Glück im Kleinen

Wir sind unterwegs. Ein Besuch in der Heimat. Zeit bei Omama und Opapa. Aber nicht nur Zeit mit ihnen, sondern auch ganz viel Zeit zu dritt. Gestern haben wir uns nach einem aufregenden und erlebnisreichen Wochenende ausgeruht. Haben im Garten und im Haus gespielt. Haben alle Mittagsschlaf gemacht und am Nachmittag einen Spaziergang durch die Stadt. Das Hauptziel war ein Eis zu essen. Diesmal sollte es bitte ein spitzes Eis sein. Also haben wir nur einen kurzen Weg, die Straße runter zum Marktplatz. Dort gibt es Softeis, spitzes Eis. Da wir auch eine Geschichte mit einem Wetterfrosch gelesen haben, kommen wir auf Frösche und den Froschkönig. So gehen wir dann noch zu einem Brunnen in der Stadt. An dem erwartet uns der Froschkönig. Und da nach dem Eis Hände gewaschen werden können, ist es gut, dass ein Brunnen da ist. Zu erst sind dann die Füße drin. Es wird geplanscht und gespritzt. Auf dem Brunnenrand Balancierübungen vollbracht und getestet wie tief der Beunnen eigentlich ist. Ich sitze währenddessen daneben und genieße. Die Gedanken ziehen vorbei. Pure Entspannung. So ist unterwegs sein mit zwei Kindern wunderbar. Zeitlos. Ganz im Moment.  

    
 

Auch nach dem schwersten Gewitter scheint wieder die Sonne

Das Leben ist nicht nur hell und leicht. Es ist nicht nur dunkel und schwer. Es ist beides. In allen Tönen, Schattierungen und Stufen präsentiert es uns. Meist an einem Tag die ganze Palette. Nun gut vielleicht nicht jeden Tag schwarz, aber doch oft dunkelgrau. Und dann wieder sonnengelb oder grün. Licht und Hoffnung und Lachen. Glucksendes Babylachen. Freches Kinderlachen. Ansteckend. Kurze Momente reinstes Glück. Die sauge ich auf wie ein Schwamm. Ich bin dankbar für dieses Glück. Überhaupt für alles Glück, was ich bekomme. Gerne würde ich teilen. Ich kenne genug, die nicht so ein Glück haben. Und auch hier ist nicht nur rosarot und sonnengelb. Es gibt auch Gewittergrau. Das braucht es ab und zu in kleinen Dosen. Doch manchmal kommt es wie ein Hammerschlag. Dann braucht es eine Weile, bis man damit umgehen kann. 

PS: Uns geht es gut. Die Ereignisse bei Freunden nehmen mich mit. 

Pendeleierei

Schon die letzten Tage bin ich lustlos. Schnell bin ich genervt. Ich möchte mich zurück ziehen allein sein. Mit zwei kleinen Kindern nicht so richtig möglich. Mir scheint, dass die Zeit die ich dann und wann mal für mich habe nicht reicht. Zu kurz. Immer kommt jemand dazwischen. Will etwas oder es passiert etwas, so dass ich handeln muss. Ich grüble und grüble. Wer bin ich. Was will ich. Wer und wie will ich sein. Mich nervt das. Mich nervt meine momentane Gereiztheit. Nichts passt. Nichts ist gut. Alles zuviel. Ich versinke in negativen Gedanken und es wird nur noch schlimmer dadurch. Diese Spirale nervt. Ich ätz mich an. 

In den letzten Tagen haben wir viele schöne Momente gehabt. Spaziergänge, Einkaufen, im Garten spielen und viele mehr. Es ist herrlich die zwei Rabauken zu erleben. Das Septembermädchen robbt durch die ganze Wohnung. Immer hinterher oder ihren eigenen Zielen entgegen. Der kleine Mann erzählt und spielt und lacht. Wir albern rum. Herrlich. Ich bin entspannt und alles läuft super. Ich lasse die Kinder auf dem Bett spielen während ich pausiere. Kann mich in der Hängematte entspannen, die zwei zufrieden im Garten und im Kinderwagen wissend. Es scheint alles einfach. Ich bin unendlich glücklich und dankbar. 

Sie liegen nicht weit voneinander entfernt diese zwei Zustände. Manchmal sind es nur Minuten. Mal in die eine Mal in die andere Richtung dreht sich das Rad. Das Pendel schwingt hin und her. Noch kann es nicht still stehen. Es wird wohl nie ganz still stehen. Doch langsamer wird es werden irgendwann. Die Wendepunkte nicht ganz so weit entfernt. Die Extreme nicht so stark. Vielleicht hat es gerade einen neuen Anschubser bekommen das Pendel – mein Pendel. Ich hoffe es legt sich und ich werde wieder ich. Zufriedener. Es ist anstrengend so. Nicht nur für mich. Aber auch und besonders für mich. 

„Bazirn dehn Mama?!“

Nach einem Besuchswochenende einfach mal die Seele baumeln lassen. Pure Glückseligkeit mit den Kindern. 

 

Obstbaumblütenduft

   

Laufradflitzer und schlafendes Septembermädchen

   

Ins Gras gefahren

  

Knoblauchduftwolke

  

Kletterei

  

Die ganze Reihe lang.

  

Kleine Stärkung aus dem Bioladen

  

Kurzer Spielplatzstop

 

Schön ist’s

Auf Stadt-Land-Mama.de gibt es diese Woche eine schöne Serie. „Wir lieben Elternschaft“ ist das Thema. Als Antwort auf die andauernde mediale Debatte über das Elternwerden/-sein und die scheinbaren momentanen Schwierigkeiten. Verschiedene AutorInnen schreiben einen Gastbeitrag zum Thema. Ich finde diese Idee schön. Eine schöne Antwort auf das ständige Gemecker.

Seit einem Jahr bin ich nun Elter. Und was soll ich sagen. Ich liebe es. Klar ist es manchmal anstrengend. Manchmal kann ich nicht mehr. Bin abends erschöpft wie sonst nichts. Aber es ist schön. Zu sehen, wie der kleine Mann sich entwickelt. Herrlich! Wie er sich freut, wenn er in einer Pappkiste durch die Gegend geschoben wird. Wie er versucht zu laufen. Mit Unterstützung. Naja, laufen kann man es auch noch nicht so richtig nennen. Eher wackeln. Aber mutig und forsch wird ein Fuß vor den anderen gesetzt. Wenn er an die Heizung, den Ofen, eigentlich alles fasst und „heis“ sagt. Wenn er vom Mittagsschlaf aufwacht und erstmal eine große Runde kuscheln muss. Und, und, und. Beispiele gibt es viele und ich bin glücklich, dass der kleine Mann bei uns ist.