Wieder zu Hause

Nun sind wir wieder zu Hause. Nach fast zwei Wochen Urlaub. Nach Sonne, Strand und Meer. Wir packen aus und räumen aus. Die Waschmaschine läuft. Gestern habe ich nach sechs Stunden Autofahrt erstmal Rasen gemäht. Bewegung und etwas tun. Das tat gut. Die drei Hühner durften in den Garten. Sie haben sich auch gefreut. Im Garten ist in den letzten zwei Wochen alles gediehen. Erbsenschoten in Hülle und Fülle. Reife Johannisbeeren, die gepflückt werden wollen. Die Hochbeete sind bis zum Rand gefüllt mit Grün. Und so genieße ich das Ankommen mit all der Geschäftigkeit im Garten und der Küche. Die Wohnung aufräumen kann ich auch später noch. Und so zieht am Nachmittag ein Marmeladenduft durch die Wohnung. Ein paar Ringelblumen liegen zum trocknen da. Und ich esse ein Stück Bäckerkuchen, während draußen das Gewitter rumpelt und der Regen plätschert. Zu Hause.

Zwischen Himmel und Erde

Es ist ein herrlicher Urlaubstag. Der Himmel ist blau. Es geht eine leichte Brise. Wir fahren mit den Rädern bis ins sechs Kilometer entfernte Wieck a. D. Der Weg führt uns erst durch Born, am Hafen vorbei. Wir bewundern die kleinen mit Reed gedeckten Häuser. Dann führt uns der Weg zwischen Birken und Entwäserungsgräben entlang. Es ist idyllisch. Ich fühle mich wie bei Madita. Das Septembermädchen und ich summen Idas Sommerlied. In Wieck fahren wir bis zum Hafen, denn wir wollen die Zeesboote sehen. Schon im Borner Hafen konnten wir sie über den Bodden fahren sehen. Dann machen wir uns wieder auf den Rückweg. Es gibt noch einen Kuchenstopp. Mit neuer Energie fährt der Dezemberjunge auch gleich viel schneller. Langsam kommt Wind auf. Das Septembermädchen ist müde und ihr ist eisbatzenkalt. Hinten auf dem Fahrradsitz ohne Bewegung wird es nun frisch. Wir unterhalten uns, dass wir direkt eine warme Dusche nehmen, wenn wir auf dem Campingplatz sind und was wir zum Abendbrot machen. Zwischen all diese Unterhaltungsgedanken schleichen sich bei mir plötzlich Gedanken an die Hühner. Wie es ihnen wohl geht? Ob unsere Hausmitbewohner zurecht kommen? Ach, na klar, denke ich. Sonst hätten wir schon längst etwas von ihnen gehört. Dann sehen wir die Kites auf dem Bodden. Das Septembermädchen und ich sind da. Die Männer sind noch zum Kaffee kaufen abgebogen. So gehen wir zum Duschen. Das Septembermädchen genießt das warme Wasser. Die Haare werden auch gewaschen und dann unter dem Handföhn bei den Klos trocken gepustet. Während wir das Abendessen vorbereiten, kommen die Männer zurück. Wir essen wie immer später und dann bring ich das Septembermädchen ins Bett. Der Dezemberjunge geht noch duschen. Zwischen durch werfe ich ein Blick auf mein Telefon. Akku-Ladung 3%. Na dann, Gute Nacht.

Am nächsten Morgen schaut der Herzensmann auf mein Handy. Der Akku hat über Nacht weitere 2% eingebüßt. Oh! Sagt er. Eine Nachricht von unserer Hausmitbewohnerin. Ich soll sie mal anrufen. Sofort springt das Gedankenkarussell an. Doch eigentlich ist mir schon klar was passiert ist. Zuerst muss mein Telefon ein bisschen frühstücken. Und wir auch. Gemütlich essen wir Müsli und Croissant mit Heidelbeermarmelade. Die Kinder machen Quatsch wie immer. Der Dezemberjunge braucht eine Weile am Morgen bis er richtig wach ist. Davor gibt es oft Geknatsche und Zankerei. Kaum sind sie fertig mit Essen dampfen sie ab, zum Spielplatz und zur „Kinderalamation“. Die „Kinderalamation“ ist ein großes weißes Zelt, mit Stiften, Spielen und Tobi. Damit den Kindern nicht langweilig wird, sagen sie. Die Kinder. Der Herzensmann verlängert unsere Übernachtung hier. Und so sitze ich plötzlich alleine da. Dann kann ich doch mal telefonieren.

