. Fertig. Ganz ohne Müll. 

Und habt Ihr es auch schon ohne Alufolie oder Frischhaltefolie probiert? Was sind Eure Tricks?

Unser Wochenende 3./4. September

Am Samstag stehe ich zeitig mit dem Septembermädchen auf. Sie wacht gerade immer schon vor sechs auf und möchte dann am liebsten direkt frühstücken. Manchmal können wir sie noch ein bisschen im Bett halten. So essen wir in unserer Chaosküche gemeinsam Marmeladenbrot. Halb acht kommt der kleine Mann dann auch dazu. Der Tag steht im Zeichen des Garteneinsatzes im Kinderhaus. Ich mache mich mit Garten- und Astschere und dem Septembermädchen auf den Weg. Die Männer erledigen noch die Einkäufe.  

 Neben Unkraut jäten, Rasen mähen und Trampolin reparieren werden auch die Bänke und der arisch wieder neu gestrichen.    

Das Trampolin kann dann von den anwesenden Kindern direkt eingeweiht werden. 

 Gegen halb drei sind wir dann zu Hause. Zum Kaffeetrinken machen wir frischen Applecrumble.    

Der lauwarm mit Vanilleeis ganz schnell weg geputzt wird. 

 Am Nachmittag geht es zum zweiten Anstrich noch mal ins Kinderhaus. So sieht das Endergebnis aus. Wir sind zufrieden.    

Während wir Abendbrot vorbereiten, experimentiert das Septembermädchen mit Wasser. Hin und her schützen ist gerade ihre Lieblingsbeschäftigung. 

 Zum Abendbrot gibt es Tortillas. Die Kinder essen die Zutaten lieber getrennt. Spät gehen die Kinder ins Bett und auch wir sind sehr müde. 

Am Sonntag geht es wieder früh los. Dies Mal bleib ich etwas länger liegen. Kurz vor acht stehe ich auch auf. Die Kinder und der Herzensmann wollen gerne Fallschirmspringen fahren. Als wir schon im Auto sitzen stellt sich heraus, dass heute kein Sprungbetrieb ist. So packen wir schnell das Auto um und fahren in die Boulderhalle “Café Kraft”.  

 Das Septembermädchen ist durch das zeitige Aufstehen so müde, dass sie im Auto einschläft. So stiefeln die Männer schon mal rein und ich warte bei ihr.   

Während ich warte sinniere ich über dieses Zitat nach.    

Der kleine Mann ist inzwischen so sicher beim Klettern. Er stiefelt nur so die Wände hoch. Durch die “geringe” Höhe (im Vergleich zur Kletterhalle) hat er keinerlei Angst. 

 Nach einem langen Klettertag kommt uns auch noch der Patenonkel besuchen. Er leiht sich unser Zelt aus. Gemeinsam wird im Garten Verstecken gespielt. 

   
Auch das Septembermädchen spielt mit und zählt “Vier. Sechs. Neun. Domme!”

Dann gibt es Abendessen und eine dringend benötigte Grundreinigung der Kinder. Schnell sind beide eingeschlafen. 

 Für mich endet der Tag mit etwas Limonade und einem Strang Wolle, der noch auf gerollt werden möchte. Der Herbst kündigt sich an. Ein neuer Pullover darf entstehen. 

Euch allen einen guten Start in die neue Woche. Weitere Wochenenden zum Stöbern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen

Salat machen oder wie Lernen funktioniert

Es ist Abendbrotzeit. Ich koche. Die Kinder und der Herzensmann toben noch durch den Garten. Dann möchte der Herzensmann den Salat vorbereiten. Während er alle Zutaten aus dem Kühlschrank holt, kommt der kleine Mann dazu. Er geht an die Besteckschublade und nimmt ein Kindermesser heraus, setzt sich an den Tisch und möchte die Gurke klein schneiden. Ich sehe, dass das nicht funktionieren kann. Das Messer ist nicht zum Schneiden geeignet. “Du brauchst ein richtiges Messer dazu”, kommentiere ich. Also steht der kleine Mann wieder auf und holt sich ein normales Messer, aber auch das kann kein gutes Gurken-schneiden-Erlebnis geben. Also bitte ich ihn sich auf seinen Stuhl an den Tisch zu setzen, er bekommt ein Brettchen und ein scharfes Küchenmesser. Ich gebe es ihm in die Hand und er beginnt zu schneiden. Neben Gurke schneidet er dann noch die Tomate, Paprika und mit Hilfe des Herzensmannes auch Fenchel für den Salat. Gegessen wird der Salat zum Abendbrot natürlich wie immer. Alles bis auf die Salatblätter wandert in den Mund. 

