Sommerstille und Hosenliebe

Ruhig ist es hier. Eine Stille, die nur der Sommer mit sich bringt. Warm und dämpfig ist es. So werden wir träge und legen uns am liebsten, wie unsere Hasen, lang gestreckt ins Gras. Mümmeln ab und zu ein bisschen Obst oder Gemüse vor uns hin. Mehr wollen wir nicht machen. Hier auf dem Blog funktioniert das ganz gut. Im Leben nicht. Da gibt es genügend Dinge und Aufgaben, die uns davon abhalten uns ins Gras zu legen. Habe ich es mir doch gemütlich gemacht, auf der grünen Matratze und höre wie es summt und brummt, kommt ganz schnell die ein oder andere Frage. „Mama?! Kann ich ein Eis?“, höre ich oft. Dann schaue ich in den Tiefkühlschrank oder wir ziehen los. Machen uns auf die Suche nach dem Eiswagen. Ja, dem Eiswagen mit Bioeis aus regionalen Zutaten, gezaubert nach italienischer Eistradition. Köstlich! 

Und auch sonst ist es hier eigentlich gar nicht still. Tagsüber Kinderstimmen und abends, wenn die Kinderstimmen zur Ruhe gekommen sind, erklingt ein leises rattern. Dann sitze ich an meiner Nähmaschine. Zaubere ein Kleidchen und noch eins. Dann noch eine Hose. Und so haben sich in den Kleiderschrank  des Septembermädchens wieder ein paar selbst genähte Sachen hinein geschlichen. Die Hose wird geliebt und gern getragen. Auch bei knapp 30° C.  

    
 Und so beschloss ich noch eine zu nähen. Eine aus leichterem Stoff. Eine, die auch bei wärmeren Tagen die Beine luftig leicht kleidet und jedes kleine Lüftchen einfängt. So entstand ganz schnell an einem Abend diese wunderschöne Hose. 

 Eine fluffig leichte Leinenhose. Ich bin einfach ganz im Glück. Denn ich liebe sie jetzt schon. Nicht nur die Sommerhose, nein, auch die grüne Cordhose. Beide finde ich perfekt, noch dazu von mir gemacht und aus alten Kleidern genäht. Besser kann es gar nicht werden. Oder?! 

Und so finde ich es richtig schön, dass der Saum am Bund zusehen ist. Ein kleines Detail, welches verrät, dass der Blümchenstoff von einem T-Shirt stammt. Gutes, angenehmes Bio-Jersey kommt so wieder zum Einsatz und schmiegt sich leicht und weich an einen kleinen Bauch. Und auch der Leinenstoff ist wieder verwendet. Auch das ein altes Kleidungsstück meiner Mutter. Eine Hose, die nun in kleinerer Größe weiter Hose sein darf. Auch hier gibt es kleine Details, die vom ersten Leben erzählen. Nähte, die ehemals am Knie für einen gute Sitz sorgten, finden sich ebenso wieder, wie die Seitennaht, die einfach wiederverwendet wurde.    

 Der Cordstoff stammt aus meinem Fundus. Gekauft irgendwann einmal für irgendeine Bastelidee, reichte er exakt für diese Hose. Und so vereint sich in diesen Hosen alles, was ich sehr mag: Wiederverwenden, aufbrauchen und selber machen. Ja, ich liebe diese Hosen und hoffe, dass auch die zweite Hose beim Septembermädchen so viel Anklang findet, wie die erste. 

Sie kennt die Hose noch gar nicht, denn sie ist verreist. Verreist mit Bruder und Papa zum Zelten. Ein Wochenende also nur für mich. Stille und ein leises Rattern zwischendurch. 

Mitt-Sommer oder das Leben ist schön

Die letzten Tage sind heiß. Sehr heiß. Jeder Gang wird genau überlegt und möglichst kombiniert. Nachmittags sind wir im Haus in Garten. Wir sind erschöpft, schon jetzt, von der Hitze und den kurzen Nächten. Noch ist Juni und der Sommer eigentlich erst in den Startlöchern. Vielleicht gewöhnen wir uns aber auch noch an die Hitze und finden Möglichkeiten sie gut zu überstehen. Dankbar bin ich nun für diese kühle Wohnung, über die ich im Winter gerne motze, denn dann wird sie nicht so richtig warm. 

