Garten Neustart

Vor gut einer Woche hatte ich meine „Die-Schnecken-haben-mir-alles-weg-gefressen“ Depression überwunden. Nebenbei auch fest gestellt, dass im Juni noch so viel ausgesät werden kann, oder eben nochmal. Und das deswegen noch gar nichts richtig verloren waren. Und so legte ich direkt los. Ich säte Mangold und Rote Beete nach, genauso wie die Buschbohnen. Stangenbohnen hatte ich mir schon vorher im Gewächshaus vorgezogen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass das sinnvoll ist. Diese durften vor einer Woche auch schon raus und dazu gab es Schneckenkorn von Neudorf. Tja liebe Schnecken. Dies mal war ich gewappnet. Und heute hab ich mich sehr gefreut, dass ich die ersten Keimblätter entdeckt habe. Auch das Gewächshaus bereitet mir große Freude. Drei Gurken konnten wir letzte Woche schon ernten und die erste Tomate wird rot. Und es gibt noch so viel mehr worüber ich mich in unserem Garten so freue.

Und dann haben wir heute noch etwas besonderes entdeckt. Eine kurze Wartezeit im Auto kann ein ganz schön großes Glück sein. Besonders wenn, wie heute, die Wolken nur so über den Himmel rasen. Nicht nur wilde Tiere könnten wir sehen. Nein, auch Regenbogenwolken. Ein Dachfenster, ist da natürlich auch von Vorteil.

Ende der Besuchszeit

Am Montag war es so weit. Die Schule ging wieder los. Für uns alle hieß das zeitig aufstehen. Naja, zumindest drei von uns. Das Septembermädchen konnte ausschlafen, denn sie hatte keinen Kindergarten. Der ist ja momentan nur zweiwöchig. So wie die Schule auch. Doch nicht nur der Dezemberjunge durfte wieder in die Schule, auch die Schafe sollten ihre pädagogische Arbeit wieder aufnehmen. Und so wurden am Montag Nachmittag die Schafe eingeladen. Nun ist es wieder leer auf unserer Wiese.

Perfekt auf gerollt, beim Schafszaun durchaus eine kleine Wissenschaft

Da das Wetter nach dem Zaun abbauen nicht so toll war und wir aber noch ein bisschen Auslauf brauchten, drehten wir noch eine Runde. Vorbei am Teich und am Spielplatz. Irgendwann beim Wettschaukeln fing es dann wieder an zu regnen. Und während ich so wartete und nass wurde, wollte ich dann doch langsam wieder Richtung Auto gehen. Als ich die Kinder bat nun langsam aus zu schaukeln, da es nun doch doller regnet, meinte das Septembermädchen, auf der Schaukel unterm Baum, es nieselt dich nur. Jaja.

Und dann gibt es nach wie vor die all gegenwärtigen Schnecken. An ein paar Stellen gibt es nun Ferromol. Den Pflanzen tut es durch aus gut. Selbst die Dahlien strecken ihre Spitzen wieder aus der Erde und werden nicht direkt weg gefressen. Mal sehen.

Knoblauch grün schmeckt auch

Lebensort-Freuden

Die letzten Tage sind regnerisch, grau und kühl. Doch das ist uns egal. Nein, egal nicht. Wir freuen uns drüber. Die Natur braucht jeden Tropfen Wasser. Und wir brauchen die Pause. Schönes Wetter nötigt einen ja immer dazu irgendwas zu machen. Schlechtes Wetter ist da anders. Und trotzdem sind wir jeden Tag draußen. Das ist schön!

Meditation mit Schafen im Regen

Am Samstag fahre ich gleich nach dem Frühstück raus. Es regnet. Egal. Freitag Abend gab es hier einiges an Wind und ich wollte nach den Schafen schauen. Nicht das die wegfliegen, mit ihren großen Schlappohren. Wer weiß das schon. Und dann steh ich da, im Regen, mit Ast in der Hand und die Schafe knurpsen die Blätter ab. Meditation pur. Kann ich nur empfehlen. Besonders wenn die Kinder mit dem Herzensmann einkaufen gehen.

