Oben Ohne

Die letzten Wochen waren geprägt von Gewittern, Stürmen und Hagelunwettern. Lange ging es an unserem Lebensort immer glimpflich ab oder es zog vorbei. Doch gestern Abend lag dann doch die Spitze des Apfelbaums auf dem Wanderweg. Weg geweht und weiter geflogen. Nicht einfach abgebrochen und abgestürzt. Und so wurde heute Morgen bei gefühltem Oktoberwetter die Kettensäge ausgepackt und alles klein gemacht und aufgeräumt. Jetzt können die Wanderer wieder ohne Hindernisse hinauf zum Hohenneuffen wandern. Wobei bei diesem Wetter wahrscheinlich nur die Hunderunden-Spaziergeher unterwegs sein werden, denn der Sommer spielt gerade verstecken.

Bald

Der Januar geht langsam aber sicher in den Februar über. Der Winter hat uns fest im Griff. Mancherorts mit Tiefschnee. An anderen Orten mit Schneeregen oder einfach nur mit Kälte und grauer Tristesse. Für unser Gemüt sind diese Monate des richtigen Winters schwer auszuhalten. Gefühlt leben wir schon seit Ewigkeiten in dieser winterlichen Tristesse. Wir sehnen uns nach dem Frühling mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen, nach Aufbruchstimmung und Neubeginn, nach Leichtigkeit und weniger Kleidungsschichten am Körper. Dieses Jahr trägt die Pandemie zu dieser Sehnsucht und der Wintermüdigkeit zusätzlich bei.

Doch wer genau hinsieht, sieht dass die Natur sich schon wieder vorbereitet. Der Jahreskreis läuft unermüdlich. Pandemie hin oder her. Die Natur macht ihr Ding. Und so sieht man schon die ersten Spitzen der Frühblüher durch die Erde blitzen, wenn der Schnee hier zwischendurch mal weg geschmolzen ist. Die Brombeeren lassen die Knospen schwellen und die Hasel wird bald mit ihrer Blüte den Vorfrühling einläuten. Und so bin ich auch schon ganz fleißig und bereite mich, wie die Natur, auf ein neues Gartenjahr vor. Der Aussaatkalender und der Anbauplan liegen bereit. Die fehlenden Pflanzensamen sind bestellt. Am fleißigsten bin ich aber bereits draußen. Denn ich möchte den Brombeeren einen Schritt voraus sein. Dieses Jahr sollen sie das Hühnergehege und andere Stellen im Garten nicht ganz so überwuchern. Und so lege ich unter dem Schnee die Brombeeren frei, grabe sie aus und hoffe, ihnen so ein bisschen Einhalt gebieten zu können. Ob das klappt, werde ich im Sommer sehen. Das Schöne an dieser eigentlich weniger schönen Arbeit ist, dass ich ganz genau hinsehen kann. Ich sehe die kleinen Veränderungen an den Knospen, die ersten Minibrennesseln an den Wurzeln und andere kleine Anzeichen dafür, dass es nicht mehr ganz so lange dauert, bis der Frühling wieder da ist. Und doch braucht es noch ein bisschen Geduld, aber hinsehen lohnt sich. Es hebt die Laune ungemein.

SonnenTag

So ein herrliches Wetter! Eigentlich zwar viel zu warm für diese Zeit im Jahr, doch ganz ehrlich, ich freu mich darüber. Denn es macht es uns leichter raus zu gehen und der Seele die nötige Portion Natur zukommen zulassen. In diesen Tagen brauchen wir davon eigentlich noch mal mehr. Und so waren wir nicht nur am Samstag sondern auch am Sonntag draußen auf unserem Lebensort. Genießen, auftanken und ein bisschen werkeln. Die Zeit wird immer weniger, durch die kürzer werdenden Tage. Das merken wir deutlich. Und so fahren wir kurz vorm Mittag raus. Es gibt wieder leckeres aus einem Topf. Diesmal Linsen, dazu eine Portion Nudeln, die wir fertig gekocht mitnehmen. Der Tisch in der Sonne, das Feuer prasselt im Herd, herrlich. Der Herzensmann baut mit den Kindern die automatische Hühnerklappe ein und ich verbrenne noch ein paar Brombeeren, vielleicht werden wir ihnen irgendwann Herr. Und dann ist die Zeit auch schon wieder um. Sonnenstrahlen gefangen haben wir bestimmt extra viele.