Es klingelt. Dann ein „Hallo?“ Ich melde mich und dann sprudelt es los. Es tut ihr leid. Sie weiß auch nicht was passiert ist. Und dann erfahre ich, wie es so war mit den Hühnern. Dass sie den Hühnerstall sauber gemacht hat. Am nächsten Morgen keine Eier drin, aber die Hühner normal versorgt waren. Am späten Nachmittag hat sie die Hühner im Auslauf gesehen. Durch gezählt hat sie jetzt nicht. Aber das würde ich auch nicht machen. Am Abend beim Einsperren liegen zwei Hühner tot im Stall. Keine Spuren. Nichts. Einfach tot. Es tut ihr so leid. Sie weiß nicht, was passiert ist. Ich beruhige sie. Frage nach, welche Hühner es waren. Sie beschreibt sie. Es sind die der Kinder. Ich beruhige sie noch ein mal. Der Schilderung nach hätte es mir genauso passieren können. Sie kann nichts dafür. Sie soll sich keine Sorgen mehr machen. Ja, es ist ein unglaublich blödes Gefühl, wenn Tiere sterben während die Besitzer nicht da sind. Ich hätte auch nichts anders gemacht. Wir verabschieden uns. Sie hat hoffentlich nun ein leichtere Herz nach dieser ganzen Geschichte. Ich nehm die ganze Sache sehr gelassen. Ja, es ist schade. Doch was soll ich jetzt machen. Trübsal blasen? Nein. Ich weiß, das unsere Hühner ein schönes Leben gehabt haben. Länger als eine normale Legehenne.

Beim Mittag erzähle ich es den Kindern. Der Dezemberjunge vergräbt kurz sein Gesicht. Das Septembermädchen wird ganz still. Sie klettert auf meinen Schoß. Ich erzähle auch, dass wir neue Hühner für sie kaufen können. Das klingt gut, für den Dezemberjungen. Und wir können vom Strand zwei besonders schöne etwas größere Steine sammeln. Die können wir anmalen und den Namen drauf schreiben. Das findet der Dezemberjunge klasse. Das Septembermädchen sitzt nach wie vor still auf meinem Schoß. Leise frage ich sie, bist du grad ganz traurig? Sie nickt. Wir kuscheln gemeinsam. Dann klingelt das Telefon des Herzensmannes. Der Kite-Kurs findet statt. Es ist genug Wind. Die Kinder sind ganz Ohr und flitzen mit ihm zum Bodden. Dort beobachten sie ihn, dann zwitschern sie ab zur Kinderalamation, ach inzwischen sagen die zwei auch Kinderanimation.

Im Zentrum

Ich wache auf. Es ist dunkel um mich. Ich höre, wie Regentropfen auf das Zelt tropfen. Wie die letzten Nächte also auch. Doch es hört sich stärker an. Der Nieselregen der letzten beiden Nächte war leichter, sanfter. Diesmal sind es schwerere Tropfen. Ich drehe mich um und versuche wieder einzuschlafen. Doch der Herzensmann ist nun auch wach. Er steht auf und fragt, ob noch jemand aufs Klo muss. Ich müsste, aber ich will nicht auf stehen. Nicht bei dem Regen. Auch mit dem Septembermädchen sollte ich aufs Klo gehen. Besonders wenn es jetzt noch regnet und das Wasser ringsum einen herum läuft. Aber ich wecke sie nicht. Hoffe, dass der Schlafsack trocken bleibt.