Gurkensonnen
Paprikavorfreude

Im Gewächshaus kündigt sich schon großes an. Dort ist der Regen auch egal. Gießen muss ich immer. Dafür habe ich auch die Schnecken hervorragend unter Kontrolle. Alles hat seine Vor und Nachteile. Die Kohlrabi und Salatreihen haben sich gelichtet auf den Beeten außen. Von den Bohnen ist auch nur wenig übrig. Und auch das Zwiebelgrün bleibt nicht verschont. Tja, die Entscheidung für lebende Schneckenvernichter aka Laufenten ist gefallen. Aber erst wenn wir Vorort wohnen, also nächstes Jahr.

Der Wind, der Wind, das himmlische Entastungskommando

Ja, die Schafe waren noch da. Der Wind nicht stark genug. Aber der Kirschbaum, der hat ein Ast abgeworfen. Gut, dass die Kettensäge im Auto immer mitfährt. Also holen wir den Ast gleich ganz runter und pflücken die reifen Kirschen. Der Wind hätte ja auch erst in einer Woche kommen können. Dann wären noch mehr Kirschen reif. Aber was soll’s. Schmecken lecker und sind eine andere Sorte als unser erster Kirschbaum. Welche? Keine Ahnung. Kirschkenner dürfen sich gerne melden. Wie heißen Pomologen eigentlich bei Kirschen? Cherrylogen? Kirschologen? Oder ganz anders?

Und dann hatten wir noch Kinderfreunde zu Besuch. Spontan zum gemeinsamen auslüften und ein bisschen Freizeit für die Eltern (zumindest drei von vier). Dann wird gemeinsam Schafe gestreichelt. In der großen Schaukel geschaukelt. Am ausgetrockneten Graben entlang zum Spielplatz um die Wette gerannt. Und so mancher Schatz entdeckt. Das Mädesüß beginnt zu blühen. Der Wiesenbocksbart streckt seine großen Pustekugeln in die Wiese und manchmal fragt man sich welcher Gummistiefel da wem gehört. Naja, so lange sie dann wieder angezogen sind…

Erste Gartenprojekte

In den letzten Wochen haben wir jeden möglichen Tag auf unserem neuen Lebensort verbracht. Zu tun gibt es immer ganz viel und uns tut es allen gut dort zu sein. Frische Luft und Natur tun einfach gut, egal bei welchem Wetter. So fahre ich manchmal auch mit den Kindern nachmittags hin, wenn der Herzensmann mit den öffentlichen zur Arbeit fährt. Nicht um etwas zu tun. Sondern um den Ort kennen zulernen. Am Tümpel einen Staudamm bauen, schauen wo die Schneegrenze liegt (leider zu weit oben und viel zu wenig Schnee) oder einfach nur zum Spielplatz laufen und dort Zeit verbringen. Vertraut werden.

So wird unser Lebensort wirklich zu unserem. Die kleinen Projekte der letzten Zeit tragen dazu bei, dass in kleinen Stücken und Schritten dieser Ort unsere Lebenszeichen trägt. So wurde bereits um Weihnachten ein alter Schuppen abgebaut und auch der Hühnerstall von uns vom alten Asbest befreit und mit neuen (alten) Ziegeln gedeckt. Dann haben wir gemeinsam mit einem Freund angefangen die alten Obstbäume zu schneiden. Nun liegt noch viel Holz auf der Wiese. Eigentlich müssten auch noch mehr Bäume geschnitten werden, doch vielleicht erst im nächsten Jahr. Auch hier geht es Schritt für Schritt. Und da der Februar sich hier schon so frühlingshaft anfühlt, juckt es natürlich auch in den Gartenfingern. Gestern und heute habe ich darum ein klein wenig Gartenarbeit gemacht.

