Knetspaß mit selbstgemachter Knete

Kneten! Kneten machen alle Kinder gern. Bislang gab es das bei uns nicht. Warum? Ich mag gekaufte Knete nicht besonders. Genauso wenig mag ich es, wenn überall fest getrocknete Knetreste dran sind. Zum Glück konnten unsere Kinder ihre Knetleidenschaft im Kinderhaus ausleben. Das Septembermädchen sitzt direkt bei der Knete, wenn wir den Dezemberjunge abholen. Und so habe ich mir in letzter Zeit immer wieder mal überlegt, doch Knete zu besorgen. Doch dazu gekommen ist es nie. Das ist auch gut so. Manche Sachen lassen sich nämlich genauso schnell selber machen. So auch bei der Knete. Rezepte gibt es viele im Internet. Ich habe eins von unserer Erzieherin bekommen, sie kam nämlich heute mit einem Riesenberg selbst gemachter Knete ins Kinderhaus. Und so haben wir heute ratzfatz Knete selber gemacht.  

 Man braucht fünf Zutaten, die meisten hat man sowieso im Haus. Je nach dem kann man aber gerne auf die günstigere Alternative zurück greifen. 

Zutaten für Knete: 

  • 600 g Mehl
  • 300 g Salz
  • 750 ml kochendes Wasser 
  • 3 EL Zitronensäure
  • 4-5 EL Speiseöl
  • Lebensmittelfarbe (optional)

Aus dieser Menge wird eine ziemlich große Menge Knete, man kann also auch gut nur die Hälfte von allen Sachen nehmen. Ich hatte nur Olivenöl da, es geht jedes andere Öl genauso gut. Das schöne ist, nach dem verrühren der Zutaten mit dem Handrührgerät, kann man direkt los kneten und bekommt warme Hände. Das ist jetzt im Herbst und Winter schon toll.   Bei uns gibt es nun eine große Schüssel rosa Knete. Das Septwmbermädchen hat gleich losgelegt. Zum Aufbewahren sollte die Knete luftdicht verschlossen werden und falls sie etwas austrocknet, einfach ein bisschen Wasser drüber, verkneten und weiter geht’s. Wenn es irgendwann reicht, kann sie ganz leicht entsorgt werden.  

 

An manchen Tagen ist man als Mutter einfach stolz. Besonders dann, wenn ein Entwicklungsschritt sich zeigt, der bei Gleichaltrigen schon lange vollbracht wurde. Auch wenn ich da sehr entspannt bin und beiden Kindern ihre Zeit gebe und lasse ist da Erleichterung da, wenn es soweit ist. Ich richte meinen Blick im Alltag auf das, was sie können, auf ihre Besonderheiten und das was sie zeigen. So sind wir alle entspannt. Nur manchmal schleicht sich da diese Stimme in meinem Kopf ein. Die Stimme, die sagt; „das Mädchen malt Kopffüssler schon so lange, der Dezemberjunge sollte das auch schon längst können“ oder „ich muss ihnen viel mehr Bastel- und Malangebote machen, sonst lernen die das nie“. Tatsächlich Male und Bastel ich nicht so gerne mit meinen Kindern. Ich mache das alleine auch nicht so oft. Dafür lese ich stundenlang Bücher vor, kitzeln wir uns durch oder singen und singen und singen oder sind draußen unterwegs bei Wind und Wetter. Und es zeigt sich immer wieder, dass das genau richtig ist. Kinder suchen sich das was sie brauchen. Bei uns gibt es Buntstifte, Papier und Scheren zur freien Verfügung. Also können unsere Kinder jeder Zeit auf diese Art kreativ werden. Und dann, wenn man es am wenigsten erwartet und eigentlich ganz was anderes im Kopf hat, präsentieren sie ihre neuen Errungenschaften. 

So war es heute. Eigentlich wollte ich schon weiter gehen. Wir waren in einem Laden. Ich habe das Packet abgegeben und die Kinder flitzten in die Spielecke. Neben Schaukelpferden, gibt es Bücher zum Anschauen und Malsachen. Ich bin bereits fertig und möchte eigentlich schon weiter gehen. Der Dezemberjunge möchte noch malen. Also gut. Und schwups malt der Dezemberjunge vor sich hin. Dann ruft er begeistert: „Ich hab ein Gesicht gemalt!“ Als ich auf sein Bild schaue sehe ich diesen kleinen Mensch. Kopf. Beine. Fuß. Und das herrlichste strahlende Lächeln. 