Warm geworden sind wir dagegen schnell mit unseren neuen Mitbewohnern. Ein Zwergwidderpaar ist bei uns, mit Sack und Pack, eingezogen und hat eine neues zu Hause gefunden. Die Kinder lieben sie nun schon. Dabei sind sie erst seit gestern da. Heute, nach einem anstrengenden Tag, höre ich lange nichts vom Dezemberjunge, während ich Abendbrot vorbereite. Er sitzt vor dem Stall und ist versunken. Kommt zur Ruhe, ganz für sich. Und ich weiß, es war genau richtig.   

Mittsommer, Sommer-Sonnen-Wende, der längste Tag: ein Grund zum Feiern. Fast jedes Jahr dürfen wir dieses Fest mit unseren Nachbarn verbringen. In gemütlicher Runde sitzen wir beisammen. Die Kinder spielen im Garten. Hüpfen, Schaukeln oder auf die selbstgebaute Wasserrutsche. Nach einer Weile sind die Kinder müde. Wir kriechen durch die Hecke, zurück in unseren Garten. Die Kinder schlafen, ich gieße noch den Garten und dann gehen der Herzensmann und ich gemeinsam zum Feuer zurück. Die Runde ist kleiner geworden. Wir sitzen und genießen die Gemeinschaft. 
    
  

Nun beginnt auch die Ernte Zeit. Die heißen Nachmittage eignen sich gut zum Beeren entstielen. Die Hände können immer wieder im Wasser abgekühlt werden. Wir sitzen entspannt im Schatten. Machen keine großen Bewegugen und trotzdem eine sehr sinnvolle Arbeit. Regelmäßig habe ich auch zwei kleine helfende Hände.   
 

So ist unser Mitt-Sommer-Leben. Ruhig und entspannt. Und wunderschön!

Unser Wochenende 17./18. Juni

Anders als ursprünglich gedacht, haben wir zwei Tage zu Hause. Wir sind schon am Freitag, die gut 700km, von der Nordsee bis nach Hause gefahren. Das Septembermädchen war einfach noch zu schlapp. So gibt es am Samstag ein leckeres Frühstück auf der Terrasse.   
Der Vormittag steht ganz im Zeichen von Hausarbeit. Rasen mähen, einkaufen, auspacken und Auto sauber machen. Außerdem habe ich zwei neue Gartenideen. Für die eine sammel ich schon ein paar „Zutaten“. 

 
Der Herzensmann zaubert einen leckeren Linsensalat zum Mittag. 

   
Am Nachmittag wird viel gespielt. Das Septembermädchen macht einen sehr langen und späten Mittagschlaf. Sie ist immer noch sehr erschöpft. Das Rad vom Anhänger ist ein super Spielzeug. 

 
Der Herzensmann und der Dezemberjunge fahren für eine Idee noch in den Baumarkt. Das Septembermädchen möchte auch mit. Sie ist aber noch so erschöpft, dass es zu viel wäre. So gibt es ein großes Theater und eine lange Kuschelzeit auf dem Sofa. 

   
Und dann ist auch schon Abendbrot. Wir grillen Spargel, Käse und Huhn, dazu gibt es viel Gemüse und Brot mit Hummus. So ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

 
Sonntagmorgen wacht das Septembermädchen kurz vor sieben auf. Irgendwie bin ich auch schon richtig wach. Die Männer kommen nach und nach dazu geschlappt. Es folgt ein sehr schnelles Frühstück mit Nutellabrot und Tee bzw Kaffee. 

   Und dann geht es los zum Sprungplatz. Der Herzensmann möchte gern das schöne Wetter nutzen und die Kinder natürlich mit. 
 
Die Base in Calw ist sehr gemütlich und auch mit den Kindern entspannt. Beide kennen sich gut aus und beachten die Regeln sehr gut. So wird es ein schöner Vormittag. Das Septembermädchen ist heute auch deutlich besser gelaunt und macht wieder viel Quatsch, Albert rum und erzählt ganz viel. Ich bin darüber sehr dankbar. 

   
Am späten Mittag fahren wir weiter und bringen noch den geliehenen Fahrradanhänger zurück. Wie erwartet verbringen wir dann den Nachmittag bei unseren Freunden. Wieder zu Hause suchen sich die Kinder erstmal jeder ein ruhiges Plätzchen im Garten.  

 
Gemeinsam wird das Abendbrot vorbereitet. Ich find es so schön, dass beide immer von sich aus kommen und mit machen wollen. So bekommt jeder eine Aufgabe, die sie gut erledigen können. 