Zuerst sind gestern auch unsere Himbeeren umgezogen. Auch deswegen, da bereits der Pflaumenbaum vom Septembermädchen und die Pflanzen, die keinen Frost mögen umgezogen sind. Die eine in die Erde. Die anderen ins alten Bauernhaus. Nun also auch die Himbeeren. Ich hoffe, dass sie uns den Umzug aus Topf in die Erde im Sommer dankbar zeigen werden. Noch sehen sie etwas Trost aus. Doch der Schein trügt. Ich habe beim Umpflanzen schon grüne Spitzchen gesehen.

Heute habe ich mich dann dem ersten Mulchschichtbeet gewidmet. Ich bin gespannt wie es funktioniert. Beim Abbau des alten Schuppens kam noch einiges an Stroh zum Vorschein und so habe ich mir überlegt, mit diesem Mulchschichtbeete anzulegen. Dadurch spare ich mir Kraft- und Zeitintensives Umgraben. Ich bin gespannt, wie es sich dann in der Praxis bewährt. Der erste Aufbau war super leicht. Als Beetbegrenzungen habe ich einfache alte Pfosten genommen. Die sind zur Genüge vorhanden und für anderes eher nicht mehr zu gebrauchen. Dann kam unten eine ordentliche Matte Stroh rein. Schön verteilt und bisschen festgestampft. Statt der Pappe, wie ich es bei einer meiner online Touren gelesen habe, habe ich ein bisschen gehäckseltes von Ästen drauf gestreuselt. So sieht es jetzt aus.

Nun fehlt nur noch eine schöne Schicht Kompost, gerne auch mit Erde gemischt. Mal sehen was ich da nehme. Wahrscheinlich besorg ich mir noch eine ordentliche Ladung Kompost vom Grünschnittplatz, den kann ich dort kostenfrei besorgen und in meinen Hochbeeten letztes Jahr hat das sehr gut funktioniert. Im Hintergrund sieht man auch ein Teil des geschnittenen Holzvorkommens auf der Wiese. Auch der wird wohl gehäckselt und in Beeten oder unter Sträuchern verschwinden. Ein kleiner Anfang für einen geschlossenen Kreislauf.

Und ein Anfang für unseren Garten, in dem ich so wirklich walten und schalten kann, wie ich will. Das ist ein gutes Gefühl.

Luftig leichter Freibadnachmittag

Ich komme aus dem Büro. Es ist doch etwas später geworden als geplant. Mittagessen und Kinder abholen stehen nun auf dem Plan. Als ich aus dem Hochschulgebäude nach draußen trete, empfängt mich eine warme Schwüle. Ich gehe mit den Kindern ins Freibad! Von jetzt auf gleich ist der Entschluss da. Perfekt. Eigentlich gehe ich nicht gerne ins Freibad. Zu viele Menschen, zu laut, so viele Eindrücke, Emotionen, und und und die dann dort in der Luft hängen. Doch heute überrasche ich meine Kinder. Also gehe ich schnell zum Bäcker und kaufe noch Brezeln und ein belegtes Brötchen als Mittag. Dann schnell mit dem Fahrrad mach Hause. Ich brauche ja nur kurz die Sachen packen und ab zum Kinderhaus. So lasse ich das Fahrrad vor der Garage stehen. Am Frühstückstisch würde ja noch diskutiert, dass der Herzensmann die Kinder mit dem Fahrrad in den Kindergarten bringt. So sind Anhänger und Fahrrad vom Dezemberjunge dort. Wenige Minuten später sitze ich wieder auf meinem Rad. Die Tasche mit den Schwimmsachen in der Hand am Lenker. Eigentlich wollte ich sie auf dem Kindersitz festschnallen, aber sie ist ein bisschen zu groß. Nun ja geht auch so. Ich radel voller Vorfreude zum Kinderhaus. Es kommt nicht so oft vor, dass ich meine Kinder mit einem Freibad Besuch überrasche. Auf dem Parkplatz wundere ich mich. Wo steht den der Anhänger? Und wo ist das Fahrrad vom Dezemberjungen? Sind sie nicht mit dem Fahrrad gefahren? Wie soll ich dann mit den Kindern vom Freibad nach Hause kommen? Hin könnte man gut laufen, aber zurück? Keine Chance.