Doch warum erzähle ich von dieser kleinen Begebenheit. Sie zeigt für mich sehr deutlich, wie Lernen funktioniert. Es ist das erste Mal, dass der kleine Mann von mir bewusst ein scharfes Messer in die Hand bekommen hat. Doch warum gerade in diesem Moment, schneidet er doch schon seit einer Weile alles was ihm auf den Teller kommt. Ob Gurke, Würstchen oder Brot, auch Spirelli wurden von ihm beim Essen klein geschnitten. Immer mit einem Kindermesser. Was machte diesen Moment so besonders? 

  1. Wir sind alle entspannt. Das war nicht den ganzen Tag so. Doch in diesem Moment bin vor allem ich wieder entspannt und kann so die Bedürfnisse wahrnehmen. 
  2. Der kleine Mann zeigt sehr deutlich sein Bedürfnis. Er will Gurke für den Salat schneiden. Es soll eine Erfahrung für ihn werden und er ist bereit dazu. 
  3. Ich vertraue ihm. Dadurch kann ich ihm die Erfahrung ermöglichen, die er wirklich braucht. Ich gebe ihm das scharfe Küchenmesser. 

Diese drei Punkte sind für mich beim Lernen die Wichtigsten: Entspanntheit, intrinsische Motivation und Vertrauen. Diese drei Faktoren ermöglichen es uns genau die Dinge zu lernen, zu denen wir bereit sind und die wir brauchen. 

Stellen wir uns die gegenteiligen Situationen vor. Wir kommen gestresst von einer Nachmittagsverabredung. Die Kinder sind müde und hungrig, ich bin es ebenso. Hinzu kommt noch der Stress des Nachhausewegs, die Gedanken sind immer beim nächsten Schritt und eigentlich wäre ich am Liebsten schon längst in Ruhe auf dem Sofa. In solch einer  Ausgangssituation kommt eher ein genervtes “Lass mich das bitte alleine machen!”, oder so ähnlich. Es fehlt die Entspanntheit. 

Oder wir wollen gemeinsam das Abendessen vorbereiten. Der kleine Mann spielt noch und ich rufe ihn, damit er hilft. Er soll mir jetzt den Salat schneiden. Der kleine Mann ist aber noch tief in seiner Spielwelt versunken, beschäftigt mit Feuerwehr, Bauarbeitern oder anderen wilden Abenteuern. Er will nicht. Es widerstrebt ihm jetzt Salat zu schneiden. Es ist viel wichtiger das Haus zu löschen. Es fehlt die intrinsische Motivation. 

Und das Vertrauen? Das ist bei mir immer da. Ich vertraue meinen Kindern immer, in jeder Situation. Gemeinsam gehen wir immer ein Stück weiter, kann ich ihnen mehr zu trauen und so kann ich ihm im richtigen Moment ein scharfes Messer in die Hand geben. Denn ich weiß, dass er damit keine Dummheiten machen wird und er spürt mein Vertrauen in ihn. Dadurch möchte er es gut machen, er fühlt sich bestärkt in seinem Wunsch. Am Ende sind wir beide stolz. 

Ich wünsche mir, dass diese drei Punkte mehr und mehr in den Situationen berücksichtigt werden, in denen wir Lernen wollen, sollen und dürfen. 

Ein Tag im Zoo

Die erste Woche Kindergartenferien ist vorüber. Eine schöne Woche, in der vor allem der kleine Mann sich erst mal wieder an zu Hause gewöhnen musste. Damit es nicht ganz so langweilig wird und der kleine Mann es sich schon eine ganze Weile wünschte, sind wir in den Zoo gefahren. 