   
Und so sieht es dann auf dem Tisch aus. Schmecken tut es genauso gut. 

 
Nachdem die Kinder schlafen räume ich noch die Küche auf. Eigentlich zieht es mich mehr zum Sofa und dem fast fertigen Pullover, aber in eine neue Woche startet es sich besser aufgeräumt. 

Euch auch allen einen guten Start. Genießt die sommerlichen Temperaturen. Bei uns geht nun wieder der Alltag los. Und wer noch mehr Familienwochenenden sehen möchte schaut bei Geborgen Wachsen vorbei. 

Sommerferien

Als Schulkind war es eine besondere Zeit. Man war frei. Am Anfang der Ferien schien sie endlos zu sein. Ewig. Endlich machen was man wollte, den ganzen Tag lang. Mehr oder weniger. Ab und an ein bisschen helfen hier und da. Meistens machte das aber auch Spaß. Zumindest in der Erinnerung. In diesen Wochen beginnen sie wieder. Die Sommerferien. Bei uns sind es noch ein zwei Wochen. So genau weiß ich das nie. Noch sind die Kinder keine Schulkinder. Erst dann kenne ich die Ferienzeiten wieder. 

Obwohl. Ferien habe ich gerade auch. Es fühlt sich so an. In den letzten Tagen habe ich mal wieder gelesen. So richtig. Mit ins Buch versinken und eine ganze Weile nicht weg legen können. Mit Spaziergängen am Vormittag. Nur das Septembermädchen und ich. Mit faulen Nachmittagen im Garten. Mal mit und mal ohne Besuch. Immer mit Wasser und ganz viel Obst. Ferien mit Nichts tun. Denn Lust und Laune Projekten folgen können. Die Freude der ersten gestrickten Reihen eines neuen kleinen Projektchens ganz aufsaugen. 

Ja! Ferien! Und Leben denn das steht nicht still. Trotzdem wird die Wäsche gewaschen, gekocht, Sandspuren weg gesaugt und immer wieder aufgeräumt. Es werden Termine vereinbart und wahr genommen, eingekauft und was man sonst als Mutter den lieben langen Tag so machen muss, will und darf. Das genieße ich gerade sehr. Besonders weil immer wieder kleine Inseln für mich auftauchen. Wahres Sommer-Ferien-Leben. 

Sommer konservieren

Auch wenn man es sich dieser Tage kaum vorstellen kann, irgendwann kommt wieder nicht so schönes Wetter. Es wird grau und trüb. Wie schön wäre es dann, einfach ein Glas Sommer öffnen zu können. Um nur kurz den Geruch, Geschmack und das Gefühl wieder zu haben wie es jetzt ist.  

Damit wir wenigstens ein klein bisschen Sommer mit übers Jahr mit nehmen können, war ich die letzten Tage beschäftigt. Sehr. Trotz Hitze habe ich gekocht und nun den Schrank wieder voll. Voll mit dem Geschmack vom Sommer. Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Sauerkirschen. Leckere Marmelade, die uns so manchen Tag versüßen wird.  

   

Heute

Zeitig sind die Kinder wach. Es ist kühl und angenehm draußen. In Ruhe räume ich die Wohnung auf. Die Kinder spielen gemeinsam. Donnerstags kommt hier die Hausfee. Darum verlassen wir zu dritt das Haus. Heute sind wir schon eher fertig. Der kleine Mann spielt schon ein bisschen im Garten. Die Kreide wird ausgeräumt. In der Sonne ist es bereits sehr warm. Dabei ist es erst um neun. Die Wohnung ist schon gut gelüftet und abgedunkelt. Die Kühle halten. Wir radeln auf den Markt. Kaufen Gemüse für Salat und Aprikosen. Unterwegs treffen wir eine Freundin mit ihren zwei jeweils etwas jüngeren Kindern. Dann noch zum Stand vom Erdbeerbauern Marmeladenerdbeeren kaufen. Nun sausen wir den kleinen Berg wieder hinunter auf ins Café. Der Mutter-Kind-Treff in angenehmer Atmosphäre mit lauter tollen Müttern und Spielkameraden für den kleinen Mann. Ein Stündchen sitzen wir beisammen, tauschen uns aus über dies und das, bestaunen unsere Kinder. Dann sammel ich meine zwei wieder ein. Schnell radeln wir nach Hause. Gerade pünktlich zum Verabschieden der Hausfee. Das Septembermädchen hat den Vormittagsschlaf vor lauter Aufregung ausfallen lassen. So schläft sie nun schnell ein. Der kleine Mann spielt ein bisschen während ich einen kleinen Snack zusammen stelle. Dann verziehen auch wir uns in die kühle Ruhe der Wohnung. Nach einer Geschichte und kurzem Theater schläft der kleine Mann doch ein. 