Ich beschließe, zuerst zu den Kindern zu gehen. Vielleicht klärt sich alles auf. Als ich erzähle, dass wir uns Freibad gehen, ist die Freude riesig. Und ich erfahre, dass sie mit dem Auto in den Kindergarten gefahren sind. Und nun? Na gut. Ich mache noch mal ein extra Workout. Ich fahr noch mal nach Hause und hol den Hänger. So radel ich wieder durch die Stadt zurück. Komisch ist es ja schon. Nervig auch. Denn ich weiß, dass ich unseren Anhänger noch aufpumpen muss. Wir benutzen ihn zur Zeit nur noch selten. Und irgendwie ist immer das eine Rad leer. Vielleicht wäre eine Reparatur am Wochenende ganz sinnvoll. Naja, angehängt und aufgepumpt ist dann doch schnell. Und dann bin ich auch wieder am Kindergarten. Schnell sind die Kinder Start bereit und los geht’s Richtung Freibad.

Als wir ankommen bin ich ganz erstaunt. Es ist gar nicht so viel los. Und tatsächlich. Es ist alles ganz entspannt. Im Kinderbecken sind ein paar Kinder. Auf den Wiesen ist viel Platz. Schnell sind beide umgezogen und spielen an der Wasserstraße. Ich sitze in der Nähe auf der Decke und kann erst mal in Ruhe Mittag essen. Und dann verbringen wir die nächsten zwei Stunden mit spielen im und am Wasser. Es wird gegessen und getrunken. Und dann irgendwann noch der Spielplatz erobert. Gegen halb fünf packe ich unsere Sachen wieder zusammen. So entspannt war ich noch nie im Freibad. Auf dem Heimweg halten wir noch bei unserer Lieblingseisdiele. Dort treffen wir einen Kindergartenfreund mit seiner Mama. Da der Manufakturverkauf heute geschlossen ist, gehen wir noch die 100 Meter zum Laden weiter. Dort treffen wir dann noch mehr Freunde. Ich mag die Kleinstadt. Und irgendwie fühlt sich der Nachmittag wie Urlaub an. Dabei ist gerade richtig viel los und ich bin froh, wenn ich ein bisschen Pause zwischen drin habe. Und deswegen genieße ich diesen Nachmittag besonders. Zu Hause angekommen ist Abendbrotzeit. Schnell die nassen Sachen aufhängen. Dabei sehe ich, dass auch die ersten Gurken reif sind. Das Septembermädchen hilft mir beim Ernten. Und dann gibt es Gemüsewaffeln mit Gurkensalat. Lecker.

Stolz bin ich auch auf die Hose, die sich auf dem nächsten Bild so präsentiert. Denn ich habe es mal wieder geschafft, eine Hose für das Septembermädchen zu nähen. Dabei habe ich eine alte Hose meiner Mutter verwendet. Gemütlich sieht sie aus und genau richtig für die kühleren Sommermorgen und warmen Mittage. Luftig leicht. So wie dieser Nachmittag.

