Wochenendschnipsel

Das Wochenende beginnt bereits am Freitagabend. Der Herzensmann steht vor dem Abendbrot vor der Tür. Welche Freude! Wir machen ein leckeres Abendbrot.  

 
Der Samstagvormittag wird mit Haushalt und Einkaufen verbracht. Der kleine Mann gewinnt regelmäßig beim Memory.

Hosentaschenfunde

   

Der Herzensmann verbringt ab Mittag den Tag in Stuttgart. Ich fahre mit den Kindern zur Lieblingsfreundin des kleinen Mannes. Während wir dort sind schläft das Septembermädchen im Auto. Auf dem Rückweg schläft dann der kleine Mann ein.  

Irgendwo entdecke ich den ersten Flieder. Ich freue mich und bin überrascht. Es ist doch noch April.    

Der Sonntag beginnt mit selbstgebackenen Brötchen und vorher gefuttertem Obst.  

   
Recht bald hieß es dann für mich ins Bett gehen. Das Septembermädchen bekam Fieber und schlief nur auf mir ruhig. So verbrachte ich den Tag im Bett.  Irgendwann stellte ich fest, das ihr Rotz aus dem Ohr läuft. Mittelohrentzündung. Brauchen wir nicht. Haben wir aber. 


  

Unser Wochenende 16./17. April

Der Samstag startet zwischen sechs und sieben. Während das Septembermädchen nach zwei Bananen im Bett wieder einschläft, ist der kleine Mann Putz munter. Wir kuscheln uns noch ein bisschen in sein Bett und lesen verschiedene Bücher. Als er anfängt mich zu ärgern, stehe ich auf und lese ein bisschen im Wohnzimmer. Der kleine Mann kommt dazu und spielt. Nach acht höre ich das Geräusch von Stühlen, die durch die Küche geschoben werden. Das Septembermädchen ist also aufgewacht. Wir machen uns auf zum Bäcker, denn ich habe mal wieder Lust auf Brötchen zum Frühstück. Bei starkem Regen gehen wir hin und her. Ich freue mich mit beiden Kindern an der Hand die Straße hinunter zu laufen. Ich erinnere mich, wie das mit dem kleinen Mann alleine war und genieße das Gefühl nun mit zweien. Ich freue mich immer wieder daran, wie groß unser Septembermädchen schon ist. 

Nach dem Früstück machen der Herzensmann und ich die Einkaufsliste, dann ziehe ich mit dem Septembermädchen los. Der kleine Mann ist ganz begeistert, dass er mit Papa alleine bleibt, so kann er mit ihm Lego bauen.  

Auf dem Rückweg vom Markt schläft das Septembermädchen wie geplant ein und ich pflücke noch in aller Ruhe Brennesselspitzen für das Mittagessen.

  Zum Mittag gab es Brennesselschmarrn, ein Rezept aus meinem Wald-und Wiesen-Kochbuch.  

Die Kinder fanden es auch lecker, bauten dann aber lieber Pilze aus ihrem Geschirr.  

Danach gab es eine Mittagspause für den Herzensmann. Die Kinder spielten und machten Quatsch. Ich las gemütlich noch ein bisschen in meinem aktuellen Buch.  

Am Nachmittag machten wir dann noch einen kleinen Ausflug zu den Bürgerseen.  

  

  

  

Mitgebracht habe ich auch noch etwas aus dem Wald. Eine große Tüte Bärlauch wanderte in unsere Küche. Ein Teil davon wurde direkt verarbeitet zu einem Bärlauch-Faltbrot.  

   
Der Sonntag beginnt für mich ruhig. Ich darf ausschlafen. Halb neun stehe ich dann entspannt auf. Der Herzensmann und die Kinder haben schon fertig gefrühstückt und bereiten schon alles für unseren Ausflug vor. Als ich frühstücke habe ich immer kleine offene Münder vor mir stehen. Nach dem Frühstück meint der kleine Mann „Hier sieht’s aus wie Sau. Ich muss mal staubsaugen.“ Kein Problem. Solchen Tatendrang unterstütze ich sehr gerne.  
 