Pause. 

Auch für mich. 

Gegen zwei werden beide wieder wach. Wir essen etwas Obst und spielen drinnen. Der kleine Mann puzzelt. Das Septembermädchen krabbelt kreuz und quer darüber und versucht die Teile zu verkosten. Dann wird noch das Schaukelpferd ausprobiert. Auch beide gemeinsam passen rein und haben einen Heidenspaß. Da wir am Abend Besuch bekommen und Grillen möchten, machen wir uns auf zum Einkaufen. Der kleine Mann wünscht sich den Kinderwagen bzw. für ihn das Rollbrett. Als wir raus kommen erschlägt mich die Hitze. Doch wir sind noch im Schatten das Hauses. Als wir um die Ecke kommen brüten wir in der Sonne. So schnell wie möglich bei der Hitze gehen wir die Straße runter. Schnell in den Laden rein. Kühle. Wir kaufen Wassermelone, Gelierzucker und „Fleisch von der Kuh“ wie der kleine Mann wünscht. Dann empfängt uns die Hitze wieder. Die Wassermelone wird direkt gegessen. Die klebrigen Kinder können sich danach im Wasser abkühlen und sauber machen. Eine wilde Spritzschlacht liefert sich der kleine Mann mit mir. Auch die Nachbarskinder hören wir draußen spielen und der kleine Mann möchte direkt gucken gehen. So stiefeln wir durch die Hecke und sind noch eine kurze Weile bei Nachbars. Gegen halb sechs machen wir uns auf den Rückweg. Abendbrot vorbereiten. Der Herzensmann wollte eher kommen. Am Ende ist doch wieder alles anders. So mache ich die Kinder bettfertig. Gerade als wir mit Waschen fertig sind klappert der Schlüssel im Schloss. Die Kindergesichter strahlen. Kurz danach kommt der Besuch und es ist Bettgehzeit. Wir immer ganz ungünstig zusammen gelegt. Das Septembermädchen schläft schnell ein. So löse ich den Herzensmann beim kleinen Mann ab, damit er die Zeit für seinen Besuch hat. Nach kurzer Zeit meldet sich das Septembermädchen wieder. So wandere ich wieder zurück. Irgendwann hat sie es auch geschafft. Der Tag war einfach zu aufregend und mit zu wenig Schlaf. Bei mir meldet sich der Hunger und so bin ich froh, dass alles fertig gegrillt wurde. Der Rest des Tages ist den kühler werdenden Abend genießen.  

     

Waldoase

Eine angenehme Kühle empfängt mich. Ich lausche den Geräuschen. Vögel zwitschern, die Kuhglocken bimmeln, ein Flugzeug, eine Familie kommt vorbei. Dann wieder natürliche Stille. Eine Oase. Die ersten richtigen Sommertage erleben wir. Ich mag mich vor Wärme kaum bewegen. Ein kleines Menschlein vor dem Bauch. Auch sie leidet unter der Wärme. Muss sich noch dran gewöhnen. Die kühle Waldluft streicht sanft über die Haut. Die Luft ist frisch. Ein kurzer Moment Sein.   
  