Zwischen Walnüssen und Äpfeln

Ja, zwischen Walnüssen und Äpfeln kann ich baden. Oder zumindest meine Tage mit ihnen verbringen. Denn ganz im Zeichen der Ernte stehen die letzten Tage und auch die kommenden werden zum Teil von ihnen bestimmt.

Am Wochenende konnten wir einen Teil unserer Äpfel zum Pressen bringen. Zweierlei Saft haben wir gemacht. Einen reinen Apfelsaft aus zwei Sorten gemischt und einen Apfel-Birnen Saft. Denn irgendwie lagen dann doch einige Birnen im Gras. Und schmecken tun sie im Saft ganz hervorragend. So zum Essen sind sie nichts. Gepresst wurde bei Freunden, die wiederum einen Freund mit einer mobilen Presse haben, der seine Presse bei ihnen im Hof aufgebaut hat. Da ist Mitarbeit gefordert (Perfekt!) und man weiß ganz genau welche Äpfel in der eigenen Safttüte drin sind (nochmal Perfekt!). Und da ich das ganze uneingeschränkt empfehlen kann mache ich hier auch gerne Werbung. Auch wenn die “Mostbar” eigentlich nur im Raum Nürnberg unterwegs ist. Aber wer weiß denn schon wer hier alles so mit liest.

Heute gab es dann noch mal eine schöne Presserei. Dies mal mit weniger Saft, dafür mit um so mehr Händen. Der Kindergarten vom Septembermädchen war bei uns auf dem Lebensort und gemeinsam haben wir Apfelsaft gepresst. Vom Apfel bis zum Saft, dass war für die kleinen sehr spannend. Hand angelegt werden musste natürlich auch. Vom Apfel aufsammeln, waschen, häckseln bis zum pressen konnten die Kinder und Erzieher alles mit machen. Und dann kam das große kosten. Da haben ganz schnell alle ihre Becher gebracht. Und der Saft hat geschmeckt! Leckerst. Denn es ist ein riesiger Unterschied, ob der Saft abgekocht wurde oder Rohköstlich ist. Und wenn mensch dann noch vorher ordentlich mit angepackt hat, ist so ein Saft sagenhaft köstlich.

Und wo bleiben da die Walnüsse bei so viel Apfel und Saft? Die liegen noch zum trocken. Teilweise fallen sie auch erst vom Baum. Und so bin ich regelmäßig dabei sie zu sammeln. Mein Sammlerherz macht Purzelbäume noch und nöcher. Was für eine Freude so schöne Walnüsse auf zulesen. Als Sammler kann Mensch auch nicht genug bekommen. Es könnten ja schlechte Zeiten kommen. Zu den zwei Stiegen auf dem Foto haben sich nun schon drei weitere gesellt. Ich glaube es ist dann doch genug. Nur der Sammler in mir ruft “Wintervorrat” und so bücke ich mich auch für die nächste und die nächste Nuss.

Ein voller Erfolg

Vier Monate sind seit meinem Beitrag über mein Kartoffelexperiment vergangen. Zwischendurch habe ich an meinem Kartoffelbeet auch nicht viel gemacht. Ein Mal habe ich Unkraut gehackt und gleichzeitig die Reihen etwas angehäufelt. Aber sonst mussten sie selber klar kommen. Zwischen durch habe ich sie noch bewundert. Klar. Denn schön sahen sie schon aus, meine Kartoffelpflanzen. Besonders als sie geblüht haben.

Gestern war es dann soweit. Die eine Hälfte des Beetes wurde geerntet. Und die 2,5 Kilogramm Kartoffeln, die ich in die Erde gelegt hatte, haben sich deutlich vermehrt. Ein 20 L Eimer ist von der Hälfte des Beetes randvoll. Auf dem Bild ist erst eine der vier Reihen geerntet. Und gegessen haben wir natürlich auch gleich davon. Es gab Kartoffelsuppe auf dem Holzherd gekocht und heute gleich noch Kartoffelpuffer mit eigenem Apfelmus. Ein Schmaus.

Und groß sind die Kartoffeln! Mein lieber Scholli. Die bis jetzt größte Kartoffel hat 500g gewogen. Da braucht man nicht viele Kartoffeln für die Kartoffelpuffer reiben und am Ende hat man trotzdem viel zu viel Teig. Naja, es waren ja nur vier Kartoffeln.

