Worte

Worte können so viel: Aufbauen, Mut machen, verletzen, beruhigen, entspannen, Aufregung verbreiten und so viel mehr. Am Wochenende berührten mich ein paar wenige Worte sehr tief. Gesprochen von unserer Nachbarin, Mutter von drei „großen“ Kindern, die ich sehr schätze. Wir liefen gemeinsam nach Hause, nach einem schönen Konzert vom Kinderchor gesungen. Wir redeten über dies und das, Schokoladenkonsum und die Langsamkeit mit Kindern, über Klamotten und dann ein Satz. „Ihr macht das so schön mit euren Kindern.“ Ein Satz, aus dem Nichts, der aufbaut, mich berührt und stolz macht. Ein Lob, einfach so mitten ins Herz von Herzen. Manchmal braucht man das. Genau so ein Lob. Das dann gehütet wird wie ein Schatz. Denn ein Lob braucht jeder mal. Besonders Mamas, die bekommen davon meistens nicht so viel. Wenn ihr also mal wieder mit einer Mama sprecht und merkt, dass es ihr gerade gut tut, dann lobt einfach. Von Herzen „du machst das toll!“ rettet nicht nur einen Tag, sondern stärkt, baut auf und gibt ganz viel Kraft. 

Wir tragen sie in unseren Herzen

Ein Blogpost. Berührend. Traurig. Ehrlich. Mutig. 

Tief berührt und aufgewühlt hat mich dieser Text. Erinnerungen wurden wach. Anders und doch gleich. Die Gefühle einer Mutter, wenn ein Kind wieder geht. 

Wir tragen sie in unseren Herzen. Immer. 

Wir denken an sie. 

Sie sind bei uns und geben uns ganz viel. 

Danke Carola für deinen Mut, deine Geschichte mit uns zu teilen.  

Unser Kind wäre nun 4 1/2 Jahre alt.  

Und wie geht’s dir so?

Diese Frage höre ich regelmäßig. Nicht zur Eröffnung des Gespräches, sondern mittendrin, wenn die Sprache darauf kommt, dass ich jetzt zu Hause bin. Seit ich mein Studium beendet habe, genieße ich die Zeit zu Hause. 

Am Anfang musste ich ankommen. Es dauerte eine ganze Weile, all das zu verarbeiten, was die letzten Jahre so los war. Geholfen hat mir dabei etwas Craniosacral-Therapie und eine ganz wunderbare Kunsttherapeutin. Nun weiß ich wieder, wo ich stehe und kann meine Leistung wertschätzen. Ja, das hat eine Weile gedauert. Denn wenn man in der Situation drin steckt, macht man einfach, ganz selbstverständlich. Irgendwann stand dann die Frage im Raum: Wie geht es weiter? Arbeiten oder zu Hause bleiben? Das Wichtigste war für mich, dass wir glücklich sind. Gleichzeitig war klar, dass der Herzensmann auf Arbeit sehr eingespannt sein wird. Und so habe ich mich entschieden zu Hause zu sein. 

Und ich finde es toll. Wir können unsere Tage so gestalten, wie wir es wollen. Der kleine Mann geht zwar meist in den Kindergarten und auch das Septembermädchen geht noch drei mal die Woche zur Tagesmutter, aber wir können recht entspannt unser Ding machen. Das genieße ich sehr. Am schönsten sind die Tage, an denen beide zu Hause sind. Gemeinsam gehen wir dann allen Erledigungen nach, die so anstehen. Ob Besorgungen in der Stadt oder der Haushalt, wir machen es gemeinsam. Auch einkaufen machen wir sehr gerne zu dritt. Der kleine Mann schiebt einen Wagen und kann schon diverse Dinge alleine einpacken. Er weiß, wo vieles steht und ist eine echte Hilfe. Man könnte jetzt sagen, gut an Tagen, an denen alle gut drauf sind ist das kein Problem. Aber auch heute war es ein schöner Tag. Und heute waren wir nicht unbedingt gut drauf. Der kleine Mann hat gestern gespuckt und hat eine ordentliche Erkältung. Ich habe die zweite Nacht in Folge schlecht geschlafen, ohne Einfluss der Kinder und bin heute Morgen mit verklemmter Schulter und dickem Kopf in den Tag gestartet. Und das Septembermädchen hat nun auch die Nase voll, viel zu kurz Mittagsschlaf gemacht und hat dann ziemlich lange gebrüllt. Klingt nicht unbedingt nach dem super Tag, noch dazu ist der Herzensmann die halbe Woche außer Haus. Und trotzdem konnte ich den Tag mit den Kindern geniessen. Wir haben Bücher gelesen, auf dem Sofa und im Bett gekuschelt, die Kinder haben gespielt, wir haben Wäsche gemacht und ich hab mich um meine Gesundheit gekümmert (um die der Kinder auch, aber Kopfdampfbad und Nasenspülung finden die nicht so toll). Alles in allem ein guter Tag. Tiefenentspannt, so wie die anderen auch und so wie auch meine Antwort auf die Frage lautet. Gut, tiefenentspannt. 

Und das es nicht nur mir so geht, könnt ihr hier und hier lesen.