Wieder zu Hause

Nun sind wir wieder zu Hause. Nach fast zwei Wochen Urlaub. Nach Sonne, Strand und Meer. Wir packen aus und räumen aus. Die Waschmaschine läuft. Gestern habe ich nach sechs Stunden Autofahrt erstmal Rasen gemäht. Bewegung und etwas tun. Das tat gut. Die drei Hühner durften in den Garten. Sie haben sich auch gefreut. Im Garten ist in den letzten zwei Wochen alles gediehen. Erbsenschoten in Hülle und Fülle. Reife Johannisbeeren, die gepflückt werden wollen. Die Hochbeete sind bis zum Rand gefüllt mit Grün. Und so genieße ich das Ankommen mit all der Geschäftigkeit im Garten und der Küche. Die Wohnung aufräumen kann ich auch später noch. Und so zieht am Nachmittag ein Marmeladenduft durch die Wohnung. Ein paar Ringelblumen liegen zum trocknen da. Und ich esse ein Stück Bäckerkuchen, während draußen das Gewitter rumpelt und der Regen plätschert. Zu Hause.

Gartenlust

Es ist Ende April. Über all spriest und grünt und blüht es. So natürlich auch in unserem Garten. Gerade versuche ich jeden Tag ein bisschen im Garten zu werkeln, aber auch ihn zu genießen. Und so habe ich heute vom Markt ein paar Jungpflanzen mit gebracht. Direkt eingepflanzt stehen sie nun in schöner Reihe in unserem neuen Hochbeet. Salat und Kohlrabi und Brokkoli neben den ausgesäten Erbsen. Doch das sind nicht die einzigen Erbsen dieses Jahr. Schon eine Woche eher habe ich diese Erbsen im Blumenkasten ausgesät. Ich freue mich jeden Tag an dem jungen wachsendem Grün. Und da hier alle gerne Erbsen essen und einfach noch Samen da waren, ich weich sie immer vorher über Nacht ein, dann geht die Keimung etwas schneller. Haben auch unter der Pflaume vom Septembermädchen noch ein paar Platz gefunden. Ich bin gespannt, ob das eine gute Idee war und wie die wachsen werden. Do nicht nur Gemüse wächst in unserem Garten. Auch die Erdbeeren blühen und die Johannisbeeren sind schon sichtbar. Das Septembermädchen hat sie auch schon entdeckt und rief es ganz freudig dem Dezemberjungen zu. Als er fragte ob die den schön rot seien, kam die trockene Antwort: Ne grün.Und vielleicht ziehen auch bald noch viele tausend Haustiere im unserem Garten ein. Das Häuschen steht schon bereit. Die Genehmigung ist inzwischen vom Vermieter auch da und nun kann ich auf Schwarmfang gehen. Bald werden hier fleißige Bienen fliegen.Damit sie dann auch etwas zu essen finden habe ich so einiges an Blumen ausgesät und angepflanzt. Die Ringelblumen direkt an der Terrasse werden sicher herrlich leuchten. Mit ein paar Zwiebeln dazwischen habe ich gleich noch etwas mehr in der Küche. Das war ein kleiner Ausschnitt aus meiner aktuellen Gartenlust und auch Vorfreude. Denn wenn das dann erst reif ist zum Ernten und Naschen und Genießen. Deswegen freue ich mich besonders über die kühleren Regentage. So kommt alles noch mehr in Schwung.

Frühlingsgefühle am Freitag

Zur Tag-und-Nachtgleiche und dem Frühlingsanfang gab es bei uns das erste Eis bei unserem Lieblingseisladen „Amore & Gelati“. Nun werden wir wieder sehr regelmäßig nach dem Kinderhaus dort zu finden sein, es liegt ja schließlich auf dem Heimweg. Und eine Kugel Eis geht doch immer, oder? Na also!