Also versuche ich erneut wieder einzuschlafen. Doch bevor ich weg nicke mischt sich ein neues Geräusch in das Pladdern des Regens. Es rumpumpelt und kracht. Ich frage mich, ob und wann ich schon mal ein Gewitter im Zelt erlebt habe. Wahrscheinlich irgendwann mal mit meinen Eltern. Aber erinnern kann ich mich daran nicht. Inzwischen sehe ich immer wieder das Zelt hell erleuchtet. Es zuckt gespenstisch über den Himmel. Die Perspektive aus dem Zelt trägt so einiges dazu bei. Doch noch kommen die Donner danach in ausreichendem Abstand. Das Krachen wird über unseren Köpfen hin und her geworfen. Es hallt von den Wolken wieder und wieder. Inzwischen überlappen sich die einzelnen Donnerschläge. Ich habe das Gefühl als kracht es genau um uns herum. Wie sicher bin ich eigentlich in einem Zelt? Sollten wir mit den Kindern ins Auto huschen? Doch dann sind wir nass und beide wach. Letzteres lässt bei dem Krach auch nicht mehr lange auf sich warten. Das Septembermädchen klammert sich an mich. Umschlingt meinen Arm und hält sich gleichzeitig die Ohren zu. Der Lärm ist inzwischen unglaublich. Der Regen prasselt aufs Zelt. Die Donnerschläge hallen über unseren Köpfen. Ich höre leises Gemurmel vom Herzensmann. Eigentlich liegt er direkt neben mir. Seine Worte kann ich nicht verstehen. Er versucht den Dezemberjungen zu beruhigen. Auch ich spreche mit dem Septembermädchen. Summe leise vor mich hin. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich damit eher mich beruhige oder das Septembermädchen. Wahrscheinlich beides. Dann mischt sich ein neues Geräusch in die Kulisse. Es klingt wie die Sirene aus meinen Kindheitstagen. Immer Mittwochs um drei. Dann wurden die Sirenen in der Stadt getestet. Irgendwann wurden sie abgebaut und durch irgendetwas Neues ersetzt. Dann war es still Mittwochs um drei. Als wir das letzte Mal meine Großmutti besuchten hörte ich sie wieder. Auf dem Land werden die Sirenen noch getestet. Doch nun mitten im Gewitter die Sirene zu hören war nichts was uns Sicherheit gab. Der Herzensmann dreht sich zu mir. Hörst du das auch? Ist das eine Sirene?, fragt er. Ich höre die Frage hinter der Frage. Den Zweifel. Doch bevor wir weiter darüber nach denken wird die Sirene wieder leiser. Am nächsten Morgen erfahren wir, dass der Blitz vermutlich in ein Haus in Prerow eingeschlagen hat.

Nun zieht das Gewitter langsam weiter. Das Septembermädchen schläft dicht an mich gekuschelt ein. Dass das Gewitter noch ein mal zurückkommt verschläft sie dann. Und ich liege im Zelt und denke darüber nach, dass es ja eigentlich auch Gewittern muss. Zu meinem Geburtstag gewittert es schließlich (fast) immer.

Kuchen zum Frühstück…

Ich backe ziemlich gerne. Probiere auch immer mal Neues aus. Da wir noch sehr viel Pastinake im Kühlschrank hatten, machte ich mich auf die Suche nach einem Kuchen mit Pastinake. Uh echt? Werden jetzt vielleicht so einige denken. Jep! Wer, wie ich, schon Rote-Beete-Brownies, Möhrenkuchen und Süsskartoffelkuchen getestet und für gut befunden hat, macht auch vor Pastinake nicht halt. Und ganz ehrlich, in leckeren Kuchen verpackt könnte so ein Gemüse wesentlich besser schmecken als sonst. Und dann stieß ich auf einen Nuss-Schokoladenkuchen mit Pastinake. Das musste ich probieren. Am liebsten sofort. Nur war es inzwischen Donnerstagabend und ich besitze keine Gugelhupfform. Denn mit Gugelhupfen (oder Gugelhüpfen?) ist das so eine Sache. Richtig Gute hab ich noch nicht gegessen. Der Klassiker Marmorkuchen ist so gar nicht meins und irgendwie wusste ich, dass das ordentliche „KuchenvonderFormtrennen“ gar nicht so einfach ist. Tja, aber wenn schon denn schon, dachte ich mir. Und ganz ehrlich, auf meinem Lieblingsbackblog gibt es so viele Gugelhupfrezepte, die mich doch das ein oder andere Mal schon angelacht haben. Und so war es beschlossene Sache: in unsere Küche zieht schleunigst eine Gugelhupfform ein. Zum Glück war der nächste Tag ein Freitag und kein Sonntag…