Am späten Vormittag starten wir zu unserem Ausflug. Wir testen eine neue Kletterhalle auf unsere Familientauglichkeit. Dort sind wir zu dem mit Freunden verabredet, so dass wir auch wirklich mal wieder zum Klettern kommen.  

    
Der Herzensmann testet mit dem Freund den Klettersteig in der Halle. Leider ist er nicht für die großen Freundeskinder geeignet. 

 Auch ich klettere mal wieder mit Seil. Das letzte Mal war schon eine Weile her und ich bin erstaunt, wie frei mein Kopf ist. So frei war er noch nie. Doch Bouldern macht mir auch viel Spaß. Irgendwie genau mein Ding. 

Am Nachmittag ging es dann mit zwei müden Kindern zurück. Beide machten im Auto ein kurzes Schläfchen. Zu Hause gab es dann nur noch Abendessen und Baden. Für uns Erwachsene noch eine Runde faul auf dem Sofa sitzen, nach dem das Septembermädchen endlich eingeschlafen war. 

Das war unser Wochenende. Nun heißt es schlafen und einen guten Start in die Woche. Weitere Wochenenden gibt es wieder bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Schreien, Brüllen, Heulen

Oder wie ein Nachmittag nach dem Kindergarten bei uns aussieht. 

Der kleine Mann geht nun bald drei Monate in den Kindergarten. Seit dem haben wir uns viel mit diversen Themen rund um das Thema Kindergarten, Bildung, Pädagogik und Schule beschäftigt. Der eine Grund, warum ich mit dem Kindergarten nicht so zu frieden bin, ist der Kindergarten an sich. Aber auch das Verhalten am Nachmittag vom kleinen Mann und die Reaktionen von anderen Familien, wenn ich darüber geredet habe, haben mich sehr stutzig und nachdenklich gemacht. 

Natürlich ist nicht jeder Nachmittag gleich, aber es gibt ein Verhalten, dass immer da ist, wenn der kleine Mann im Kindergarten war. Sind wir alleine essen wir erstmal Mittag und mache dann eine Mittagspause. Irgendwann in dieser Phase kommt meist der erste Ausbruch. In der Regel läuft es so ab: ich bitte ihn schon mal aufs Klo zu gehen/ein Buch aus zusuchen/ sich ins Bett zu legen, er möchte irgendwas ganz anderes, ich erkläre ihm, dass nach der Mittagspause Zeit dafür ist, wir die Pause im Bett verbringen und ein Buch lesen. Entweder er flippt an diesem Punkt schon völlig aus oder erst, wenn ich ihm sage im Bett ruhig liegen zu bleiben. Das  Ausflippen sieht dann so aus, dass er brüllt, heult und schreit. Er ist dann nicht mehr ansprechbar und entwickelt die unterschiedlichsten Wünsche. Diese Ausbrüche dauern zwischen 10 Minuten und 1 Stunde. Inzwischen weiß ich, dass ich nur zu hören muss, dass er so seinen Stress abbaut. Trotzdem ist es anstrengend. Es zieht Energie und am Ende tut ihm der Hals und mir die Ohren weh. Gut ist, dass bei diesem Ausbruch das Septbermädchen Mittagsschlaf macht und ich so ganz bei ihm sein kann. 

Sind wir am Nachmittag zu Hause, spielen beide mehr oder weniger gut zusammen. Oft gibt es dann die Situationen in denen das Septembermädchen mit irgendetwas spielt und der kleine Mann es ihr aus der Hand reißt. Nichts ungewöhnliches in dem Alter, doch wir hatten und haben die Regel erst darum bitten, etwas zum Tausch anbieten und wenn alles nichts hilft, mich fragen. Das hat vor dem Kindergartenstart sehr gut funktioniert. 