Zufrieden bin ich auf jeden Fall mit meinem diesjährigen Kartoffelexperiment und kann es nur empfehlen. Ein weiteres praktisches Beiwerk ist, dass der Giersch sich durch die Strohschicht hocharbeiten musste und so beim Kartoffelernten gut gejätet werden konnte. Die eine Hälfte des Beetes sieht jetzt also wieder richtig schick aus. Und wenn die zweite Hälfte fertig geerntet ist, säe ich noch Gründüngung ein. So liegt es nicht brach in den nächsten Monaten. Bis dann der Spargel einziehen darf.

Von Hasen und Igeln

Von Hasen und Igeln gibt es diverse Geschichten. Meistens handeln sie davon, dass der Igel klug und gewitzt ist und der Hase eher angeberisch und etwas dumm. Ob das der Wahrheit entspricht? Ich weiß nicht. Was ich aber weiß ist, dass Igel ganz schön laut rascheln und mich so bei meiner abendlichen Hühnerklappen-Schließrunde schon des Öfteren ziemlich erschreckt haben. Ja, rascheln im Dunkeln ist nicht so mein liebstes Geräusch, besonders wenn es aus der Hecke kommt. Es sind schon andere Tiere da lang geraschelt. Aber so ein Igel ist doch ganz nett. Am Anfang war er noch recht klein und putzig. Heute war er ganz schön groß. Ordentlich gewachsen über den Sommer! Aber ob es überhaupt der gleich Igel ist, den ich da gesehen habe? Woher soll ich das denn Bitte wissen. Vielleicht an der Anzahl der Stacheln? Aufgestellt hat er sie auf jeden Fall ordentlich, als der Blitz vom Handy leuchtete. Hat ihm nicht so gefallen. Hab ich verstanden und ihn dann weiter ziehen lassen.

Er muss ja Futter suchen, der Igel. Oder was treibt der sonst um diese Zeit in meinem Garten? Futter suchen musste ich heute auch. Nicht für mich. Nein, das liegt ja in Supermärkten, Gemüsemärkten und anderen Orten einfach so zuhauf rum. Suchen muss da für unsereins keiner mehr. Aber wir haben ja noch Hasen, na gut, Kaninchen. Hasen machten sich aber im Titel besser. Kaninchen, pfft, wird sich so ein echter Hase denken. Aber es wohnen zwei davon bei uns, schon länger, und für die gehe ich auf Futtersuche. Würden die das selber machen, wäre unser Garten ziemlich bald einem Schweizer Käse gleich. Also wegen der Löcher und so. Oder die Kaninchen wären nicht mehr lange bei uns. Beides nicht so toll und so übernehme in der Regel ich die Futtersuche. Der Markt ist da eine sehr beliebte Adresse, denn wo Gemüse, da gibt es auch diverse Abfälle. Doch heute war mein Hirn von der Sonne etwas weich und an das Hasenfutter (da sagt auch keiner Kaninchenfutter, tststs) hab ich erst hinterher wieder gedacht. Und so musste ich es heute wie der Igel machen, in meinem eigenen Garten nach Futtersuchen. Da stellt sich im Sommer doch recht leicht heraus, besonders wenn man solche großen wunderschönen Gewächse im Garten hat.

Die Engelwurz, ja, ganz sicher kein Riesen-Bärenklau, ich habe sie heute mehrfach angefasst und keinerlei Folgen. Die Engelwurz ist nämlich ein hervorragendes Hasen- und Kaninchenfutter, habe ich dank dem Internetz heute gelernt. Und so konnten die beiden dann mal ordentlich reinhauen. Haben sie auch. Dazu gab es dann noch Breit-und Spitzwegerich, Löwenzahn und frisches Gras. Besser kann’s einem Kaninchen doch fast nicht gehen, Oder?

Außenküche 2.0

Am Wochenende war es soweit. Eine weitere Idee, die so in meinem Hirn rum schwirrte, wurde tatsächlich umgesetzt. Viel ist in dem alten Haus ja nicht mehr vorhanden auf unserem Lebensort, aber das ein oder andere Schätzchen ist schon noch da. Zum Teil gewollt, weil wir Ideen damit hatten oder übrig geblieben, weil der Räumungstrupp keine Lust hatte es abzubauen. Zur letzteren Kategorie gehört ein alter Holzfeuerherd, der in der Küche stand. Lange stand er eher unbeachtet in seiner Ecke, eine Idee hatten wir nicht und so stand er und harrte der Dinge die da kommen sollten. Denn gut Ding will Weile haben, oder eine Idee. In dem Fall kam irgendeine Sendung über Gärten anderer Menschen, an einem Abend an dem ich zu sehr wenig in der Lage war, aber auch noch nicht ins Bett gehen wollte. Insgesamt war die Sendung nicht so interessant und mit wenig Anregung oder Neuem für mich. Aber in dieser Sendung hatte eine Familie einen Holzfeuerherd im Garten stehen, auch das nicht so spektakulär, diese Idee setzte sich jedoch bei mir fest und schwirrte nun in meinem Kopf herum. Eine Weile überlegte ich, wo ich nun so einen Herd her bekommen könnte, bis mir einfiel, das wir bereits so einen Herd haben. Manchmal ist es eben einfach zu einfach.