So sah das dann am Freitag Nachmittag schon aus. Der Gugel ist gut aus der Form gehüpft. Ein klein bisschen enttäuscht war ich, da die Kerben der Form nicht ganz so tief sind, der Kuchen also nicht so doll Gugelhupfig aussieht. Aber das ist dem Trennprozess sicher eher zuträglich. Dann stand er da und wir hatten gar keine Zeit ein Kaffeetrinken zu machen. Apropo Kaffeetrinken. Kennt ihr das? Hier in Baden-Württemberg ist das ja gar kein Begriff. Für alle die das also nicht kennen, damit ist nicht nur die Handlung des Kaffeetrinkens gemeint, sondern bezeichnet die Nachmittagsmahlzeit. Die in Baden-Württemberg, zumindest in unserem Teil, Vesper heißt, wie fast jede Mahlzeit.

Und so stand er heute Morgen auch noch da. Nun ja, als ich in die Küche kam war er schon angeschnitten. Und auch ich frönte dem Luxus Kuchen zum Frühstück zu essen. Und was soll ich sagen, der wird mal wieder gebacken. Es ist mit Abstand die beste Art Pastinake zu essen.

Gartenlust

Es ist Ende April. Über all spriest und grünt und blüht es. So natürlich auch in unserem Garten. Gerade versuche ich jeden Tag ein bisschen im Garten zu werkeln, aber auch ihn zu genießen. Und so habe ich heute vom Markt ein paar Jungpflanzen mit gebracht. Direkt eingepflanzt stehen sie nun in schöner Reihe in unserem neuen Hochbeet. Salat und Kohlrabi und Brokkoli neben den ausgesäten Erbsen. Doch das sind nicht die einzigen Erbsen dieses Jahr. Schon eine Woche eher habe ich diese Erbsen im Blumenkasten ausgesät. Ich freue mich jeden Tag an dem jungen wachsendem Grün. Und da hier alle gerne Erbsen essen und einfach noch Samen da waren, ich weich sie immer vorher über Nacht ein, dann geht die Keimung etwas schneller. Haben auch unter der Pflaume vom Septembermädchen noch ein paar Platz gefunden. Ich bin gespannt, ob das eine gute Idee war und wie die wachsen werden. Do nicht nur Gemüse wächst in unserem Garten. Auch die Erdbeeren blühen und die Johannisbeeren sind schon sichtbar. Das Septembermädchen hat sie auch schon entdeckt und rief es ganz freudig dem Dezemberjungen zu. Als er fragte ob die den schön rot seien, kam die trockene Antwort: Ne grün.Und vielleicht ziehen auch bald noch viele tausend Haustiere im unserem Garten ein. Das Häuschen steht schon bereit. Die Genehmigung ist inzwischen vom Vermieter auch da und nun kann ich auf Schwarmfang gehen. Bald werden hier fleißige Bienen fliegen.Damit sie dann auch etwas zu essen finden habe ich so einiges an Blumen ausgesät und angepflanzt. Die Ringelblumen direkt an der Terrasse werden sicher herrlich leuchten. Mit ein paar Zwiebeln dazwischen habe ich gleich noch etwas mehr in der Küche. Das war ein kleiner Ausschnitt aus meiner aktuellen Gartenlust und auch Vorfreude. Denn wenn das dann erst reif ist zum Ernten und Naschen und Genießen. Deswegen freue ich mich besonders über die kühleren Regentage. So kommt alles noch mehr in Schwung.

Frühlingsgefühle am Freitag

Zur Tag-und-Nachtgleiche und dem Frühlingsanfang gab es bei uns das erste Eis bei unserem Lieblingseisladen „Amore & Gelati“. Nun werden wir wieder sehr regelmäßig nach dem Kinderhaus dort zu finden sein, es liegt ja schließlich auf dem Heimweg. Und eine Kugel Eis geht doch immer, oder? Na also!

