Fragmente

Inzwischen ist der Schnee schon von vorvorgestern. Am Samstag hat der Regen ihn weg gewaschen. Das Bild mag ich trotzdem sehr. Das Schneeherz. Am Donnerstagmorgen konnte ich es bestaunen, als ich das Septembermädchen in den Kindergarten brachte. Der Dezemberjunge blieb den Vormittag zu Hause. Wir hatten einen Termin an einer der möglichen Schulen. Am Nachmittag war auch er noch im Kindergarten. So konnte ich noch etwas ausruhen und die Kinder hatten Spaß beim Schlittenfahren.

Auch das Bild ist von Donnerstag. Unser Besuchshund war zum zweiten Mal bei uns. Es tut so gut. Gemeinsam lagen wir eigentlich nur rum. Doch mir hat es sehr gut getan in meiner Husterei nicht alleine rum zu liegen.

Gestern war ich dann auch mal wieder draußen. In Millimeterschritten bewege ich mich Richtung Gesundheit. Aus dem Schuppen habe ich die drei aufbewahrten Töpfe mit Frühlingsblumenzwiebeln geholt. Die Spitzen sind schon zu sehen! Ich möchte sie wieder etwas schön gestalten und auf das Fensterbrett in der Küche stellen. Noch stehen da die Adventskerzengläser. Bei den aktuellen Temperaturen kann ich sie noch im Garten lassen. Sie haben sich sehr über den Regen gefreut. Und ich konnte feststellen, dass es nicht die einzigen Blumen sind die sich schon auf den Frühling vorbereiten.

Im Blumenbeet die Krokusse. An der Hauswand habe ich auch die Schneeglöckchen entdeckt. Und ein vorwitziger Winterling leuchtet schon gelb. Na, ob das im Januar schon die richtige Zeit ist? Egal. Es macht gute Laune.

Eine Puppenjacke

Herzlich Willkommen im neuen Jahr. Ich wünsche Euch ein gesundes und zufriedenes Jahr 2019. Im letzten Jahr war es doch recht ruhig hier. Vielleicht kann ich das in diesem Jahr wieder etwas ändern. Lust habe ich und solange ich krank im Bett liege, habe ich auch genügend Zeit. Ja, die erste Arbeitswoche bin ich gleich krank geschrieben. Los ging es mit meiner Krankheits-Phase schon nach dem 2. Advent. Richtig gesund bin ich seit dem nicht gewesen. Ich hoffe das ändert sich wieder, ich tue alles dafür, aber manchmal braucht der Körper einfach eine extra Portion Ruhe.

Doch eigentlich wollte ich nicht darüber schreiben, wie es ist im Bett zu liegen, das kann jeder selber ausprobieren. Ich wollte eines meiner letzten kleinen Strickprojekte mit Euch teilen. Eines was von vorne bis hinten schön ist und mir immer wieder Freude bereitet. Zu Weihnachten zog eine neue Puppe in unsere Familie ein. Das Septembermädchen hatte sich eine sehnlichst gewünscht. Und diese Puppe, sie hat bis jetzt nur den Namen Puppi bzw. die neue Puppi, kam direkt in der Puppentrage überall mit hin. Doch für so leicht bekleidete Puppenarme ist es jetzt doch etwas kalt. Also musste eine Jacke her. Und so strickte ich um Weihnachten eine kleine feine gelbe Puppenjacke.

Sie ist komplett von mir entworfen. Dabei habe ich mich an die kleinen Babyjacken erinnert, die ich schon gestrickt habe. Angefangen habe ich mit der Rückseite. Die Ärmel gleich angestrickt und schwupp kam schon die erste Vorderseite dran. Dann die zweite Vorderseite, doch oh Schreck, das Restknäul war zu schnell zu Ende. Kurzer Hand habe ich ein anderes mal angefangenes Strickstück, mit dem ich nicht so zufrieden war, wieder aufgeribbelt. Dort versteckte sich auch der Rest von dem gelben Knäul. Und so wurde ein happy End draus. Knopf annähen und die Seiten zusammen nähen. Fertig. Die Wolle habe ich in unserem örtlichen Wollladen gekauft. Feine Merinowolle. Wofür ich die mal gedacht hatte weiß ich schon längst nicht mehr. Vielleicht hat mir auch nur der Farbton gut gefallen. Das strahlende gelb passt auf jeden Fall perfekt zur Puppi.

Und so kann die Puppi nun warm gekleidet mit die Welt entdecken. Es wurden noch Socken bzw Schuhe bestellt. Mal schauen was sich da zaubern lässt. Aber eigentlich würde ich am liebsten gleich noch mehr Puppenjacken stricken. Es hat mir so viel Freude gemacht. Doch so viele Jacken braucht eine Puppe ja nun auch nicht, oder? Wer weiß, vielleicht gibt es ja noch die eine oder andere Puppenmama, der man mit einer kleinen Jacke eine Freude bereiten kann.