Danke, lieber Dezemberjunge! 

Leben im Jahreslauf: Einkehr und Ruhe

Der November beginnt und die Natur macht Winterpause. Die Bäume sind nach den letzten Stürmen kahl. Die Zugvögel sind schon lange weiter geflogen. Und mit den ersten kalten Temperaturen scheint es mir immer, als würden sich Pflanzen und Tiere noch einmal extra ducken und zurück ziehen. Irgendwie ist alles ruhiger. 

Auch ich bin nun im Herbst und Winter gemütlicher, langsamer und sehne mich nach mehr Ruhe. Mit dem Dezemberjunge und dem Septembermädchen im Haus ist das nicht immer einfach. Doch auch mit Kindern kann man diese besondere Zeit am Ende jeden Jahres genießen und gestalten, so dass jedes Bedürfniss beachtet wird. 

Das Wichtigste, so finde ich immer, ist dabei im Alltag bewusst zu sein. Die kleinen und großen Momente bewusst zu erleben. Diese Präsenz die Kinder automatisch haben und hoffentlich lange beibehalten, können wir wieder lernen. Im Herbst und Winter gelingt mir das immer besonders gut. Denn es gibt viele Dinge die gerade dazu einladen. Ein Herbstspaziergang, zum Beispiel. Blätter rascheln, Herbstluft und der Wind weht um die Nase, dabei kann ich super zu mir kommen, den Alltagsstress von den Schultern rutschen lassen und mich mit den Kindern treiben lassen. Doch nicht nur draußen funktioniert das gut, auch in der Wohnung gibt es nun Dinge die uns besonders Freude machen. Der Dezemberjunge hört gerne Geschichten und so kuscheln wir uns an und lesen ein schönes Buch vor. Die letzten waren „Nils Holgerson“ und „Hörbe und sein Freund Zwottel“, Geschichten die ich schon als Kind gerne gelesen habe. Wichtel, Hutzelmänner und Zwerge passen auch wunderbar in den Herbst. 

Gemütlich und ruhig ist es bei uns auch am Nachmittagstisch. Gemeinsam trinken wir Tee. Kuchen backen macht Spaß, wärmt auf besondere Weise Wohnung und Herz und schmeckt allen einfach gut. Dazu noch eine Kerze auf dem Tisch. Vom Küchentisch können wir die Vögel im Futterhäuschen und in den Büschen beobachten. So sind wir verbunden. Heute sagte das Septembermädchen, „die Vögel freuen sich jetzt. Weil du das Vogelhaus wieder angeschraubt hast, Papa.“ „Ja und du hast ihnen Futter reingelegt.“  

 Am Abend habe ich heute wieder im Kürbisgeist die Kerze angezündet und ein paar weitere Kerzen aufgestellt. Die Kinder finden es gemütlich und ich weiß um die besonderen Nächte die nun kommen. So werden mein Bedürfnis nach natürlichen Ritualen rund um das Jahr ganz gemütliche Begleiter der Kindheit. So fühlt es sich für alle gut an. 

Der Herbst ist schön!

Der Herbst ist schön, denke ich, während ich mit einer Tasse Tee und einem Stück Pflaumenkuchen im Garten sitze und mein Gesicht in die Sonne halte. Der Oktober hat uns mit Sonnentagen geradezu verwöhnt. Nicht jedes Jahr ist es so. Doch dieses Jahr war ganz wunderbar. Auch ohne diese herrlichen Sonnentage mag ich den Herbst. Am Ende vom Sommer freu ich mich auf kürzere Tage, auf etwas mehr Ruhe und langsameren Alltag. Denn das bringt der Herbst und Winter auch mit sich. Wir sind mehr drinnen und so machen wir es uns gemütlich, backen, lesen und spielen gemeinsam. Doch irgendwann muss man natürlich trotzdem raus. Besonders mit Kindern. Je nach dem wie wir Lust haben, gibt es im Herbst ganz besondere Draussenaktivitäten. 

