Unser Wochenende 8./9. April

Mein Wochenende ist kontrastreich. Am Samstag war viel los. Ein Termin nachdem anderen. Dafür war der Sontag dann unverhofft ruhig und sehr lange kinderfrei.    Am Samstag wacht das Septembermädchen wie immer kurz vor sechs auf. Immerhin kann ich sie zum kuscheln überreden und wir stehen eine drei viertel Stunde später auf und es gibt Müsli. Später machen wir noch ein Rührei zum Frühstück. Mehr gibt es nicht, denn wir sind zum Geburtstagsbrunch in Stuttgart eingeladen. Während sich der Rest der Familie anzieht, behandle ich dieses Brett noch mit Öl.  

 Auf dem Weg zum Café Poffers erfahre ich, dass an diesem Morgen mein französischer Neffe das Licht der Welt erblickt hat. Wie schön! Der Dezemberjunge freut sich auch sehr, er hatte in den letzten Tagen schon nach gefragt. Im Café ist dann viel los und es ist sehr laut. Gestern habe ich etwas darüber geschrieben. 

  Das Essen ist sehr lecker und nach den Poffers und Bircher Müsli sind wir alle sehr satt. 
 Nach dem Brunch und einem kurzen Zwischenstopp bei einer Bekannten um eine Lampe abzugeben, schaue ich im Kinderhaus vorbei. Dort wird fleißig gewerkelt, denn es ist Garteneinsatz. Alle Arbeiten sind schon getan. Ich helfe noch beim Aufräumen und Quatschen.   

 Zu Hause hat die Familie sich etwas ausgeruht. Noch einen kleinen Snack und dann geht es schon wieder weiter zu einer Grilleinladung. 

 Die Kinder helfen beim Feuer machen, spielen auf dem Schaukel-Rutsch-Turm oder lassen sich durch den Garten ziehen. 

   Am Sonntag wache ich mit Halsschmerzen, Kopfschmerzen und verstopfter Nase auf. So kann ich wohl nicht klettern gehen. Der Rest der Familie schon. Und so habe ich heute einen Tag für mich. Und wie das so ist mache ich Wäsche. 
 Bereite die Kinderzimmerwand zum Streichen vor. 

   Entdecke dabei an interessanten Orten abgestellte Gläser voll mit Rosinen. 
 Mache noch mehr Wäsche. 

   Und streiche die Wand. 
 Aber ich genieße auch die Sonne in der Hängematte mit einem guten Buch.  

 Und repariere die getrockneten Hosen. 

   Dann kommt die Familie wieder. Das Septembermädchen ist völlig erledigt. Der Dezemberjunge geht zu Nachbars spielen. 
 Und ich drehe noch eine Stunde durch den Garten, gieße ein bisschen, jäte Unkraut und freue mich am Frühling. 

  Beim Abendbrotessen trinkt der Herzensmann ein Bier. Wie immer möchte das Septembermädchen riechen. Ihr Kommentar diesmal: „riecht nach Kacka“ naja, schmecken tut es gut. 

 
Dann bekommt der Dezemberjunge noch eine Sommerfrisur. Denn die Haare hängen schon in den Augen. 

Nach Baden und Gute Nacht Geschichte dauert es dann eine ganze Weile bis das Septembermädchen zu Ruhe kommt. Nach so einem späten Schläfchen verständlich.

Und für mich heißt es nun noch etwas pflegen und dann auch ins Bett. Hoffentlich sind dann die Halsschmerzen schnell wieder weg. Diese Woche ist schließlich unser Karfreitagskonzert und zwei mal Probe. Da sollte ich fit sein. 

Euch allen wünsche ich eine wunderschöne Frühlingswoche. Mehr Wochenenden zum Schmöckern gibt es wie immer hier

 

Unser Wochenende 7./8. Januar

Unser letzte Ferienwochenende. Morgen geht es wieder los und wir müssen uns an den Alltag gewöhnen. Das Wochenende war noch mal ein schöner Abschluss mit Besuch und Klettern.  Der Samstag startet mit einer Massage für den Herzensmann.  

 Nach dem Frühstück teilen wir uns auf und erledigen den Wocheneinkauf. Die Straßen sind teilweise weiss, aber nicht vom Schnee. Mich stört jeden Winter das viele Salz auf den Wegen. 

   Ich bin als Erste wieder zu Hause und kümmere mich um etwas Haushalt. 
 Und fange an die Weihnachtsbücher und -sachen weg zuräumen. Ich sehne mich nach Ordnung. 

