„Mama! Das sind doch nur ein paar Wassertropfen!“

Es regnet. Und regnet und regnet und regnet. Ununterbrochen. Als hätte jemand die Dusche an gemacht und vergessen wieder zu zu drehen. Es ist Morgens um sieben. Wir sitzen am Frühstückstisch. In einer Stunde möchte ich die Kinder in den Wald bringen. Es ist gerade Waldzeit. Genauer, die letzten drei Waldtage liegen noch vor uns. Diese werden immer noch mal so richtig genossen und zelebriert. Den die Waldzeit ist etwas besonderes. Zwei Mal im Jahr einen Monat lang. Nur Wald, einen Bauwagen und eine Plane über ein paar Biertischen. Nicht mehr. Dafür Natur pur. Ruhe. Bei sich sein. Mehr Ausgeglichenheit. Kreativität. Ja Freiheit. Die Kinder können sich auf andere Art und Weise erfahren. Und andere Erfahrungen machen. 
Trotzdem denke ich heute Morgen beim Blick aus dem Fenster, muss das sein? Und formuliere meinen Gedanken für die Kinder. „Wenn es nachher immer noch so regnet, macht ihr heute einen Pausentag. Ich habe keine Lust, euch heute in den Wald zu fahren.“ „Mama! Das sind doch nur ein paar Wassertropfen!“, bekomme ich als Antwort vom Dezemberjunge zu hören. Recht hat er. Der Herzensmann pflichtet ihm bei mit einem „Heut Morgen ist ja auch das Auto da.“ Er ist den Vormittag erstmal im Homeoffice. 

So sitzen wir keine Stunde später im Auto. Im Wald sind schon die ersten Kinder da. Es wird nach Malsachen gefragt. Ein paar Kinder sitzen am Schnitzplatz im Regen und schnitzen. Von der Plane tropft das Wasser unablässig. Es bilden sich Pfützen und ich weiß, die Kinder werden ziemlich dreckig sein, wenn ich sie abhole. Und trotzdem ist es schön. Am liebsten würde ich bleiben. Es ist ein bisschen wie aus der Zeit gefallen. Du bist da. Alles andere drum herum wird egal. Sein! Rein und klar. 

Und so werde ich heute Mittag mit dem Fahrrad zwei nasse und müde, aber glückliche Kinder abholen. Kinder, die Regen fühlen konnten. Kinder, die Regen schmecken konnten. Kinder, die die Natur und sich selber in ihr erfahren konnten. Geerdet. 

   
 

Spuren im Wald

Rehspuren am Tümpel und an jungen Bäumen die abgenagte Rinde. Nägel in gefällten Bäumen und abgeschabte Holzfasern vom Wildschwein(?). Wenn wir im Wald sind entdecken wir immer wieder neue Spuren. Manche können die Kinder nun schon selbst benennen, auf andere weisen wir hin. Und immer wieder merke ich, wie schnell uns der Wald und der Tümpel erdet. Dann sind wir ganz da in den Momenten, offen für das was wir erleben können.   
    
 

Ausflug in den Wald und einfaches DIY

Heute waren wir mal wieder im Wald. Wir waren ausnahmsweise mal sehr zeitig da. So habe ich gleich zu Beginn ein paar Brennesselspitzen gesammelt. Diese gab es dann heute Abend in einem leckeren Rührei. Demnächst gibt es auch wieder Brennessel-Brötchen. Die wünscht sich der Dezemberjunge schon. Dann ging es wie jedes Mal erstmal zum Tümpel. Dort konnten wir heute Neues entdecken. Die Frösche haben gelaicht. Mit Eimern haben wir etwas Laich raus gefischt. Gar nicht so leicht, denn es klebt sehr doll zusammen. So konnten es alle besser betrachten. Die Kinder haben natürlich auch geschöpft. 

   
Im Wald haben wir dann Materialien für ein Insektenhotel gesammelt. Unter anderem Moos, Tannenzapfen, verdorrtes Gras und hohle Blütenstängel, die den Winter über stehen geblieben sind. Dieses haben wir alles in Blumentöpfe gesteckt. Wenn die Töpfe aufgehängt werden sollen, muss davor noch ein Faden daran befestigt werden. Sie können aber auch hingelegt werden. Damit nichts raus fällt, wird alles mit Maschendraht bespannt.  

    
 Im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon können diese kleinen Insektenhotels gut aufgehängt werden. Ich bin gespannt, wer bei uns da einziehen wird. 

Unser Wochenende 24./25. September

Unser Wochenende war richtig schön entspannend, mit viel Sonne und frischer Luft. Seht selbst:

Frühstückspfannkuchen

  

das Septembermädchen hat entdeckt, dass unsere Gaderobe magnetisch ist

  

Minimuffins noch im Ofen, kurz danach am Kuchenverkaufsstand

  

Der kleine Mann begleitet mich zum Tag der offenen Tür im Kinderhaus und darf schon mal Kuchen essen

  

Zum Mittag gibt es vegetarische Maultaschen im Brötchen

  

In der Mittagspause geniesse ich die Sonne und mach etwas Sport

  

Da das Wetter so schön ist, zieht es uns nach draussen in den Herbstwald

 

Da ab nächste Wioche Waldzeit ist, schauen eir beim Waldsofa vorbei. es ist sehr reparaturbedürftig

  

Nach diesem wunderschönen Waldnachmittag sieht es dann wieder ziemlich gemütlich aus

Am Abend kann ich dann endlich die Post auf machen und freue mich über lang ersehnte Öle. Die Steuererklärung wird auch nich erledigt.