Blätter rascheln zum Beispiel. Oder habt ihr schon mal eine Blätterschlacht gemacht? Das ist ziemlich Lustig und alle aufgestaute Energie kann richtig schön raus.  

 Viel Spaß macht auch gemeinsam ein Kürbisgesicht zu schnitzen. Die meiste Arbeit machen zwar lange Mama und Papa, aber zu gucken und dabei im Garten rumflitzen gehen ganz wunderbar. Zwischendurch wird auch mal geholfen die Kerne raus zumachen oder es werden Empfehlungen für das Gesicht abgegeben. Und wenn es Dunkel wird gemeinsam schauen wie die Kerze leuchtet. Das ist auch ein Staunen und Strahlen in den Kinderaugen. 

Das kann man natürlich nicht jeden Tag machen. Doch im Herbst kommen bei uns wieder Spaziergänge am Nachmittag auf den Plan. Während wir im Sommer auf Spielplätzen, bei Freunden, mit Eis essen oder in unserem Garten die Zeit verbringen, suchen wir im Herbst andere Plätze auf. Die Pferdehöfe im Tiefenbachtal, die Schafe am Krankenhaus, die Fischtreppe am Neckar und dieses Jahr neu Hasenfutter sammeln auf den umliegenden Obstwiesen. 

Bei Regen macht das keinen Spaß? Dann habt ihr noch nicht eure Regenjacken, Regenhosen und Gummistiefel an und springt mit euren Kindern gemeinsam in jede Pfütze. 

Und wenn es Dunkel ist? Nach der Uhrumstellung wird es ja schon deutlich eher dunkel. Dann kann man ganz wunderbar mit der Laterne um die Häuser ziehen. Dafür braucht es kein extra Laternenfest.  

 Nicht vergessen sollte man natürlich Drachensteigen. Nach dem der Wind um die Nase und der Drache in der Luft geweht ist, lässt es sich wunderbar in der warmen Wohnung selbst gebackenen Pflaumenkuchen essen. Das geht auch nur im Herbst!  

 
Das reicht noch nicht an Herbstideen für draußen? Bei GesasGrossesGlück gibt es eine Blogparade „Draußenzeit im Novembergrau“ schaut vorbei. 

Unser Wochenende 21./22. Oktober 

Es gibt auch mal wieder ein Wochenendeinblick von uns. Einiges stand auf dem Programm. Los ging es dann zeitig am Samstag mit nähen.  

 Nach der gestrigen Nähaktion, steht die Nähmaschine noch und ich Kürze meine Hose, während das Frühstück im Ofen backt. 

   Samstagfrühstück mit viel zu wenig Baked Oatmeal. Leider waren einfach nicht mehr Haferflocken da. 
 Darum geht es dann auch einkaufen. Das Septembermädchen besteht darauf diese Nusstüte einzukaufen. Sie wird sicher auch die meisten davon essen. 

  Wir kommen am Bach vorbei. Ich mag ihn sehr und bleibe immer ein bisschen stehen und genieße die Ruhe. Während dessen genießen die Jungs im Garten die Sonne. 
Nach dem Mittagessen fahren wir einen Hof anschauen. Die Region um Sachsenheim ist wirklich schön.  Trotzdem ist es zum Schluss ne ganz schöne Gurkerei.  

     

Spät und aufgedreht kommen wir nach Hause. Als Abendbrot gibt es darum Döner. 

   Am Sonntag gibt es Pfannkuchen zum Frühstück. 

Danach packen wir die Sachen und fahren zum Bouldern. Dort verbringen wir den halben Sonntag.  
   Da es so schön windet, gehen wir noch mal schnell den Berg hinterm Haus hoch und lassen uns den Wind um die Nase wehen. 
 Und die Drachen steigen. 

  Wieder zu Hause bereiten er gemeinsam das Abendessen vor. Die Kinder sind so müde, dass nach dem Essen beide ziemlich bald im Bett liegen und schlafen. 
Und wir machen es uns auf dem Sofa gemütlich. 