„Unser“ Hund war wieder da. Kaum war ich zur Tür rein, mach dem Kinder ins Kinderhaus bringen, wollte sie raus. Klar bei dem Sonnenwetter. Viel bewegt wurde nicht. Sie hat den Tag in der Sonne genossen. So ein schönes Hundeleben. Ich habe mir daran ein Beispiel genommen und ganz entspannt meinen Tee im Garten getrunken. Danach habe ich noch ein bisschen draußen rum gewerkelt. Das erste Hochbeet ist nun fast fertig gefüllt. Vielleicht hol ich ja morgen nich die Erde für die letzte Schicht. Auch die Wäsche kann nun wieder draußen trocknen. Ich mag es, die Wäsche draußen auf zuhängen. Ich mag den Geruch von frischer an der frischen Luft getrockneten Wäsche. Das sind die kleinen Freuden im Alltag. Für jeden ist es etwas anderes. Doch macht man sich diese Mini-Alltags-Freuden bewusst, ist es einfach eine Freude und nicht mehr nur die schnöde Alltagsarbeit. Und unsere Hühner legen wieder fleißig. Im Nest liegen zwischen drei und fünf Eier am Tag. Und es sieht schon fast nach Ostern aus. Mir kribbelt es schon in den Fingern eine Henne zum Brüten „anzustiften“. Ja, das geht. Bruteier kann ich dann auch besorgen. Aber ist es dann auch schön warm genug wenn die Küken kommen? Ich möchte sie so gerne mit so wenig wie möglich Tamtam groß wachsen lassen. Aber eigentlich wäre jetzt wirklich eine gute Zeit. Ich werde mit wohl mal ein bisschen Gerste besorgen. So kleine Küken sind ja schon sehr süß. Diese Schale steht nun seit einer Woche vor unserer Tür. Es freut mich jedes Mal wenn ich rein oder raus gehe. Ein bisschen Frühling und ein bisschen Ostern. Denn auch wenn Ostern dieses Jahr sehr spät ist habe ich schon innerlich Ostergefühle. Wir lesen schon die ersten Osterbücher, haben schon die Hasen auf dem Fensterbrett stehen und ich überlege mir worauf ich so Lust habe für Ostern. Vielleicht werde ich noch einen Türkranz gestalten. Das fände ich schön. Ist ja zum Glück noch ein bisschen Zeit. Und am Abend noch ein Feuer bei Freunden mit Freunden. Perfekt. So kann das Wochenende beginnen und auch der Frühling. Damit sind die Tage für Husten, Schnupfen und ähnliches endgültig gezählt.

Man nimmt, was man kriegen kann…

Unter diesem Motto steht dieser Winter wohl. Zumindest ist das mein Gefühl, wenn man unseren Gesundheitszustand anschaut. Die Kinder sind wiedermal am schniefen und Husten. Die letzte Woche waren sie deswegen auch zu Hause. Den einen Tag hat der Herzensmann, den anderen habe ich Homeoffice gemacht. So musste ich nicht wieder einen Krankheitstag wegen der Kinder einreichen. Wäre ja gut noch ein paar der 10 Tage zu haben, die einem Arbeitnehmer zustehen. Das Jahr ist in dieser Hinsicht noch jung. Ganz weg hat es der Husten noch nicht geschafft. Aber fast. Sag ich jetzt mal so. Und wie es so ist wenn die Kinder schniefen und Husten. Bleibt man selber nicht so ganz frei von allem. So hatte auch ich bisschen die Nase voll. Das war alles ganz ertragbar. Wären gestern nur nicht die Ohrenschmerzen im Supersonderangebot gewesen. Auf die letzte Nacht hätte ich verzichten können. Im Moment bestehe ich aus Ohr und Schmerz. Alles andere ist völlig egal. Gut das der Herzensmann morgen nach New York fliegt, da ist er wenigstens aus der Gefahrenzone raus. Nicht das er bei den momentanen Superangeboten auch noch in die Versuchung kommt. Wobei er, wenn man ganz ehrlich ist, ja auch ein „Probierle“ genommen hat.

Ganz ehrlich, ich hoffe der Laden macht bald dicht, damit wir hier mal wieder so wirklich gesund sind.

Ausblick

Seit gestern haben wir einen neuen Ausblick aus der Küchentüre. Endlich haben wir den Hühnerstall-Umzug geschafft und gemacht. Letzten Sommer kam irgendwann unsere Nachbarin zu uns, sie könne dem Geruch nicht mehr ertragen und ob worden Stall nicht in einer anderen Ecke des Gartens aufstellen können. Puh. In dem Moment war ich ganz schön bedient. Der Stall ist sehr schwer und war an der vorigen Stelle quasi eingepasst. Nun ja, wenn wir die Hühner behalten wollten müssten wir irgendeinen Weg finden. Und so haben wir relativ spontan, mit großartiger Unterstützung unserer Hausmitbewohner den Stall am Samstag umgezogen. Ein paar Sachen hatte ich schon vorbereitet, aber den Großteil haben wir gestern gemacht. Es stehen auch noch einige Feinarbeiten am Zaun aus. Doch die Hühner bleiben schon mal drinnen. Das ist die Hauptsache.