Der Sonntag startet mit hungrigen Kindern zeitig. Nach einem Brötchen-Frühstück lesen wir viele Weihnachtsgeschichten. Der kleine Mann ist schon in Stimmung. Mit dem Herzensmann frühstücken wir ein zweites Mal.  

Zweites Frühstück mit grünem Smoothie

  

Der kleine Mann darf Musik auswählen, wie so oft klassische Musik

  

Erste Pause auf unserer Fahrradtour am Albtrauf entlang. in Beiren das Eis probieren.

  

Zweite Pause unterhalb der Burg Hohenneuffen: Mittag mit Mais, Humus, Brötchen und ganz viel Gemüse

  

Der Aufstieg zur Burg ist mit Fahrrad und Anhänger doch etwas steil. Wir fahren weiter nach Linsenhofen zum Spielplatz.

  

Zu Hause kochen wir dann noch leckeren Kohl mit Polentaknödeln.


Und dann hieß es schon wieder schlafen gehen und in eine neue Woche starten. Weitere Wochenenden wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen. Allen einen guten Wochenstart. 

 

Waldesruhe

Heute war ein unruhiger Tag. Ich war sehr müde, der kleine Mann sehr unausgeglichen und das Septembermädchen hing immer dazwischen. Nach der Mittagspause fühlte sich die Luft schon sehr nach Gewitter an. Diese Energie verstärkte unsere Unruhe nur. Ständig krachten wir an einander. Mir war klar: wenn wir einen halbwegs entspannten Nachmittag haben wollen müssen wir raus. Und so packte ich alles ein und wir fuhren in den Wald. 

Im Frühling waren wir mit einem Waldspielkreis regelmäßig im Wald. Dort hin zog es uns nun wieder. Auf dem Parkplatz war es dann für uns drei schon wesentlich entspannter. Ich könnte die Kinder sein lassen. Sie entdeckten die vertraute und dich ganz andere Umgebung. Alles war sehr zu gewachsen, ein neuer Schotterhaufen lag da und der Matsch und der Bach waren ausgetrocknet. Die Kinder erlebten dies alles sehr intensiv. Wir entdeckten einen Käfer und lernten, dank Smartphone, dass es ein roter Fliegenkäfer war (auf dem Bild nicht wirklich zu erkennen, da er unter der Hand versteckt ist).  

 Dann ging es weiter zum Waldsofa. Auf dem Weg dorthin fanden wir einen weiteren Käfer (Mistkäfer) und Pferdespuren. Der kleine Mann hat sie sofort entdeckt und galoppiert dann als Pferd gleich weiter.  

   
Beim Waldsofa angekommen, ist der kleine Mann ganz bestürzt. Es ist kaputt. Zumindest deutlich beschädigt. Ob das Wildschweine waren?, fragt der kleine Mann. 

  
Natürlich habe ich etwas zu essen dabei. Wir essen alles auf. Himbeeren, Pfirsische und Pflaumen wandern in den Bauch. Zwischen durch zeigt mir das Septembermädchen ihren und sagt „Platz Bauch!“ Das dachte ich mir schon. Der Platz im Bauch wurde noch gut gefüllt.   
 Nach dem Essen tanzten die Kinder eine Weile. Wir suchten unser Zwergenhäuschen, das Dach ist leider eingestürzt, und dann sollte es auch schon wieder weiter gehen. So liefen wir zurück und einen breiten Weg hinauf. Den Pferden hinterher, denen wir vorher begegnet waren. Doch statt Pferde, die natürlich viel schneller waren, fanden wir Eicheln und Springkraut. Welche Freude! 

   
So pirschten wir uns von Springkraut zu Springkraut den Weg weiter. Die Ruhe und Gelassemheit des Waldes war schon längst Teil von uns geworden. Der Weg zurück ging schnell. Flitzen, flitzen, flitzen.  

    
Am Parkplatz stand auch mannshohes Springkraut und so konnten beide Samen springen lassen. Zum Abschluss wurde noch im Schotterhaufen gespielt. 

 Entspannt ging es zurück mit den ersten Tropfen. Die Wäsche gerettet, doch das Gewitter blieb (noch) aus. Draußen wie drinnen. Uns hat der Waldausflug geerdet. 
Was macht ihr um den aufbrausenden Familiensturm abzuwenden?

Waldoase

Eine angenehme Kühle empfängt mich. Ich lausche den Geräuschen. Vögel zwitschern, die Kuhglocken bimmeln, ein Flugzeug, eine Familie kommt vorbei. Dann wieder natürliche Stille. Eine Oase. Die ersten richtigen Sommertage erleben wir. Ich mag mich vor Wärme kaum bewegen. Ein kleines Menschlein vor dem Bauch. Auch sie leidet unter der Wärme. Muss sich noch dran gewöhnen. Die kühle Waldluft streicht sanft über die Haut. Die Luft ist frisch. Ein kurzer Moment Sein.