„Unser“ Hund war wieder da. Kaum war ich zur Tür rein, mach dem Kinder ins Kinderhaus bringen, wollte sie raus. Klar bei dem Sonnenwetter. Viel bewegt wurde nicht. Sie hat den Tag in der Sonne genossen. So ein schönes Hundeleben. Ich habe mir daran ein Beispiel genommen und ganz entspannt meinen Tee im Garten getrunken. Danach habe ich noch ein bisschen draußen rum gewerkelt. Das erste Hochbeet ist nun fast fertig gefüllt. Vielleicht hol ich ja morgen nich die Erde für die letzte Schicht. Auch die Wäsche kann nun wieder draußen trocknen. Ich mag es, die Wäsche draußen auf zuhängen. Ich mag den Geruch von frischer an der frischen Luft getrockneten Wäsche. Das sind die kleinen Freuden im Alltag. Für jeden ist es etwas anderes. Doch macht man sich diese Mini-Alltags-Freuden bewusst, ist es einfach eine Freude und nicht mehr nur die schnöde Alltagsarbeit. Und unsere Hühner legen wieder fleißig. Im Nest liegen zwischen drei und fünf Eier am Tag. Und es sieht schon fast nach Ostern aus. Mir kribbelt es schon in den Fingern eine Henne zum Brüten „anzustiften“. Ja, das geht. Bruteier kann ich dann auch besorgen. Aber ist es dann auch schön warm genug wenn die Küken kommen? Ich möchte sie so gerne mit so wenig wie möglich Tamtam groß wachsen lassen. Aber eigentlich wäre jetzt wirklich eine gute Zeit. Ich werde mit wohl mal ein bisschen Gerste besorgen. So kleine Küken sind ja schon sehr süß. Diese Schale steht nun seit einer Woche vor unserer Tür. Es freut mich jedes Mal wenn ich rein oder raus gehe. Ein bisschen Frühling und ein bisschen Ostern. Denn auch wenn Ostern dieses Jahr sehr spät ist habe ich schon innerlich Ostergefühle. Wir lesen schon die ersten Osterbücher, haben schon die Hasen auf dem Fensterbrett stehen und ich überlege mir worauf ich so Lust habe für Ostern. Vielleicht werde ich noch einen Türkranz gestalten. Das fände ich schön. Ist ja zum Glück noch ein bisschen Zeit. Und am Abend noch ein Feuer bei Freunden mit Freunden. Perfekt. So kann das Wochenende beginnen und auch der Frühling. Damit sind die Tage für Husten, Schnupfen und ähnliches endgültig gezählt.

Dies und Das

Der letzt Post hier ist schon lange her. Immer wieder habe ich mir vor genommen etwas zu schreiben. Dann kam meist das Leben dazwischen. Damit bin ich gerade sehr beschäftigt. Überall wird man gebraucht, meist mehr als gegeben werden kann. Da braucht es den besonderen Blick auf die schönen Dinge. Die kleinen Momente, die Kraft geben und zeigen, dass alles seinen liebevollen Weg geht. 

  Daran erinnert mich immer diese kleine Bastelei. Das Septembermädchen bringt jeden Tag aus dem Wald unzählige große und kleine Stöcke mit. Erst war ich genervt. Jeden Tag auf dem Fahrrad einen Kinderrucksack voll mit „unnützen“ Stöcken zu transportieren, die mir im Zweifel auch noch in den Rücken picksen. Doch gestern hatte ich dann den Einfall daraus zu basteln. Schwups ein paar Löcher gebohrt und Perlen besorgt. Und nun bin ich dankbar. Dankbar, dass das Septembermädchen mir diese vielen wunderschönen Stöcke mitgebracht hat. 

  Eine kleine Bastelei ist auch diese Tasche. Ein rosa Einhorn Mädchentraum für eine Kindergartenfreundin. Diese feiert ihren Pferde Einhorn Geburtstag, da ist diese Geschenkverpackung genau das Richtige. Hoffe ich zumindest. Der Dezemberjunge hätte selber auch gern etwas mehr rosa Einhornglitzer und wünscht sich einen Rock. So wird hier die Nähmaschine bald wieder rattern. 