   Gemeinsam mit dem kleinen Mann wird der Weihnahtsbaum abgeschmückt. Am Abend wandert er dann hinaus auf die Terrasse. 
 Dann geht es zu lieben Herzensmenschen zu Besuch. Erst eine Runde hinterm Haus rodeln. 

   Und dann ganz lange gemütlich quatschen, während die Kinder wie selbstverständlich mit einander spielen. Was gar nicht selbstverständlich ist und wir sehr genießen. 
 Spät geht es wieder zurück. Bis zum Auto kann auf dem Schlitten gefahren werden.  

 Die Kinder sind noch ziemlich aufgeweckt, die Müdigkeit sieht dann doch. Der Herzensmann und ich machen noch etwas Sport und dann gibt es leckeres Resteessen. 

   Am Sonntag muss ich nach dem Frühstück noch ein bisschen Räumen und es entsteht ein kleiner Wintertisch. 
 Der Kristall passt wunderbar dazu. Er glitzert und funkelt wie der Schnee draußen. 

   Dann gehen wir klettern. Wir treffen Freunde und sind danach ganz schön knülle. 
 Zwischendurch gibt es Mittagessen. Der Herzensmann hat wieder eine leckere Fritata in der Wintervariante mit Möhren und Schwarzwurzeln gezaubert.  

 Wieder zu Hause entdecken wir Spüren im Schnee. 

  Es gibt einen Obstteller und skypen mit Omama und Opapa. Dann dürfen die Kinder den Kletterdreck in der Badewanne lassen. 

Nach dem Abendbrot unser Ferien-ins-Bett-bring-Kuddelmuddel und dann ist es ruhig. Viel passiert hier nicht mehr. 

Euch allen einen guten Start in die neue Woche. Und wer mag schaut bei Geborgen Wachsen noch weitere Familienwochenenden an. 

Unser Wochenende 17./18. September

Gegen sieben stehe ich mit dem Septembermädchen das erste Mal auf. Sie hat Hunger und muss aufs Klo. Nach dem beide Kinder eine Banane gegessen und auf dem Klo gesessen haben, kuscheln wir uns wieder ins Bett. Ich schlafe noch einmal richtig ein und wache erst um zehn wieder auf. Der Herzensmann und die Kinder sind natürlich schon in der Küche unterwegs. Und dann holt sich das Septembermädchen eine ordentliche Beule an der Stirn.  

 Heute ist alles noch etwas langsam und wir kommen um 12 aus dem Haus um zum Markt zu gehen.   
 Auf dem Markt hilft das Septembermädchen beim Verkaufen unseres Einkaufs. Danach wird noch ein bisschen im Brunnen gespielt.   
 Nach dem Mittagessen gibt es eine lange Pause mit Geschichten lesen für den kleinen Mann. Das Septembermädchen schläft bis halb vier. Dann gibt es Kaffee trinken mit Obst und Keksen und Milchschaum in Espressotassen. 

    Noch ein bisschen Bewegung für alle. Ein kleiner Spaziergang mit Laufrad Fahrrad fahren üben. 
    Der kleine Mann mag lieber den Fahrradhänger schieben, statt Fahrrad fahren. Auch okay. 
 Unterwegs entdecken wir Hunde und Pferde.  Wieder zu Hause möchte der kleine Mann direkt ins Bett gehen. Er isst noch eine Banane und schläft dann schnell ein. Ich ahne, dass er sich die letzten zwei Tage etwas erkältet hat.  
 Das Septembermädchen spielt noch etwas und geht dann auch ins Bett. Als sie endlich schläft, schauen wir noch den Film „der geilste Tag“.   
Am Sonntag bin dann ich dran mit etwas eher aufstehen. Die Kinder haben sich mit Bananen schon mal selber versorgt. Das Anziehen klappt jedoch noch nicht alleine (auch wenn sie es könnten) und so sind beide dann etwas kühl. Nachdem beide warm eingekuschelt sind, gibt es Frühstück und ich bereite Humus vor.  

 Der Herzensmann ist nun auch aufgestanden. Wir haben bereits am Samstag mit Freunden ein Treffen in der Boulderhalle Café Kraft ausgemacht. Das Wetter gibt uns Recht. 