Und ich freue mich inzwischen richtig über den neuen Platz der Hühner. Denn aus der Küchentüre kann ich sie nun gut beobachten. Das macht ziemlich viel her, wie ich finde. Und es spart Arbeit bzw Weg. Wenn ich abends zu machen möchte, brauch ich nur schauen, ob sie schon alle drin sind.

Die Arbeit hat sich also gelohnt! Nun hoffe ich nur, dass es keine weiteren „Beschwerden“ gibt.

Dies und das

Die letzten Tage ist es hier so wunderschön sonnig. Da lacht das Herz und die Lebenskräfte kehren zurück. Lange war der Fokus auf dem Alltag und mehr nicht. Keine zusätzlichen Aufgaben und Erledigungen. Obwohl die Liste natürlich eher wächst als schrumpft. Doch letzte Woche war es so weit. Ich habe drei der Listenaufgaben angepackt und zwei zu Ende geführt. Das fühlt sich sehr gut an. Besonders, da der Herzensmann das Wochenende Ski fahren war, ich mit den Kindern alleine und meine Kräfte noch vorhanden sind. Auch wenn wir in den Tage mit schöner Regelmäßigkeit an einander geraten sind. Besonders der Dezemberjunge und ich. Meine Geduld ist nach wie vor eher dünn. Und die Kraft für langes geduldiges Grenzen neu ausloten nicht da. So geht es zwischen durch hoch her. Doch am Ende sitzen wir gemeinsam kuschelnd irgendwo und biegen grade, was grade zu biegen geht. Immerhin.

Heute habe ich die erste Biene fliegen sehen. Seit letztem Sommer bin ich in die Materie näher eingestiegen und mein Bienenkasten steht schon bereit. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch gemacht werden. Das sollte nun auch langsam erledigt werden. Ich hoffe, dass ich dieses Frühling einen Schwarm bekommen kann. Und dann in die Imkerei einsteige. Am Sonntag waren wir so richtig fleißig. Denn im Kinderhaus braucht ein Raum ein bisschen mehr Ordnung. So wurde in eine bestehende Konstruktion ein Regal eingebaut. Damit waren wir doch ein Weilchen beschäftigt. Doch es hat auch Spaß gemacht gemeinsam mit ein paar anderen Familien zu werkeln. Und besonders schön ist es, wenn am nächsten Tag alle ganz begeistert sind, da wir dieses Regal in einer kleinen Hauruck-Aktion endlich eingebaut haben. Dies war mein Samstagswerk. Unsere Hühner müssen noch vor der großen Draußenzeit in einen anderen Gartenbereich um ziehen. Dafür habe ich schon mal ein paar Pfosten gesetzt. Kleine Schritte zwar, doch dadurch ist das Ziel schon deutlich näher gerückt. Denn das Hühner-Umzugs-Projekt lag mir lange sehr schwer im Kopf herum. Doch nun ist eine theoretische Lösung im Kopf vorhanden. Ein kleines bisschen umgesetzt und schon sieht alles nicht mehr ganz so dunkel aus. Das Bild ist schon etwas älter. Aber es wärmt mir immer das Herz. Das Septembermädchen und unser Besuchshund auf dem Heimweg vom Kinderhaus. Es ist immer wieder schön, wenn sie da ist. Mir tut es unglaublich gut. Auch wenn die Sehnsucht nach einem ständigen vierbeinigen Begleiter dadurch an den freien Tagen oft noch größer ist.

Eine kleines Sammelsurium an Gedanken und Erlebten aus der letzten Zeit.