Hier gibt es wie immer viele weitere Wochenenden. Ich wünsch Euch einen guten Start in die Woche

Unser Wochenende 23./24. September 

Heute gibt es mal wieder einen Einblick in unser Wochenende. Wir sind mal wieder zu Hause und so ist es ein typisches Wochenende mit Wahlzuschlag.   

   Noch vor dem Frühstück gehe ich mit dem Septembermädchen einkaufen. Es fehlen Eier für die Pfannkuchen. 
  

Samstagfrühstück: Obstteller und Pfannkuchen belegt nach Wahl – lecker!  Danach heißt es noch auf den Markt gehen und die Gemüse- und Obstvorräte auffüllen. 
  Die Kinder möchten noch auf den Spielplatz.   Irgendwie ist Wahlkampf. Zum Mittag gibt es also Spätzle. Die Kinder wollten eigentlich nur einen Luftballon. 
  In der Mittagspause hängen wir etwas durch. Der Herzensmann macht noch die Steuererklärung fertig und ich schaue mit den Kindern „Mullewapp“ an. Danach muss ich dann erstmal erklären, dass nicht alle Wölfe doof sind, sondern nur der im Film.  Der Nachmittag plätschert so dahin. Wir hängen im Kinderzimmer noch den Vorhang auf. Und dann ist es auch schon Zeit für Abendbrot und Bett. Seit das Septembermädchen den Mittagsschlaf abgewählt hat, kommt der Zeitpunkt wieder eher. 

   
Sonntagfrühstück mit ganz viel Obst und Backed Oatmeal. 

 Dann packen wir alles ein, gehen Wählen, treffen Freunde auf dem Kindergartenspielplatz und fahren dann erst Mittags zum Sternberg auf die Alb. Dort verbringen wir wieder einen wunderschönen Nahmittag mit tollen Familien. 

   Neben bei machen wir Popcorn. 
 Und es schmeckt ganz fantastisch. 

Auf dem Weg nach Hause schläft das Septembermädchen ein und schläft dann im Bett weiter. So genießt es der Dezemberjunge mal nur mit Mama und Papa Abendbrot zu essen. Wir nehmen uns gemütlich Zeit. Beantworten noch die ein oder andere Ernährungsfrage von Tieren und dann geht es auch für ihn ins Bett. So ein langer Tag draußen macht ja auch müde. 

Wir begutachten noch das Wahldesaster und wünsche trotzdem eine gute letzte Septemberwoche. 

Wie immer gibt es hier noch weitere Familienwochenenden. 

Unser Wochenende 15./16. Juli

Unser Wochenende war besonders für den Dezemberjungen sehr aufregend. Es fand der Zirkus Bambini statt und er war das erste Mal auf der Bühne dabei. Deshalb war es auch sonst sehr ruhig.   Samstag Morgen: ein Frühstück nach einer unruhigen Nacht mit spuckendem Gastkind und Wachstumschmerzen beim Dezemberjungen. Es gab auch noch Baked Oatmeal, aber das war schon zur Hälfte weggeputzt, bis ich dann zum Frühstück kam. 
 Nachdem der Ünernachtungsbesucj abgeholt war, gingen die ankündet und ich schnell einkaufen und dann zur Generalprobe für den Zirkus. Der Herzensmann saß schon im Auto auf dem Weg zum Sprungplatz. Für ihn gab es 7! Sprünge an diesem Tag. 

Die Probe dauerte lang und länger. So flitzte ich schnell alleine auf den Markt. Zum Glück waren viele andere Mütter bei der Probe, so dass das Septembermädchen gerne dort blieb. Das Mittag bestand dann aus Brezeln, da beide Kinder zwischendurch so einen Hunger bekamen. 

Zu Hause gab es erstmal eine lange Pause. Etwas zu essen, die Kinder hatten wirklich permanent Hunger, womit sich auch der Verdacht mit den Wachstumsschmerzen bestätigte. Und dann fuhren wir noch auf einen Spielplatz. 

   Ich konnte mich einem neuen Projekt widmen. Ich stricke mal wieder für mich. Das kommt nicht so oft vor, denn es dauert doch immer eine ganze Weile. Aber die Farbe hat es mir jetzt schon angetan. 
 Und die Kinder spielen zufrieden im Sand. 