   Der Herzensmann zeigt seine Kletterkünste in einer seiner Lieblingsrouten. Ich versuche mich dann auch und bin stolz, dass ich die Hälfte der Route schaffe.  
 Gegen zwei fahren wir dann mit sehr müden Kindern wieder nach Hause. Das Septembermädchen schläft im Auto ein. Der kleine Mann macht eine Mittagspause mit dem Herzensmann. Ich nutze die Ruhe um ein bisschen zu stricken.  

 Den Rest des Nachmittags vertrödeln wir mit Buch lesen, Musik hören und Duplo bauen. Außerdem besuchen wir noch kurz unsere Vermieterin, eine 90-jährige bettlägerige alte Dame, die im gleichen Haus wohnt. Dann ist es auch schon Zeit für das Abendbrot.  

 Der kleine Mann ist schon ziemlich müde. Er ist sehr erkältet und schnieft die ganze Zeit. Wir lesen noch eine Gute Nacht Geschichte und dann schläft er wieder schnell ein.  

 Das Septembermädchen braucht wie immer eine Weile um zur Ruhe zukommen. Nun genießen der Herzensmann und ich noch ein bisschen den Sonntagabend. 

Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche. Weitere Wochenenden wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen

Unser Wochenende 3./4. September

Am Samstag stehe ich zeitig mit dem Septembermädchen auf. Sie wacht gerade immer schon vor sechs auf und möchte dann am liebsten direkt frühstücken. Manchmal können wir sie noch ein bisschen im Bett halten. So essen wir in unserer Chaosküche gemeinsam Marmeladenbrot. Halb acht kommt der kleine Mann dann auch dazu. Der Tag steht im Zeichen des Garteneinsatzes im Kinderhaus. Ich mache mich mit Garten- und Astschere und dem Septembermädchen auf den Weg. Die Männer erledigen noch die Einkäufe.  

 Neben Unkraut jäten, Rasen mähen und Trampolin reparieren werden auch die Bänke und der arisch wieder neu gestrichen.    

Das Trampolin kann dann von den anwesenden Kindern direkt eingeweiht werden. 

 Gegen halb drei sind wir dann zu Hause. Zum Kaffeetrinken machen wir frischen Applecrumble.    

Der lauwarm mit Vanilleeis ganz schnell weg geputzt wird. 

 Am Nachmittag geht es zum zweiten Anstrich noch mal ins Kinderhaus. So sieht das Endergebnis aus. Wir sind zufrieden.    

Während wir Abendbrot vorbereiten, experimentiert das Septembermädchen mit Wasser. Hin und her schützen ist gerade ihre Lieblingsbeschäftigung. 

 Zum Abendbrot gibt es Tortillas. Die Kinder essen die Zutaten lieber getrennt. Spät gehen die Kinder ins Bett und auch wir sind sehr müde. 

Am Sonntag geht es wieder früh los. Dies Mal bleib ich etwas länger liegen. Kurz vor acht stehe ich auch auf. Die Kinder und der Herzensmann wollen gerne Fallschirmspringen fahren. Als wir schon im Auto sitzen stellt sich heraus, dass heute kein Sprungbetrieb ist. So packen wir schnell das Auto um und fahren in die Boulderhalle „Café Kraft“.  

 Das Septembermädchen ist durch das zeitige Aufstehen so müde, dass sie im Auto einschläft. So stiefeln die Männer schon mal rein und ich warte bei ihr.   

Während ich warte sinniere ich über dieses Zitat nach.    

Der kleine Mann ist inzwischen so sicher beim Klettern. Er stiefelt nur so die Wände hoch. Durch die „geringe“ Höhe (im Vergleich zur Kletterhalle) hat er keinerlei Angst. 

 Nach einem langen Klettertag kommt uns auch noch der Patenonkel besuchen. Er leiht sich unser Zelt aus. Gemeinsam wird im Garten Verstecken gespielt. 

   
Auch das Septembermädchen spielt mit und zählt „Vier. Sechs. Neun. Domme!“

Dann gibt es Abendessen und eine dringend benötigte Grundreinigung der Kinder. Schnell sind beide eingeschlafen. 

 Für mich endet der Tag mit etwas Limonade und einem Strang Wolle, der noch auf gerollt werden möchte. Der Herbst kündigt sich an. Ein neuer Pullover darf entstehen. 