Eigentlich wollten wir mit Freunden gemeinsam fahren, damit es auch für uns Mamas etwas entspannter ist. Doch die waren entweder im Urlaub oder krank. Und so hab ich mich getraut und bin alleine los. 

Zu erst mit der Regionalbahn nach Bad Cannstatt, dann eine Station mit der Straßenbahn, ach nee heißt ja in Stuttgart U-Bahn, und schwupps rein ins Getümmel.  

Zu erst sind die Flamingos dran

 

Im Aquarium auf dem Weg zum Krokodil, am Trompetenfisch vorbei

  

Noch mehr Fische

  

Und endlich das Krokodil

 

Zufällig sind wir bei der Seelöwenfüttetung dabei

  

Mittagspause mit Plan bestaunen

 

“Da Elewant!”

  

Die Giraffen machen auch Siesta

  

Der Eisbär schwitzt und versteckt sich lieber

 
 Wir haben natürlich noch mehr gesehen. Schlafende Braunbären, schwimmende Bieber, erschrockene Gänsegeier und tollende Affenbabys und noch viel mehr gab es zu bestaunen. Auf dem Weg nach draußen sahen wir auch noch die dösenden Kängurus und hungrige Pinguine. Das Septembermädchen schlief der Weil eine Runde in der Trage. Der kleine Mann durfte im Kinderwagen fahren. 

Der Weg zurück klappte auch wieder problemlos. Um weniger Stress beim Umsteigen zu haben, sass der kleine Mann jedesmal im Kinderwagen und das Septembermädchen in der Trage. So wusste ich wo beide waren und war deutlich entspannter. Gegen 16:00 Uhr waren wir wieder zu Hause und wir hatten noch genug Zeit an zukommen, in der Hängematte zu entspannen und durch den Garten zu flitzen. 

Ein schöner Tag, der mir mal wieder gezeigt hat, dass es sich lohnt immer mal die eigene Komfortzone zu verlassen. 

Unser Wochenende 20./21. August

Halb sieben wachen die Kinder am Samstag auf. Das erste was aus beiden Mündern kommt ist “Omama, Opapa”. Kurz darauf hören wir die Schritte und das Knarzen des Holzfussbodens. Die Kinder klettern aus den Betten und begrüßen Omama und Opapa. Ich kann so noch eine Runde weiter schlafen. Wir treffen uns beim gemeinsamen Müsli-Frühstück. Danach geht es direkt weiter spielen.  

   
Beide Kinder genießen es sehr mal wieder in Meißen bei den Großeltern zu sein. Während der kleine Mann mit dem Opapa bei der Nachbarin die Waschmaschine repariert, haben das Septembermädchen und ich gemeinsame Zeit.  

 Den Rest des Vormittages spielen die Kinder im Garten. Ich erledige die Essenseinkäufe. Ein paar T-Shirts sind für die Kinder auch dabei. Der Laden gehört der Mutter einer ehemaligen Klassenkameradin.  
 Nach dem Mittag braucht das Septembermädchen eine lange Pause. Sie schläft 2 1/2 Stunden. Während dessen lese ich etwas auf dem Balkon.  

 Der kleine Mann macht gemeinsam mit seinem Opapa Mittagspause und dann werkeln sie auf der Terrasse.  

 Dann kommen Einer nach dem Anderen der Rest der Sippe nach Hause. Nach Omama auch der Herzensmann mit seinem Bruder. Dieser ist in der Nacht wieder in Deutschland angekommen und der Grund unseres spontanen Kurzbesuches. Dann trifft noch der Patenonkel des kleinen Mannes ein und wir gehen Eis essen und an der Elbe Steine ins Wasser werfen.  

 Die ganze Zeit wird viel erzählt. Ein 3/4 Jahr war mein Schwager in Asien unterwegs. Viel wird berichtet und ausgetauscht.  

 Am Abend machen wir ein Feuer und Grillen noch. Nachdem die Kinder schlafen genießen wir den Sommerabend auf dem Balkon. 