Auch ein Phänomen, welches seit dem Kindergarten da ist: Es geht nichts mehr. Wenn wir raus gehen wollen, kann er sich nicht mehr anziehen. Wenn er irgendetwas aus einem anderen Zimmer braucht, muss ich mit gehen, an der Hand. Ich soll bitte wieder mit ihm aufs Klo gehen und und und. Wenn ich dann, aus welchen Gründen auch immer, einmal nicht mit gehen möchte fängt er an zu weinen, zu quengeln bis ich irgendwann genervt mit gehe. Ja, genervt, denn es ist unglaublich anstrengend. Ich weiß, warum er so reagiert und warum er diese Fürsorge braucht. Denn er verbraucht seine gesamte Energie im Kindergarten. Zu Hause muss er auftanken und wenn der Nachmittag nicht reicht, geht es nachts weiter. 

Sind wir am Nachmittag unterwegs oder haben Freunde zu Besuch ist der kleine Mann abgelenkt. Dann geht es solange gut, bis irgendetwas nicht so läuft, wie er es möchte. Ob drei einem Spaziergang jemand anderes zu erst auf die Ampel gedrückt hat, die Spielkameraden etwas anderes spielen wollen als er oder oder oder. Dann rastet er aus. Richtig. Ich versuche dann, ihn raus zunehmen, ihm eine kurze Pause zu verschaffen, doch das ist nicht so leicht, denn er will ja weiter spielen. 

Insgesamt sind es nicht unbedingt entspannte Nachmittage. Natürlich habe ich mich dann mit anderen Müttern unterhalten, denn die Frage „wie geht es den im Kindergarten?“ kam regelmäßig. Von den meisten Müttern kamen dann Reaktionen wie „ja das ist genau das, was mich mit meinen Jungs immer stört“ oder „ja meiner ist Nachmittags auch so fertig und geht ja nun schon länger in den Kindergarten“ oder „ja die Kindergarteneingewöhnung ist heftig, bei uns war es auch sehr anstrengend. Bestimmt drei bis vier Monate lang“. Und ich frage mich dann, Warum? Warum machen alle da mit? Warum tun wir das unseren Kindern an? Wenn etwas uns so stressen würde, dann würde doch jeder Erwachsene es sich nochmal überlegen und ganz sicher etwas ändern. Doch unsere Kinder müssen da durch. Die müssen ja lernen, dass es nicht immer nur spielen und entspannt ist. Die müssen ja auch aufs Leben vorbereitet werden und was weiß ich. Müssen sie das wirklich? Ich bin mir da nicht so sicher. Sicher bin ich mir nur, dass ich es nicht gut finde meinem Kind und uns als Familie das an zu tun. 

Etwas Neues

  
Neue Maschen habe ich bereits am Donnerstagabend angeschlagen. Inzwischen ist das Jäckchen etwas gewachsen. Es tut gut wieder ein kleines Strickstück zu haben. Eines mit Bestimmung. Es wird eine Puerperium für einen kleinen Jungen. Noch ist er keine zwei Wochen alt. Für ihn stricke ich nun in freien Minuten. Gute Gedanken und Wünsche stricke ich mit ein, so wird er gut umhüllt sein. Geschützt und Geborgen in dieser neuen Welt. So kann etwas Neues gut beginnen. 

Unsere Jahreszeitenecke

Schon lange wünsche ich mir eine kleine Jahreszeitenecke. Eine zum Anfassen, in der die Kinder auch etwas rumstellen können. Eine zum Erleben. Seit wenigen Wochen habe ich nun den richtigen Platz gefunden. Wir haben ein bisschen umgeräumt und so sieht es da jetzt Anfang April aus.  

 

Garten-Sonnen-Tag

Ein wahrer Sonntag heute. Die Sonne scheint und erwärmt alles. So säe ich nun auch draußen Salate, Spinat, Erbsen und Radieschen. Der kleine Mann hilft fleißig mit. Legt die Erbsensamen in die vorbereitete Rille und deckt sie dann gut zu, damit sie es warm und feucht haben. Nun heißt es warten. Mal schauen wann das erste Grün sich sehen lässt.  

 Bald wird es zu warm. Mit Jeans und Pulli bin ich gekleidet. Welch Glück, dass bereits am Freitag auch im Kleiderschrank Frühling und Sommer einziehen konnte. So verbringe ich den Rest des Tages lieber in neuem leichten Gewand.