Euch allen einen guten Start in die neue Woche. Weitere Wochenenden zum Stöbern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen

Unser Wochenende 6./7. August

Samstag machen wir einen Rad-Ausflug. Wir vermissen das Radfahren von unserem Urlaub (Teil 1, Teil 2, Teil 3) und daher gibt es eine Radtour. Wir fahren mit dem Zug die drei Stationen mit der Regionalbahn nach Tübingen.    

    
In Tübingen schauen wir uns natürlich erstmal um und sind begeistert. Eine wunderbare Stadt. Wir schauen auch im „Leguano -Der Barfußladen“ vorbei. Ich möchte die Schuhe auch gerne mal anprobieren. Für den Herzensmann gibt es ein neues Paar Schuhe.  

  

Auch ich bin „barfuß“ unterwegs und genieße es sehr. Auf dem Weg durch die Stadt und auf der Suche nach leckerem Mittag, finden wir den Sandhaufen vor dem Stadtmuseum.  

    
Zum Mittag gib es leckere Falafel. 

 Das Highlight der Kinder: ein Drehleiterauto der Feuerwehr kommt durch die schmale Gasse vorbei.  

 
Zum Nachtisch gibt es Eis und dann geht es hoch zum Schloss.    

  Nach dem wir uns alles genau angesehen hatten, schwangen wir uns auf die Räder und radeln die 30 km nach Hause am Neckar entlang. 

  
Zum Abendbrot probieren wir unser neues Küchengerät aus und Essen Gemüse-Nudeln. Als dann Ruhe eingekehrt ist, schauen wir noch den Film „Erbsen auf halb 6“. 

Am Sonntag geht es langsam los. Wir kuscheln lange im Bett. Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse, bereiten wir alles für unsern Kletterausflug vor. Eigentlich wollten wir in den Kletterpark Stetten. Dieser war jedoch am Nachmittag geschlossen, so fuhren wir in die Kletterhalle auf der Waldau in Stuttgart.  

    
Die Kinder spielen lange und zufrieden auf dem Spielplatz und wir können in Ruhe klettern. 

 Mittagspause für das Septembermädchen. Sie schlief ganz wunderbar.    

Danach ist sie auch wieder fit für eigene Kletterabenteuer. An der Wand mag sie aber noch nicht. Mit dem Seil ist es ihr noch ungeheuer. So war es auch beim kleinen Mann. 

 Im „Kinderabteil“ gefällt es den beiden am Besten.   

Nach 17:00 Uhr sind wir wieder zu Hause. Ich koche noch eine große Schüssel Apfelmus. Nach dem Abendbrot geht es schnell und müde ins Bett. 

Euch allen einen guten Start in die neue Woche. 

Weitere Wochenenden gibt es wie jede Woche bei Susanne von Geborgen Wachsen

Unser Wochenende 16./17. April

Der Samstag startet zwischen sechs und sieben. Während das Septembermädchen nach zwei Bananen im Bett wieder einschläft, ist der kleine Mann Putz munter. Wir kuscheln uns noch ein bisschen in sein Bett und lesen verschiedene Bücher. Als er anfängt mich zu ärgern, stehe ich auf und lese ein bisschen im Wohnzimmer. Der kleine Mann kommt dazu und spielt. Nach acht höre ich das Geräusch von Stühlen, die durch die Küche geschoben werden. Das Septembermädchen ist also aufgewacht. Wir machen uns auf zum Bäcker, denn ich habe mal wieder Lust auf Brötchen zum Frühstück. Bei starkem Regen gehen wir hin und her. Ich freue mich mit beiden Kindern an der Hand die Straße hinunter zu laufen. Ich erinnere mich, wie das mit dem kleinen Mann alleine war und genieße das Gefühl nun mit zweien. Ich freue mich immer wieder daran, wie groß unser Septembermädchen schon ist. 

Nach dem Früstück machen der Herzensmann und ich die Einkaufsliste, dann ziehe ich mit dem Septembermädchen los. Der kleine Mann ist ganz begeistert, dass er mit Papa alleine bleibt, so kann er mit ihm Lego bauen.  

Auf dem Rückweg vom Markt schläft das Septembermädchen wie geplant ein und ich pflücke noch in aller Ruhe Brennesselspitzen für das Mittagessen.

  Zum Mittag gab es Brennesselschmarrn, ein Rezept aus meinem Wald-und Wiesen-Kochbuch.  

Die Kinder fanden es auch lecker, bauten dann aber lieber Pilze aus ihrem Geschirr.  