Am Sonntag schlafen der Herzensmann und ich aus. Die Kinder verkrümeln sich und verbringen die Zeit mit ihrer Omama. Erst nach zehn Frühstücken wir und dann heißt es auch schon wieder Sachen einsammeln, ins Gästebuch schreiben und noch etwas Musik hören. Ich wollte dem Herzensmann gerne eine Schallplatte aus dem Fundus vorspielen. Dem kleine Mann gefällt es auch. 

 Dann steigen wir wieder ins Auto und machen uns auf eine lange Fahrt gefasst. 

Gegen 18:30 Uhr sind wir dann wieder zu Hause. Die letzten Kilometer sind für die Kinder immer die anstrengendsten. Zu Hause wird erstmal ordentlich im Garten getobt, ein kleines Abendbrot gegessen und schnell ins Bett gegangen. Und wir bereiten uns auf die neue Woche vor und sortieren ein paar neue Ideen. 

Euch wünsche ich einen guten Start in die neue Woche. 

Weitere Wochenenden gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen

Waldesruhe

Heute war ein unruhiger Tag. Ich war sehr müde, der kleine Mann sehr unausgeglichen und das Septembermädchen hing immer dazwischen. Nach der Mittagspause fühlte sich die Luft schon sehr nach Gewitter an. Diese Energie verstärkte unsere Unruhe nur. Ständig krachten wir an einander. Mir war klar: wenn wir einen halbwegs entspannten Nachmittag haben wollen müssen wir raus. Und so packte ich alles ein und wir fuhren in den Wald. 

Im Frühling waren wir mit einem Waldspielkreis regelmäßig im Wald. Dort hin zog es uns nun wieder. Auf dem Parkplatz war es dann für uns drei schon wesentlich entspannter. Ich könnte die Kinder sein lassen. Sie entdeckten die vertraute und dich ganz andere Umgebung. Alles war sehr zu gewachsen, ein neuer Schotterhaufen lag da und der Matsch und der Bach waren ausgetrocknet. Die Kinder erlebten dies alles sehr intensiv. Wir entdeckten einen Käfer und lernten, dank Smartphone, dass es ein roter Fliegenkäfer war (auf dem Bild nicht wirklich zu erkennen, da er unter der Hand versteckt ist).  

 Dann ging es weiter zum Waldsofa. Auf dem Weg dorthin fanden wir einen weiteren Käfer (Mistkäfer) und Pferdespuren. Der kleine Mann hat sie sofort entdeckt und galoppiert dann als Pferd gleich weiter.  

   
Beim Waldsofa angekommen, ist der kleine Mann ganz bestürzt. Es ist kaputt. Zumindest deutlich beschädigt. Ob das Wildschweine waren?, fragt der kleine Mann. 

  
Natürlich habe ich etwas zu essen dabei. Wir essen alles auf. Himbeeren, Pfirsische und Pflaumen wandern in den Bauch. Zwischen durch zeigt mir das Septembermädchen ihren und sagt “Platz Bauch!” Das dachte ich mir schon. Der Platz im Bauch wurde noch gut gefüllt.   
 Nach dem Essen tanzten die Kinder eine Weile. Wir suchten unser Zwergenhäuschen, das Dach ist leider eingestürzt, und dann sollte es auch schon wieder weiter gehen. So liefen wir zurück und einen breiten Weg hinauf. Den Pferden hinterher, denen wir vorher begegnet waren. Doch statt Pferde, die natürlich viel schneller waren, fanden wir Eicheln und Springkraut. Welche Freude! 

   
So pirschten wir uns von Springkraut zu Springkraut den Weg weiter. Die Ruhe und Gelassemheit des Waldes war schon längst Teil von uns geworden. Der Weg zurück ging schnell. Flitzen, flitzen, flitzen.  

    
Am Parkplatz stand auch mannshohes Springkraut und so konnten beide Samen springen lassen. Zum Abschluss wurde noch im Schotterhaufen gespielt. 

 Entspannt ging es zurück mit den ersten Tropfen. Die Wäsche gerettet, doch das Gewitter blieb (noch) aus. Draußen wie drinnen. Uns hat der Waldausflug geerdet. 
Was macht ihr um den aufbrausenden Familiensturm abzuwenden?