Irgendwie richtig dieser Sommer

Ja, Sommer. Eigentlich. Mitte August sagt der Kalender. September oder gar Oktober das Gefühl und das Wetter draußen. Der Sommer nicht wirklich da. Naja seien wir mal ehrlich. Im Juni gab es heiße Tage. Wir haben geschwitzt. Wir haben im Garten mit Wasser gespielt. Wir haben die Wasserspielplätze der Stadt unsicher gemacht. Und ich habe an diesen Tagen das Schlimmste befürchtet. Für diesen Sommer. Mit wachsendem Bauch und einer Vorliebe für warme aber nicht heiße Tage. Mit einem kleinen aufgewecktem Jungen der beschäftigt werden möchte. Wenigstens mag er es auch nicht wenn es zu heiß ist.
Und dann kamen die Sommerferien und mit ihnen der Regen. Schade für alle Schulkinder, die sich auf einen schönen Sommer mit viel Freibad gefreut hatten. Gut für mich. Ich genieße gerade diesen Herbstsommer. Merke wie gut es mir tut den Herbst schon jetzt zu spüren. Besonders mit der Heimeligkeit die er mit sich bringt. Die passt so gut zu meinem Gefühl. Die Regentage verbringen wir gemütlich drinnen. Toben auch mal durch den Flur, spielen Versteck und Kugeln lachend über die Betten. Oder es werden Bücher angeschaut, gemalt und Musik gehört. Sobald es das Wetter zu lässt sind wir draußen. Im Garten oder auf dem Spielplatz, je nachdem wie die Lust und Laune ist. Der kleine Mann verlangt nun schon ein paar Tage seine Mütze bevor er rausgeht. Die Jacke sowieso. Oft findet sich um die Mittagszeit noch irgendeine Leckerei im Ofen. Apple Crumble, Apfeltaschen und Pflaumentarte waren es die letzten Tage. Der Garten spendiert die Hauptzutaten in Mengen. Wir kommen gar nicht hinterher mit Apfelmus essen, wie es gekocht werden könnte. Die Erntezeit ist in vollem Gange mit den Früchten des Herbstes. Und so langsam beginnt auch das Laub schon zufallen. Das erste Laub wurde schon zusammen gekehrt.
Ja ein Herbstsommer ist es dieses Jahr. Und so schade es für alle Ferienkinder ist. Ich bin froh und dankbar darüber. Genieße die Tage wie sie kommen und freue mich auf die Ernte die noch vor uns liegt. Denn jede Frucht ist irgendwann reif.

Sommerwochenende

Schön war’s! Viel zu schnell vorbei. Genossen haben wir jeden Moment. Ein Familienwochenende, wie ich sie mir wünsche. Mehr davon haben und sie am Liebsten nicht gehen lassen möchte.

Am Samstag durfte ich ausschlafen. So richtig, bis zehn. Den irgendwann wird der Hunger vom kleinen Mann zu groß. Ein Männervormittag, den sie entspannt genossen haben. Mit Ausflug zum Bäcker und Fleischer. Männer eben. Frühstücken auf der Terrasse, während der kleine Mann im Kinderwagen vor sich hin brabbelt und schließlich wegdöst. Ein Gefühl von Urlaub schleicht sich ein. Mit dem leichten Wind, der um die Beine, durch die Haare streicht, fühlt es sich an wie am Meer. Man bekommt Lust, die Badesachen zu schnappen. Sich aufs Rad zu schwingen. Ans Meer, an den Strand zu fahren. Leider nicht möglich. Ist viel zu weit weg. Aber das Gefühl. Das bleibt. Gemütlich und ruhig. Bis die Nachbarn dem Samstag mit typisch samstäglichen Aktivitäten frönen. Rasen mähen, Hecke schneiden, Holz sägen. Auch wir erledigen den Kleinkram. Ein Besuch steht für Nachmittag noch an. Babybesuch. Ganz frisch geschlüpft. Eine Woche jung. Unglaublich, das der kleine Mann auch mal so klein war. Im Vergleich dazu erscheint er riesig. Den Abend ausklingen lassen. Die Kühle genießen. Den Sommerabend. Einer der Ersten dieses Jahr. Hoffentlich Einer von vielen.

Am Sonntag ging es gemütlich weiter. Der große Mann mit ausschlafen dran. Den Vormittag mit spontanem Nähen verbracht. Schnell eine zweite Sommerhose genäht für den kleinen Mann. Leichte Baumwolle. Weit geschnitten. Luftig leicht. Für Wärme Sommertage genau das Richtige. Am Nachmittag brechen wir auf. Fliegen wir aus. Mit den Rädern durch den kühlen Wald, einen Picknickplatz suchen. Vorbei an den Seen, die mit Menschen gespickt sind. Zu Viele für ein gemütliches Picknick. Es gleicht einer Völkerwanderung. Weiter bis zum Segelflugplatz. Unterm Baum mit Blick auf die Flieger, ein perfektes Plätzchen. Noch sind die Menschen, Radfahrer, Spaziergänger spannender. Aber bald wird der kleine Mann zeigen. Dadadada. Voller Begeisterung, voller Staunen. Hach, das war schön. Im Gras liegen. Mitgebrachtes verspeisen. Die Sonne, den endlich kommenden Sommer genießen. Zeit haben. Am Abend, zum Wochenendabschied, wurde gegrillt. Der Garten genossen und sich gefreut. Auf das nächste, wunderbare Familienwochenende.