“Lok!”

Kurz nach dem Aufwachen:
Der kleine Mann erzählt begeistert von der Lok. Er möchte den kurzen Film vom Sonntag sehen. Auf die Frage wie die Lok macht antwortet er wahlweise mit “Laut!” oder “tuuuut tuuuuut!”

Beim Frühstück:
Seitdem der Herzensmann dem kleinen Mann den Film vom Sonntag gezeigt hat möchte er es jeden Morgen sehen. Laut wird es eingefordert. Irgendwann lässt sich der Herzensmann erweichen. Holt das Handy und zeigt ihm den Film. Der kleine Mann sitzt hochkonzentriert vor dem kleinen Bildschirm. Er antwortet auf die Fragen, die der Herzensmann ihm im Film stellt. Er lebt diesen kleinen Moment wieder und immer wieder. Er ist ganz dabei. Diese Konzentration, Faszination und 100 prozentige Begeisterung macht mich sprachlos. Lässt mich einfach nur stolz und bewundernd neben ihm sitzen. IMG_0616.JPGAm Mittag:
Ich hole wie jeden Mittag den kleinen Mann bei der Tagesmutter ab. Auf dem Weg nach Hause gehen wir über den Busbahnhof und sehen dabei den Bahnhof. Der kleine Mann zeigt nach oben und ruft “Lok!” Jeden Mittag an dem wir da lang gehen. Im Tunnel der uns unter den Gleisen durch führt macht er “huuuhuuuuup”

Am Abend:
Der kleine Mann liegt im Bett. Wir haben bereits das Gute-Nacht-Lied gesungen. Plötzlich bricht es aus ihm heraus: “Lok! Ahn!” Nein, wir fahren jetzt nicht mit der Lok. Vielleicht bald mal wieder. Mal sehen. Jetzt ist erst mal Schlafenszeit.

Immer wieder zeigt sich seine Begeisterung und wie sehr ihn das Erlebnis am Sonntag beeindruckt hat. Es ist schön das mit zubekommen. Seine Begeisterung zu erfahren. Zu wissen was in ihm vorgeht, was ihn beschäftigt.

Bimmelbahn

IMG_0597.JPGIMG_0605.JPGIMG_0600.JPGIMG_0598.JPGEs Zischt und Hupt. Es Pfeift und Rattert. Ein Abenteuer für den kleinen Mann. Am Vormittag haben wir sie im Garten gehört. Die Dampflok. Kurz entschlossen machten wir dann einen wunderschönen aufregenden Ausflug. Direkt nach dem Mittagsschlaf ging es los. Der kleine Mann war ganz begeistert. An jeder Haltestelle wurde ungeduldig auf die Weiterfahrt gewartet. Alles wurde genau inspiziert. Es wurde gewunken und “Hallo!” gerufen, wie es sich in einer Dampflok gehört. Und als wir am Abend müde und glücklich im Bahnhof der Dampflok hinterher gucken kommentiert er nur “weg Bimmelbahn”.

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“Addalaa!”

Bei uns in der Stadt wird fleißig gebaut. Kräne, Bagger und was das Baustellenherz noch begehrt. Für den kleinen Mann das Größte. Stundenlang kann er gucken. Jeden Tag kann es die gleiche oder eine andere Baustelle sein. Ob Baugrube graben, Haus abreißen oder Erde verfestigen. Die Bagger sind die, die sein Herz am Höchsten schlagen lassen. Und wenn das nicht reicht, dann muss man selber baggern. Zum Glück gibt es da die Lieblingsnachbarn mit Sandkasten und Baggern. Seit wenigen Wochen ist auch der “Addalaa” dabei. Mit ihm kann man auch super baggern. Zur Einstimmung in den Baustellentag wird schon früh auf dem Klo das Bagger-Buch angeschaut. Auch abends muss nochmal nach gesehen werden, ob die Fahrzeuge noch da sind. Und da die Begeisterung überspringt, schaue auch ich fasziniert den Baggern zu.

Der “Addalaa” ist der Radlader. Die richtigen Begrifflichkeiten sind besonders beim Buch Ansehen sehr wichtig

Schritt für Schritt

Ja, Schritt für Schritt dem großen Ziel entgegen heißt es nun. Ein weiterer Schritt wurde heute getan. Das Ziel Ende Februar mein Studium beenden zu können wird wieder greifbar. Die Prüfung im Zweittermin geschafft. Nun sind es nur noch ein Modul – also zwei Vorlesungseinheiten die Woche – und die Bachelorarbeit. Beides soll und kann jetzt angegangen werden. Dienstag und Donnerstag Vorlesung und Mittwoch noch eine Übungseinheit. Montag, Dienstag und Freitag werde ich die Vormittage für die Bachelorarbeit nutzen. So der Plan. Ich bin gespannt wie es wird. Wie wird sich unser Rhythmus finden? Wie wird es sein mit Baby in Vorlesungen und Übung zu gehen? Werde ich die Vormittage gut nutzen können? Die nächste Woche wird die erste Vorlesungswoche sein. Da heißt es noch ein bisschen probieren. Den Plan in die Tat umsetzen. Schritt für Schritt eben.

This Moment: Sammler

IMG_0557.JPGAls Sammler unterwegs. Gemeinsam. Jeder hilft mit. Trägt ein paar händevoll zur Füllung des Beutels bei. Am Ende ist er gut gefüllt mit großen Nüssen. Der kleine Mann leert jede Hand selber in den Beutel. Freut sich über die Nüsse. Trägt stolz den Beutel.

Ursprünglich. Natürlich. Sammeln tut gut. Befriedigt. Befreit. Und ich bin dankbar für die Gabe der Natur (und die Entdeckung des Nussbaumes in der Nachbarschaft).