Ganz so einfach war es dann aber doch nicht diese Idee umzusetzen. Es mussten erst die richtigen Leute am richtigen Ort sein, denn dann geht es einfach, schwupp di wupp, an einem schönen Sonntag Nachmittag. Wahrscheinlich werden die fleißigen Träger nicht behaupten, dass es schwupp di wupp war, so ein Ofen hat durchaus ein beachtliches Gewicht. Doch nun steht er da, neben dem Waschbecken und komplettiert unsere Außenküche. Kaffee und Teewasser wurde auch schon darauf gekocht und ich freu mich schon darauf die nächsten Mahlzeiten zu zu bereiten. Ich spekulier ja auch auf eine reiche Pflaumenernte aus unserer Pflaumenhecke, dann koch ich Pflaumenmus auf dem Holzfeuerherd. Das klingt lecker.

Garten Neustart

Vor gut einer Woche hatte ich meine „Die-Schnecken-haben-mir-alles-weg-gefressen“ Depression überwunden. Nebenbei auch fest gestellt, dass im Juni noch so viel ausgesät werden kann, oder eben nochmal. Und das deswegen noch gar nichts richtig verloren waren. Und so legte ich direkt los. Ich säte Mangold und Rote Beete nach, genauso wie die Buschbohnen. Stangenbohnen hatte ich mir schon vorher im Gewächshaus vorgezogen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass das sinnvoll ist. Diese durften vor einer Woche auch schon raus und dazu gab es Schneckenkorn von Neudorf. Tja liebe Schnecken. Dies mal war ich gewappnet. Und heute hab ich mich sehr gefreut, dass ich die ersten Keimblätter entdeckt habe. Auch das Gewächshaus bereitet mir große Freude. Drei Gurken konnten wir letzte Woche schon ernten und die erste Tomate wird rot. Und es gibt noch so viel mehr worüber ich mich in unserem Garten so freue.

Und dann haben wir heute noch etwas besonderes entdeckt. Eine kurze Wartezeit im Auto kann ein ganz schön großes Glück sein. Besonders wenn, wie heute, die Wolken nur so über den Himmel rasen. Nicht nur wilde Tiere könnten wir sehen. Nein, auch Regenbogenwolken. Ein Dachfenster, ist da natürlich auch von Vorteil.

Ende der Besuchszeit

Am Montag war es so weit. Die Schule ging wieder los. Für uns alle hieß das zeitig aufstehen. Naja, zumindest drei von uns. Das Septembermädchen konnte ausschlafen, denn sie hatte keinen Kindergarten. Der ist ja momentan nur zweiwöchig. So wie die Schule auch. Doch nicht nur der Dezemberjunge durfte wieder in die Schule, auch die Schafe sollten ihre pädagogische Arbeit wieder aufnehmen. Und so wurden am Montag Nachmittag die Schafe eingeladen. Nun ist es wieder leer auf unserer Wiese.

Perfekt auf gerollt, beim Schafszaun durchaus eine kleine Wissenschaft

Da das Wetter nach dem Zaun abbauen nicht so toll war und wir aber noch ein bisschen Auslauf brauchten, drehten wir noch eine Runde. Vorbei am Teich und am Spielplatz. Irgendwann beim Wettschaukeln fing es dann wieder an zu regnen. Und während ich so wartete und nass wurde, wollte ich dann doch langsam wieder Richtung Auto gehen. Als ich die Kinder bat nun langsam aus zu schaukeln, da es nun doch doller regnet, meinte das Septembermädchen, auf der Schaukel unterm Baum, es nieselt dich nur. Jaja.