Das zubett gehen fällt an diesem Tag beiden schwer, doch irgendwann schlafen sie. Ich lasse die Küche in Ruhe und genieße Musik, Kerzenschein und Strickzeug. 

   Und auch der Herzensmann kommt spät wieder nach Hause. Gemeinsam genießen wir die Ruhe und plötzlich knallt es zwei Mal laut und es entsteht eine heftige Druckwelle. Ich bin etwas verunsichert, aber nichts ist zu hören. Es stellt sich heraus, das zwei Düsenjäger die Schallmauer durchbrochen haben. Unglaublich wie stark so etwas zu spüren und hören ist. 
 Sonntagmorgen: Zeitig wachen beide Kinder auf und haben Hunger. Da ich noch einen Kuchen backen muss, stehen wir auf und werkeln in einer absoluten Chaosküche. 

   Die Rote Beete Brownies sehen am Ende so aus und sind richtig lecker. 
 Dann geht es zum Zirkus auf dem Gelände der Seegrasspinnerei. Den ganzen Vormittag verbringen wir dort. Kuchen Verkaufen, Vorstellung sehen, Pommes und Quiche zum Mittagessen und ganz viel Kindertoberei und Elternplaudern. So schön! 

Der Nachmittag wird dann entspannt im Garten abgehangen. Bis der Dezemberjungen in eine Biene tritt (der 3. Bienenstich diese Woche bei unseren Kindern, wir sind nun sehr routiniert) und die ganze Nachbarschaft zusammen brüllt. Damit ist auch seine Kraft gänzlich raus und wir machen ein zeitiges Abendbrot. 

  Es gibt gegrillte Zuchini, Fetakäse in Mangoldblätter gegrillt und Salat und Kartoffeln. Sehr lecker!
Der Plan ging auf und beide Kinder schlafen schnell. So genießen wir einen langen Abend für uns und lassen das Wochenende ausklingen. 

Euch allen einen guten Start in die Woche. Und wie immer gibt es bei Susanne Mierau eine große Sammlung mit Familienwochenenden

Unser Wochenende 1./2. Juli

Wow, die erste Hälfte des Jahres ist rum! Ebenso das wirklich heiße Wetter der letzten Zeit. Bereits Mitte der Woche kam der lang ersehnte Regen für den Garten, der uns auch dieses Wochenende begleitet hat. 

Der Samstag war sehr ruhig und es gibt nur wenig Bilder. Dafür könnten wir am Sonntag doch noch einen Ausflug machen. Wohin, könnt Ihr weiter unten lesen. 

  Am Samstag morgen geht es sehr langsam los. Wir hatten eine sehr unruhige Nacht. Das Septembermädchen hat wieder Fieber bekommen und dieses stieg über Nacht an. Jedes Zucken wurde von mir bemerkt und beruhigt. Die Erlebnisse mit den Fieberkrämpfen sitzen mir doch noch in den Knochen. Der Dezemberjunge kuschelt sich auch, nach einem Müsli, wieder zu uns ins Bett. Erst Nach neun wache ich auf und wir bauen erstmal den Bauernhof auf. 

 Dann gibt es Frühstück. Das Septembermädchen wünscht sich Haferbrei. Als dieser fertig ist, schläft sie wieder. 

Ich schleiche mit dem Dezemberjunge aus der Wohnung und erledige die Einkäufe. Ich bin sehr dankbar, dass ich das machen kann. Den Rest des Tages werde ich mit dem Septembermädchen im Bett verbringen. 

   
Der Dezemberjunge ist am Nachmittg auf einen Kindergeburtstag eingeladen. Es entsteht noch ein heftiger Sturm. Der Dezemberjunge braucht jetzt sofort auch das Geschenk für den Freund. Es dauert eine Weile bis sich dieser Sturm wieder gelegt hat. 

 Die Ruhe am Nachmittag tut dem Septembermädchen gut. Das Fieber sinkt wieder und der Obstteller wird, zum Teil, in der Küche verspeist. Ich finde es immer toll, wie genau sie sagen kann, was sie braucht. Und so geht es dann wieder ins Bett. 

   Sonntagmorgen: wir sind alle ganz gut gelaunt, das Fieber ist weg und es gibt ein leckeres Frühstück. 
 Der Kindergeburtstag hat noch Nachwirkungen. Der Dezemberjunge baut sich einen Hydranten für seinen Feuerwehrschlauch. 