  Das was mir am meisten tägliche Dankbarkeit beschert sind unsere inzwischen fünf Hühner. Uns allen bereiten die kleinen und größeren Aufgaben viel Freude. Besonders das morgendliche aus dem Stall lassen und natürlich die Eier aus dem Stall zu holen. Das Septembermädchen hat auch eine gute und weiche Ablagemöglichkeit auf ihrer Höhe gefunden. Nur beim hinsetzen müssen wir immer zwei mal hinschauen.   Und dann ist da „mein“ Garten. Dieses Jahr bekommt er die volle Aufmerksamkeit. So wachsen dieses Jahr Kulturen, die ich vorher noch nicht angepflanzt habe. Kürbis, Gurke und Mais zum Beispiel. An Stellen, die ich noch vor ein bis zwei Jahren nicht nutzen konnte, war ich doch von Vermieterseite auf meine Flächen begrenzt. Seit dem Wechsel ist unser Vermieter nun eher froh um alles was er nicht machen muss, was auc nicht immer schön ist, denn auf einmal hatten wir keine Mülltonne mehr. Aber darum soll es heute gar nicht gehen, sondern um die schönen Dinge. Und so ist auch der Regen heute für mich ein großes Geschenk. Der Garten mit all seinen  Pflanzen freut sich sehr. 

Unser Wochenende 24./25. Juni

   
Samstagmorgen: es gibt Waffeln zum Frühstück. Auf der Terrasse ist es noch angenehm, doch es verspricht wieder heiß zu werden. 

Denn Vormittag verbringen wir mit den üblichen Einkäufen. 

 In der Mittagspause grillt der Dezemberjunge. Er bereitet Spieße mit Zucchini, Tomate und Mozarella vor. 

   Ich koche die erste Erdbeermarmelade des Jahres. Marmeladekochen ist ein bisschen den-Sommer-in-Gläser-füllen. Ich mag das sehr. 
 Wir verbringen den Nachmittag im Garten. Eine kleine Gartenarbeit wird erledigt. Die Kinder spielen und die Slackline wird aufgespannt. 

   Außerdem entstehen noch zwei Sitzauflagen für unsere Terrassenmauer.  
 Zum Abendbrot kann ich schon drauf sitzen. Heute gibt es Mangold-Lasagne. 

 Da es etwas viel geworden ist und wir die nächsten Tage nur wenig zu Hause essen werden, bekommen unsere Nachbarn auch noch etwas ab. 

Am Abend gibt es noch so einige Hausarbeiten zu erledigen. Wäsche aufhängen, im Garten Gießen, die Hasen versorgen und noch ein paar Essensvorbereitungen für unseren Sonntagsausflug. So wird es wieder ziemlich spät. 

Am Sonntag machen wir einen Ausflug in den Schwarzwald nach Altglashütten. Dort treffen wir uns mit Freunden. An diesem Tag bin ich im Moment und mache nur wenige Fotos.  

 Der Dezemberjunge kletter auf eine Birke, die wie ein Torbogen gewachsen ist. Am See sind wir lange. Wandern drumherum, Baden, liegen in der Sonne und Picknicken. 

   Es gibt ganz viel Gemüse, Falafel und Zucchini-Kartoffel-Puffer. Lecker! 
Am späten Nachmittag geht es Richtung Dorf, auf der Suche nach einem Eis. Wir beschließen dann, gleich Abendbrot zu essen, sonst wird es zu spät. 

 Auf dem Weg zum Auto finden wir noch Riesen-Löwenzahn. Perfekt für unsere Hasen, die Zuhause geduldig warten. 

Und wie dass so ist, haben wir auf dem Rückweg eine Vollsperrung dabei, können aber noch wenden. So machen wir noch eine kleine Heimatkunde-Tour durch den Schwarzwald. Eigentlich auch schön. Halb zehn tragen wir schlafende Kinder ins Bett, erledigen noch die wichtigen Hausarbeiten, verlinke ich noch diesen Post bei Susanne Mierau und krabbeln schnell hinterher. 

Eine schöne Woche wünsche ich Euch.