Und dann gibt es nach wie vor die all gegenwärtigen Schnecken. An ein paar Stellen gibt es nun Ferromol. Den Pflanzen tut es durch aus gut. Selbst die Dahlien strecken ihre Spitzen wieder aus der Erde und werden nicht direkt weg gefressen. Mal sehen.

Knoblauch grün schmeckt auch

Mein Kartoffelexperiment

Schon lange wünsche ich mir Spargel aus dem eigenen Garten. Da Spargel eine Dauerkultur ist und bis zu 15 Jahre stehen bleiben kann habe ich die Idee noch nie umgesetzt. Bis her hatte ich nicht das Gefühl lange genug in unserer Wohnung wohnen zu wollen. Nun werden es bald zehn Jahre. Tja, Leben. Doch nun mit unserem Lebensort habe ich nicht nur die Möglichkeit – genug Platz – sondern auch den inneren Plan, die nächsten 15 gerne auch mehr Jahre dort zu wohnen. Und so rückte der Spargelwunsch wieder in den Vordergrund. Gleichzeitig nahm Corona die letzten Wochen so seinen Lauf und irgendwann brauchte ich mal ein bisschen Aufheiterung und gönnte mit zwei schöne Gartenzeitschriften. Was für ein Zufall, das gerade in einer der beiden der Spargelanbau detailliert beschrieben war. Klar war, dieses Jahr wird das nichts mehr. Zum einen des Zeitpunktes wegen und zum anderen ist ein lockeres Beet für die Spargelanpflanzung durch aus von Vorteil. Das hat unser Lebensort noch nicht zu bieten. Denn eigentlich ist alles Wiese und das seit langem.

Und so kam mir ein anderes Experiment in den Sinn. Irgendwann bin ich mal in den Weiten des Internets über eine Möglichkeit der Beetvorbereitung ohne umgraben gestoßen und diese wurde dann noch mit Kartoffeln kombiniert. Perfekt. Probier ich das doch gleich dieses Jahr aus und hab dann hoffentlich im nächsten Frühjahr ein schön vorbereitetes Beet für meinen Spargel.

Im Keller hatten sich ein paar Kartoffeln selbständig gemacht und beschlossen nicht direkt zu Nahrungszwecken verwendet zu werden. Diese hab ich dann kurzer Hand als Saatkartoffeln verwendet. Doch nun zur Umsetzung der Idee. Ich habe zu erst mit einem Spaten das Beet abgestochen. So habe ich die Grasnarbe von einander getrennt und hoffentlich fröhliches weiter durch wachsen etwas erschwert. Dann würde das hohe (!) Gras platt getreten. Der Dezemberjunge hat mir dabei ganz hervorragend geholfen. Nun die Kartoffeln in Reihen drauflegen. Hm, dachte ich mir so. Ich mach den mal noch kleine Löcher in die Erde. Das sah dann so aus.

Der Dezemberjunge hat auch ein Großteil der Bilder gemacht. Irgendwann kam er zu mir und sagte „Mama ich hab jetzt jede Kartoffel fotografiert.“ Ja, das hab ich auf meinem Handy gesehen. Doch nun weiter in der Vorbereitung. Denn so kam man das ja nicht lassen. Nun kommt ordentlich Mulch drauf. Stroh, Heu was auch immer zur Verfügung steht. Und das Ordentlich. Bei uns gab es noch jede Menge Stroh, die sich dort ganz hervorragend vertat. Denn es gab Stroh….

Die erste Schubkarre Erde von vielen.

Und ganz zum Schluss habe ich die Strohschicht noch mit Erde abgedeckt. Mit vielen Schubkarren voll Erde. Auch die ist gerade da, von einer anderen Baustelle. Unserer ersten Terrasse, die wir in die Nähe der Feuerstelle bauen wollen. Und bevor wir dort ein schönes Mosaik aus diversen vorhandenen Steinen legen können, muss Schotter hin und davor, Sie ahnen es, die Erde raus. Dieses Projekt wird noch etwas dauern, aber bis zur nächsten großen Gartenparty dauert es auch noch. Ich hoffe berichten zu können, dass die Terrasse vorher fertig ist. Aber das werden wir dann sehen.

Am Ende sieht unser „Kartoffelbeet“ also aus wie ein Mulchbeet mit einer Schicht Erde drauf. Und gerade habe ich festgestellt, das ich davon gar kein Foto habe. Tja, dann ohne. Wie viel wir dann ernten werden, werden wir auch sehen und ob da dann wirklich ein schönes Beet entstanden ist auch. Nun darf es erst mal kräftig regnen.