Danach gab es eine Mittagspause für den Herzensmann. Die Kinder spielten und machten Quatsch. Ich las gemütlich noch ein bisschen in meinem aktuellen Buch.  

Am Nachmittag machten wir dann noch einen kleinen Ausflug zu den Bürgerseen.  

  

  

  

Mitgebracht habe ich auch noch etwas aus dem Wald. Eine große Tüte Bärlauch wanderte in unsere Küche. Ein Teil davon wurde direkt verarbeitet zu einem Bärlauch-Faltbrot.  

   
Der Sonntag beginnt für mich ruhig. Ich darf ausschlafen. Halb neun stehe ich dann entspannt auf. Der Herzensmann und die Kinder haben schon fertig gefrühstückt und bereiten schon alles für unseren Ausflug vor. Als ich frühstücke habe ich immer kleine offene Münder vor mir stehen. Nach dem Frühstück meint der kleine Mann „Hier sieht’s aus wie Sau. Ich muss mal staubsaugen.“ Kein Problem. Solchen Tatendrang unterstütze ich sehr gerne.  
 

Am späten Vormittag starten wir zu unserem Ausflug. Wir testen eine neue Kletterhalle auf unsere Familientauglichkeit. Dort sind wir zu dem mit Freunden verabredet, so dass wir auch wirklich mal wieder zum Klettern kommen.  

    
Der Herzensmann testet mit dem Freund den Klettersteig in der Halle. Leider ist er nicht für die großen Freundeskinder geeignet. 

 Auch ich klettere mal wieder mit Seil. Das letzte Mal war schon eine Weile her und ich bin erstaunt, wie frei mein Kopf ist. So frei war er noch nie. Doch Bouldern macht mir auch viel Spaß. Irgendwie genau mein Ding. 

Am Nachmittag ging es dann mit zwei müden Kindern zurück. Beide machten im Auto ein kurzes Schläfchen. Zu Hause gab es dann nur noch Abendessen und Baden. Für uns Erwachsene noch eine Runde faul auf dem Sofa sitzen, nach dem das Septembermädchen endlich eingeschlafen war. 

Das war unser Wochenende. Nun heißt es schlafen und einen guten Start in die Woche. Weitere Wochenenden gibt es wieder bei Susanne von Geborgen Wachsen. 

Sonntagsausflug

Heute waren wir mal wieder Klettern. Nicht wie sonst mit Freunden in der Kletterhalle auf der Waldau in Stuttgart, sondern im Café Kraft in Stuttgart-Vaihingen. Das ist eine schöne große Boulderhalle. Auf zwei Etagen kann gebouldert werden was das Zeug hält und die Arme hergeben. Auch für die Kinder ist ein kleiner Extrabereich dabei. Perfekt! Wir können also wieder klettern äh bouldern ohne auf Freunde angewiesen zu sein, die dann auch ab und an mal ein Auge auf die Kinder haben können. 

Da der Herzensmann seit ein paar Wochen mit einem Freund nach der Arbeit klettern geht, hat er mir gleich mal gezeigt was da so geht. Ich starte dann mal etwas langsamer und komm erstmal wieder in Form. Der kleine Mann ist auch schon fleißig geklettert. Aber bei den ganzen kletternden Kindern macht man einfach mit. 

Und für alle die jetzt denken: Bouldern? Das ist Klettern ohne Gurt und Seil und deswegen in nicht ganz so hohen Höhen und auf richtig schönen dicken Matten. 

   
Die Aufbewahrungskisten für Rucksack, Schuhe und so Kram eignen sich auch für Kinder. Oder zum Lokomotive spielen. 

Hoch hinaus

Es ist kein Geheimnis: wir klettern gerne. Aber mit Sicherung. Das sieht das Septembermädchen ganz anders. Also erst mal den Stuhl an die richtige Stelle schieben und dann hoch. Da oben gibt’s viel spannendere Sachen als unten. Klappt ganz prächtig. Nur ich bekomme mal kurz einen mittleren Herzstillstand, als ich wieder in die Küche komme. 

 
Das war dann heute auch nicht das letzte Mal. Macht ja Spaß. Als ich kurz den kleinen Mann tröste, weil er vor lauter Hampelei hin gefallen war, klettert das Septembermädchen wieder. Diesmal in ihren Stuhl. Ich dacht ich seh nicht richtig. Sitzt sie plötzlich in ihrem Stuhl. Und ich frag mich wie sie da hin gekommen war. Na ganz einfach: auf den Tripptrapp des Bruders, über Tisch oder Lehne in ihren Stuhl. Ganz einfach und auch nicht gefährlich. Also stellt man sich noch kurz in den Stuhl. Muss ja kurz mal präsentiert was man alles kann. Und ich frage mich ob es ein Sicherungssystem für dieses Kind gibt.