Kleines Glück im Alltag

Montag, der 4. Februar 2019

Heute sind die Kinder zu Hause geblieben. Zum einen, weil beide noch Husten, das Septembermädchen am Sonntag lange Mittagsschlaf gemacht hat und ich das Gefühl habe, dass es gerade gebraucht wird. Zum Anderen ist eine Erzieherin krank, einer im Urlaub und keiner da der einspringen könnte. So freuen sich die verbliebenen zwei Erzieher über weniger Kinder. Das Septembermädchen steht nach dem Herzensmann auf und frühstückt gleich. Der Dezemberjunge kuschelt sich noch mal zu mir. Als die Müslischüssel leer ist, kommt das Septembermädchen noch mal dazu. Dreiviertel Acht stehen wir dann auf. Die Kinder fangen direkt an zu spielen. Ich versorge die Hühner und Hasen, schalte die Waschmaschine an und bereite Frühstück zu. Dann kommen auch beide Kinder und essen noch mal eine Kleinigkeit. Der Dezemberjunge muss gleich zweimal aufs Klo. Das Ergebnis ist nicht so toll. Ich hoffe mit einem kleinen Schluck Heilerde-Wasser das gleich im Keim zu ersticken. Zumindest ist der Dezemberjunge recht gut gelaunt.

Den Vormittag verbringe ich mit Wäsche. Wäsche aufhängen. Wäsche sortieren und in die Waschmaschine stopfen. Wäsche legen. Wäsche aussortieren. Wäsche aufräumen. Währenddessen hören die Kinder zwei Hörspiele und spielen zu Frieden im Kinderzimmer. Irgendwann zieht sich der Dezemberjunge an und schaut den Bauarbeitern in der Nachbarstrasse zu. Ich spiele eine kleine Runde Halligalli mit dem Septembermädchen.

Dann machen wir uns die Reste des Sonntagabendessens warm. Es gibt Nudeln pur für die Kinder nach Wunsch und ich esse sie mit Pilzen und körnigem Frischkäse. Als Nachtisch kocht der Dezemberjunge mit ein bisschen Hilfe Schokopudding. Diesen hat er sich schon gestern Abend gewünscht und es gab ein großen Ärger darüber. In der Mittagspause mache ich Ihnen nochmal ein Hörspiel an. Ich habe eine kurze Pause auf dem Sofa. Nach dem Hörspiel sind die Kinder etwas unausgelasstet und wissen nicht so recht was sie machen sollen. Mich lockt die Sonne nach draußen. Zu erst erledige ich mit den Kindern den Einkauf und bringe gleich die aussortierte Wäsche zum Kleiderkontainer. Dann geht es auf den Spielplatz. Dort sind wir dann sicher 1 1/2 Stunden. Ich halte mein Gesicht in die Sonne und genieße. Die Kinder schaukeln, Rollern den Berg runter und spielen am Wasser. Entspannt. So ein kleines großes Alltagsglück. Neben mir im Bach platscht es. Ich beobachte einen Eichelhäher beim Baden. Kurz danach schaut noch ein Eichhörnchen vorbei. Ich freue mich sehr über diese zwei Tierbeobachtungen. Das ist für mich immer wieder etwas besonderes. Egal wie groß oder klein die Tiere sind. Ich kann auch stundenlang unseren Gartenvögeln zu schauen. Dabei werde ich ganz ruhig. Während ich so in der Sonne Bade und in der Natur auf tanke, spielen die Kinder. Ab und an werde ich etwas gefragt, oder ich darf den Startschwung auf der Schaukel geben. Eigentlich werde ich aber nicht gebraucht. So lese ich auch ein bisschen auf dem Handy. Unter anderem diesen offenen Brief eine Mutter an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein. Er hat mich sehr beeindruckt.

So langsam bekamen dann die Kinder Hunger und Durst. So machen wir uns auf den Heimweg. Es gibt einen Obstteller und Muffins von gestern. Außerdem Tee gegen den Husten. Danach schauen wir uns eine Folge Löwenzahn an. Das Thema ist Schokolade. Danach wird noch Zimmer aufgeräumt und es ist auch schon Abendbrotzeit. Die Hühner und Hasen werden auch für die Nacht versorgt und es gibt drei Eier zu beschriften. Zum Abendbrot gibt es Reis, Linsen“Brei“ und gedünstetes Paprika-Fenchel-Zwiebel Gemüse. Ich bin erstaunt wie gut heute beide essen. Das Gemüse war so schnell weg. Und dann geht es ins Bett. Als beide schlafen, nähe ich noch eine Kleinigkeit und dann geht’s auf s Sofa. Der Herzensmann kam auch nach Hause als wir gerade die Gute-Nacht-Geschichte gelesen haben.