Wir entscheiden uns für einen Ausflug, das Septembermädchen ist wirklich fit. Ich nehme die Trage mit, so kann sie sich immer wieder ausruhen. Wir fahren zur Sommerlust auf der Ziegelhütte. Ich liebe Hoffeste und dieses ist auch wirklich schön. Der Hof weckt auch ein paar Erinnerungen an ein Praktikum von mir. Ein Leben in Gemeinschaft ist auch schön. 

 Da ich mein Telefon vergessen habe, kann ich die Momente in Gänze genießen und denke nicht an (Blog)Fotos. So gibt es auch nur ein Foto von der Strohballen-Hüpfburg. 

   Am Abend wird noch gekocht und der Dezemberjunge pflückt für mich das Bohnenkraut. 
 Außerdem misten die Kinder noch den Hasenstall aus. Leider ist er an einer Stelle undicht und die Streu ist vom Regen ganz nass. Wir reparieren notdürftig und machen es den Hasen wieder gemütlich. 

Nach dem Abendbrot geht es für die Kinder schnell ins Bett und wir tüddeln noch so rum. Unter anderem stöbere ich noch in den vielen Familienwochenenden

Euch allen wünsche ich einen schönen Start in die Woche und einen wunderschönen Julianfang. 

Von Liebe und Nähe – wenn aus einem Paar eine Familie wird

Inzwischen ist es schon über vier Jahre her, das der Dezemberjunge zu uns kam. Unser erstes kleines großes Wunder. Wir kuschelten viel und machten es uns in unserem Bett gemütlich. Zu dritt oder zu zweit, in den möglichen Kombinationen. Wir sogen die Liebe  tief ein, die uns wie eine Blase umgab. Die Zeit war nicht nur rosarot, aber trotzdem, nicht nur in der Erinnerung, wunderschön und ganz besonders. 

Dann waren die Weihnachtsferien vorbei, der Herzensmann ging wieder arbeiten. Langsam schlich sich unser Alltag zurück und mit ihm verflog die rosarote Zeit. Plötzlich saß abends nicht nur die glückliche Frau zu Hause, die sich freut, dass der Herzensmann wieder da ist. Nein, da gab es auch die genervte oder verzweifelte Frau, die weinende Frau, weil sie am Rand ihrer Kräfte war, nicht mehr weiter wusste. Oft saß ich mit dem Dezemberjunge da. Er auf meinem Arm, vielleicht war er gerade eingeschlafen, vielleicht schrie er noch, manchmal waren wir auch einfach zufrieden. Dann hatten wir einen sehr guten Tag, waren Nachmittags unterwegs in der Natur, der Dezemberjunge in der Trage. Nähe, unendlich viel Nähe gab es da in dieser Zeit. 

Zwischen mir und dem Dezemberjungen. 

Der Herzensmann hatte diese Nähe nicht. Er ging auf Arbeit, manchmal schliefen wir dann noch. Er kam Abends, oft auch spät. Dann war es meistens Zeit, für den Dezemberjungen, ins Bett zu gehen.  So gab es im Alltag nur sehr wenig Kuschelzeit für die Männer. Wenn der Dezemberjunge schlief, war ich müde, erschöpft und hatte ein Übermaß an Nähe und Liebe gehabt. Ich wollte dann nur auf dem Sofa sitzen, reden oder Sachen für mein Studium erledigen. Und so kam irgendwann die Frage, wie lange der Dezemberjunge wohl noch bei uns im Bett schlafen würde. Eine Frage, die ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht gestellt hätte. So wie es war, war es unglaublich praktisch für mich. Nächtliches Stillen geschah nebenbei, kein langes Schreien, bis ich das Baby hörte und ich wusste immer, ob alles gut ist, konnte, bei Zweifel, schnell schauen. Warum sollte ich daran etwas ändern? 