Bild des Tages: Ansporn 

 

„Wie komme ich da jetzt hoch?“

 
Viele Worte braucht es nicht zu diesem Bild. Lange dauert es nicht mehr, dann hängen da oben zwei kleine Äffchen rum. Naja, vielleicht doch noch ein Jahr. Hoffe ich. Die Vertikale ist für das Septembermädchen auf jeden Fall sehr spannend. Besser als Sand oder was es auf Spielplätzen noch so zu finden gibt. Kippen – also Zigarettenstummel – zum Beispiel, aber das ist ein anderes Thema. 

Familienhobby

Ein Hobby zu haben ist eine tolle Sache. Es bietet Ausgleich vom Alltag, Zeit für sich und man kann einfach mal auftanken. Der Kopf wird wieder frei. Anspannung kann sich lösen, da der Stress für kleine Momente vergessen wird. Nur der Moment zählt. So ist es zu mindest bei mir. Ich kann bei meinem Hobby sehr gut abschalten. 

Mit Familie und besonders kleinen Kindern ist das mit den Hobbys so eine Sache. Nicht nur Vereinbarkeitsprobleme mit Familie und Beruf werden junge Familien feststellen, sondern auch die Vereinbarkeit von Hobby und Familie ist manchmal ein Problem. Hobbys die nur allein durchgeführt werden können und den ganzen Tag an Zeit brauchen sind nicht wirklich familienfreundlich. Doch alles aufgeben möchte man auch nicht. Wir haben jetzt ein Hobby wieder entdeckt. Also ein neues altes Hobby. Ein Familienhobby. 

Klettern. 

Es scheint auf den ersten Blick nicht gleich das familienfreundlichste Hobby zu sein. Denn nur für eine Stunde lohnt es nicht irgendwo hin zufahren. Die wenigsten haben Kletterfelsen im Garten oder eine Kletterhalle in der Nachbarschaft. Und doch hat es sich in den letzten Wochen als ein tolles Hobby heraus gestellt. Denn es haben alle etwas davon. So waren wir inzwischen das dritte Mal. Langsam kehrt der Mut und die Technik zurück. Ich habe mir heute schon mehr getraut als in den Zeiten als wir regelmäßig klettern gingen. 

In der Halle kann der kleine Mann auch nicht wirklich verloren gehen. Er kann ein bisschen an der Kinderwand (wie er es selber nennt) klettern, auf der Strickleiter schaukeln und guckt sich ansonsten gerne alles an. Zu entdecken und zu sehen gibt es mehr als genug. Bei schönem Wetter gibt es noch einen Spielplatz zum Austoben. Langeweile kommt da keine auf. Hinzu kommt, dass wir nicht alleine als Familie gehen. Denn trotz der vielen „Attraktionen“ für den kleinen Mann muss einer ein Auge auf ihn haben. Zu schnell macht er mal eine Dummheit oder rennt unter Kletternden durch. So treffen wir uns mit Freunden oder gehen mit Besuch. Noch ein toller Nebeneffekt: Soziale Kontakte auch für uns. 

Und wir können endlich wieder klettern. Unsere Grenzen testen, ausreizen und erweitern. Die kleinen Siege auskosten. Etwas für den Körper tun. Und auch für den Geist. Denn klettern ist Kopfsache. Ja man klettert besser mit ein paar Muskeln hier und da. Aber viel kommt vom Kopf. Konzentration, Vertrauen und Ruhe bewahren. Und dann merkt man, dass für einen kurzen Moment nur diese eine Route wichtig war. Nur die nächste Bewegung. Der nächste Griff. Der nächste Tritt. Die Geräusche drum herum werden weniger. Die Muskeln spannen sich. Wieder ein Stück weiter oben. Stück für Stück. Geschafft. Für diesen kurzen Moment war alles andere egal. Kinder, Studium und was noch alles ist. Egal. Nur ich. 

Die Glückshormone überfluten einen, hat man die Route geschafft. Glückselig kommt man wieder nach unten. Balsam für die Seele. Dann strahlt man die Kinder an. Glücklich. 

Alle.