Licht und Schatten

Die Morgensonne spiegelt sich in den Fenstern der gegenüber liegenden Berufsschule. Wenn ich mich weit genug aus dem Fenster lehne, sehe ich einen rosa Himmel. Ich freue mich über jedes Licht. Die Tage sind oft genug trüb. Besonders da ich immer noch hustend und erschöpft auf dem Sofa liege, als anders wo. Doch langsam, ganz langsam geht es aufwärts. Das Blutbild zeigt, dass eigentlich alles in Ordnung ist. So braucht es nur Zeit. Doch das fällt mir schwer. Auch am Nachmittag schafft es die Sonne durch die Wolken. Ich sitze auf dem Sofa und werde plötzlich geblendet. So entstehen die Schattenspiele an der Wand. Jedes Mal anders. Immer wieder schön. Ich genieße diese kleinen Momente und sauge sie tief in mich ein. Am Abend gehe ich die Hühner einsperren und die Hasen versorgen. Der Mond strahlt hell und klar. Kalt wird die Nacht. Doch auch er spendet Energie. Kurz bewundere ich ihn. Am Montag soll es ja noch ein Vollmondspektakel geben. Wir sind schon gespannt, ob wir es sehen können. Ein bisschen Frühlingslicht hole ich nun schon in die Wohnung. Die Töpfe aus dem Schuppen stehen nun etwas hübsch gemacht auf dem Fensterbrett am Esstisch. Noch sieht man nur das Heu. Eigentlich wollte ich es mit Moos dekorieren, doch die Hühner erweisen sich als weltbeste Vertikutierer. So ist vom Moos kaum noch etwas übrig in unserem Garten. Die Kinder haben natürlich gleich gefragt, was das nun sei. Wenn man genau hin sieht, kann man die ersten grünen Spitzen entdecken. Ich bin gespannt wie lange es dauern wird und welche Frühlingsblüher sich dort zeigen. Bei zwei Töpfen bin ich mir sicher. Doch der Eine darf uns überraschen.

Eiseskälte

Kalt ist es. Wunderschön kalt. Und irgendwie fühlt sich auch alles andere etwas erstarrt an. Der Dezemberjunge hatte von Freitag bis Sonntag Fieber. Nun hängt er noch etwas schlapp mit verstopfter Nase in der Wohnung rum. Das Septembermädchen bleibt auch einfach zu Hause. Ich habe keine Lust auf Theater und Fahrrad fahren und so. 

Unser Hühnerstall kommt auch nicht voran. Eingefroren auch er. Ich warte auf wärmere Temperaturen. Bevor es weiter geht muss die eine Seite gestrichen werden, damit wir den Stall an seine endgültige Position stellen können. Sonst wird er wahrscheinlich zu schwer. Dabei hatte ich gehofft am kommenden Samstag zu einem Kleintiermarkt zu fahren. Vielleicht machen wir das trotzdem? Mal sehen. 

Jetzt packen wir uns erstmal alle warm ein und stecken die Nase raus. Die Kinder hauen sich zwischen durch die Köpfe ein. Lagerkoller. Vielleicht hilft ein bisschen frische Luft.  

 

Wochenendschnipsel

Das Wochenende beginnt bereits am Freitagabend. Der Herzensmann steht vor dem Abendbrot vor der Tür. Welche Freude! Wir machen ein leckeres Abendbrot.  

 
Der Samstagvormittag wird mit Haushalt und Einkaufen verbracht. Der kleine Mann gewinnt regelmäßig beim Memory.

Hosentaschenfunde

   

Der Herzensmann verbringt ab Mittag den Tag in Stuttgart. Ich fahre mit den Kindern zur Lieblingsfreundin des kleinen Mannes. Während wir dort sind schläft das Septembermädchen im Auto. Auf dem Rückweg schläft dann der kleine Mann ein.  

Irgendwo entdecke ich den ersten Flieder. Ich freue mich und bin überrascht. Es ist doch noch April.    

Der Sonntag beginnt mit selbstgebackenen Brötchen und vorher gefuttertem Obst.  

   
Recht bald hieß es dann für mich ins Bett gehen. Das Septembermädchen bekam Fieber und schlief nur auf mir ruhig. So verbrachte ich den Tag im Bett.  Irgendwann stellte ich fest, das ihr Rotz aus dem Ohr läuft. Mittelohrentzündung. Brauchen wir nicht. Haben wir aber. 


  

Die Krankheiten-Klaviatur hoch und runter

Dieser Winter hat es in sich. Kaum zwei Tage aus dem Bett, liege ich schon wieder drin. Von ganz normaler Erkältung, über Kreislaufproblemen, Grippe mit Gliederschmerzen und Fieber und einer Nasennebenhöhlenentzündung mit übelsten Schmerzen, hat mich gestern Abend auch noch ein Magen-Darm-Virus außer Gefecht gesetzt. So langsam reicht es mir. Ich will einfach nur gesund sein. Hinzu kommt, dass ich ein miserabler Patient bin. Gefühlt immer kurz vorm Sterben und wenn es ein klein wenig besser ist, bin ich ja schon wieder gesund und kann (fast) alles machen. Dem Herzensmann an dieser Stelle herzlichen Dank, dass er mich auch in dieser Situation ganz liebevoll erträgt und den Laden hier am Laufen hält. 

Lazarett oder so

Ruhe. Ruhe! Durchatmen. Genießen. Der Herzensmann ist mit den Kindern noch mal raus gegangen. Frische Luft und Ortswechsel tun den Beiden hoffentlich gut. Das Wetter ist nicht so toll, nach dem Nebel gestern regnet es ohne Unterlass. Das trägt nicht sonderlich zu unserer Stimmung bei. Wir alle sind krank. Das Septembermädchen weint viel, gefühlt ununterbrochen. Es zerrt an den ohnehin schwachen Nerven. Der kleine Mann weiß nichts mit sich anzufangen. Gemeinsam spielen geht eine Weile gut. Doch bald reist er alles ein, schmeißt die Stifte vom Malen durch die Gegend oder ärgert seine kleine Schwester. Und wir? Wir möchten uns am liebsten die Decke über den Kopf ziehen, abschalten und ganz schnell gesund werden. Denn theoretisch geht es übermorgen schon wieder los. So richtig mit Auslandsaufenthalt des Herzensmannes, während die Tagesmutter noch Urlaub hat. Heißt für uns eigentlich richtig fit sein. Wir werden sehen was uns morgen so bringt. Mein Herz sagt noch ein bisschen Familienzeit wäre schön. Die kam bei all dem Trubbel die letzten Wochen viel zu kurz.