Es dauerte eine Weile, bis ich den wahren Grund dieser Frage erkannte. Es war unser Bett, nicht nur Schlafstätte, sondern auch Ort der Nähe und Liebe. Der Herzensmann vermisste mich. Vermisste die Innigkeit, die wir vorher hatten. Vermisste die Zeit, die wir vorher hatten. Vermisste seine Partnerin. Und, auch wenn der Erwachsene in uns versteht, warum da gerade nicht so viel Platz ist, warum ich gesättigt bin und nicht noch mehr Nähe ertragen kann (hier kam auch meine Hochsensibilität ins Spiel), sind die Bedürfnisse nach Liebe und Nähe  da. Und auch ein Verlust. Die Partnerin muss nun geteilt werden. Für den Erwachsenen Verstand logisch. Doch die Gefühle werden meist von unserem inneren Kind stark beeinflusst. Das innere Kind ist durch diesen Verlust verletzt, denn es sehnt sich meistens sehr nach Liebe. Die Männer, die nun Väter werden, sind in einer Zeit groß geworden, in der Jungs abgehärtet wurden, nicht verhätschelt werden durften und so einen Mangel an Liebe mit sich tragen. Es ist nicht verwunderlich, dass wir – unser inneres Kind – in einer Liebesbeziehung auch nach dieser Liebe suchen. Die bedingungslose Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Eine tiefe Liebesbeziehung kann dieses Bedürfnis befriedigen. Kommt nun ein Baby in diese Beziehung, wird das Gleichgewicht erstmal deutlich gestört. Es braucht Zeit, bis sich die Waage wieder einpendelt. Eine Waage mit drei Waagschalen. 

Unser Wochenende 24./25. Juni

   
Samstagmorgen: es gibt Waffeln zum Frühstück. Auf der Terrasse ist es noch angenehm, doch es verspricht wieder heiß zu werden. 

Denn Vormittag verbringen wir mit den üblichen Einkäufen. 

 In der Mittagspause grillt der Dezemberjunge. Er bereitet Spieße mit Zucchini, Tomate und Mozarella vor. 

   Ich koche die erste Erdbeermarmelade des Jahres. Marmeladekochen ist ein bisschen den-Sommer-in-Gläser-füllen. Ich mag das sehr. 
 Wir verbringen den Nachmittag im Garten. Eine kleine Gartenarbeit wird erledigt. Die Kinder spielen und die Slackline wird aufgespannt. 

   Außerdem entstehen noch zwei Sitzauflagen für unsere Terrassenmauer.  
 Zum Abendbrot kann ich schon drauf sitzen. Heute gibt es Mangold-Lasagne. 

 Da es etwas viel geworden ist und wir die nächsten Tage nur wenig zu Hause essen werden, bekommen unsere Nachbarn auch noch etwas ab. 

Am Abend gibt es noch so einige Hausarbeiten zu erledigen. Wäsche aufhängen, im Garten Gießen, die Hasen versorgen und noch ein paar Essensvorbereitungen für unseren Sonntagsausflug. So wird es wieder ziemlich spät. 

Am Sonntag machen wir einen Ausflug in den Schwarzwald nach Altglashütten. Dort treffen wir uns mit Freunden. An diesem Tag bin ich im Moment und mache nur wenige Fotos.  

 Der Dezemberjunge kletter auf eine Birke, die wie ein Torbogen gewachsen ist. Am See sind wir lange. Wandern drumherum, Baden, liegen in der Sonne und Picknicken. 

   Es gibt ganz viel Gemüse, Falafel und Zucchini-Kartoffel-Puffer. Lecker! 
Am späten Nachmittag geht es Richtung Dorf, auf der Suche nach einem Eis. Wir beschließen dann, gleich Abendbrot zu essen, sonst wird es zu spät. 

 Auf dem Weg zum Auto finden wir noch Riesen-Löwenzahn. Perfekt für unsere Hasen, die Zuhause geduldig warten. 

Und wie dass so ist, haben wir auf dem Rückweg eine Vollsperrung dabei, können aber noch wenden. So machen wir noch eine kleine Heimatkunde-Tour durch den Schwarzwald. Eigentlich auch schön. Halb zehn tragen wir schlafende Kinder ins Bett, erledigen noch die wichtigen Hausarbeiten, verlinke ich noch diesen Post bei Susanne Mierau und krabbeln schnell hinterher. 

Eine schöne Woche wünsche ich Euch.