Zähne

Irgendwie scheint unsere Zahnodyssee noch kein Ende zunehmen. Aber wer weiß, vielleicht haben wir es nun geschafft. Begonnen hatte sie mit unseren Kindern. Der Dezemberjunge hatte Zahnschmerzen und dann stellte sich heraus das er eine Zahnwurzelentzündung hatte. Naja, das klingt schon nicht so witzig und war es alles ehrlich gesagt auch nicht. Denn als die eine behandelt war, kam die nächste und dann vielen die Füllungen raus und so weiter und so fort. Zwischendurch haben wir den Zahnarzt gewechselt und nun scheint alles gut zu sein. Woher ich das weiß? Wir hatten gestern einen Kontrolltermin mit beiden Kindern. Denn nicht nur beim Dezemberjungen gab es Stellen. Nein auch das Septembermädchen hatte versteckte Kariesstellen und lies nichts an sich machen. Da blieb dann irgendwann nur noch die Vollnarkose. Und nun? Alles super!

Zumindest bei den Kindern. Denn Ich war gestern nicht nur beim Zahnarzt, sondern auch beim Tierarzt. Unser Kaninchen Gretel hatte massiv an Gewicht verloren und Speichel lieg ihr aus dem Maul. Das Fell unterm Kinn war schon ganz nass. Und die Ursache? Trommelwirbel: Zahnprobleme! Tja, da hatten sich die Zähne nicht richtig abgeschliffen und piksten in die Wange. Essen kann man und Kaninchen da ja nicht mehr wirklich. Das versteh ich gut. Und so gab es auch beim Kaninchen eine Zahn-op mit Zahn ziehen und was weiß ich. Was man nicht so alles macht.

Aber nun geht es der kleinen Dame schon wieder besser. Fressen geht nämlich wieder richtig gut und ich habe noch ein bisschen dazu gelernt. Oder wussten Sie, dass Kaninchen keine richtige Darmperistaltik haben und deswegen der Darm nur gut funktioniert, wenn immer frisches Futter nach kommt. Ich nicht. Ansonsten kommt es zu Fehlgärungen. Auch nicht so witzig. So sind wenigstens die kleinen aufregenden Ereignisse recht schnell wieder in die richtige Bahn gelenkt. Von den großen Gewittern die gestern über uns zusammen gebrochen sind, kann ich noch nichts erzählen. Da fehlen mir nach wie vor die Worte. Da ist nur Wut und Ohnmacht. Vielleicht die Tage dann.

Von Hasen und Igeln

Von Hasen und Igeln gibt es diverse Geschichten. Meistens handeln sie davon, dass der Igel klug und gewitzt ist und der Hase eher angeberisch und etwas dumm. Ob das der Wahrheit entspricht? Ich weiß nicht. Was ich aber weiß ist, dass Igel ganz schön laut rascheln und mich so bei meiner abendlichen Hühnerklappen-Schließrunde schon des Öfteren ziemlich erschreckt haben. Ja, rascheln im Dunkeln ist nicht so mein liebstes Geräusch, besonders wenn es aus der Hecke kommt. Es sind schon andere Tiere da lang geraschelt. Aber so ein Igel ist doch ganz nett. Am Anfang war er noch recht klein und putzig. Heute war er ganz schön groß. Ordentlich gewachsen über den Sommer! Aber ob es überhaupt der gleich Igel ist, den ich da gesehen habe? Woher soll ich das denn Bitte wissen. Vielleicht an der Anzahl der Stacheln? Aufgestellt hat er sie auf jeden Fall ordentlich, als der Blitz vom Handy leuchtete. Hat ihm nicht so gefallen. Hab ich verstanden und ihn dann weiter ziehen lassen.

Er muss ja Futter suchen, der Igel. Oder was treibt der sonst um diese Zeit in meinem Garten? Futter suchen musste ich heute auch. Nicht für mich. Nein, das liegt ja in Supermärkten, Gemüsemärkten und anderen Orten einfach so zuhauf rum. Suchen muss da für unsereins keiner mehr. Aber wir haben ja noch Hasen, na gut, Kaninchen. Hasen machten sich aber im Titel besser. Kaninchen, pfft, wird sich so ein echter Hase denken. Aber es wohnen zwei davon bei uns, schon länger, und für die gehe ich auf Futtersuche. Würden die das selber machen, wäre unser Garten ziemlich bald einem Schweizer Käse gleich. Also wegen der Löcher und so. Oder die Kaninchen wären nicht mehr lange bei uns. Beides nicht so toll und so übernehme in der Regel ich die Futtersuche. Der Markt ist da eine sehr beliebte Adresse, denn wo Gemüse, da gibt es auch diverse Abfälle. Doch heute war mein Hirn von der Sonne etwas weich und an das Hasenfutter (da sagt auch keiner Kaninchenfutter, tststs) hab ich erst hinterher wieder gedacht. Und so musste ich es heute wie der Igel machen, in meinem eigenen Garten nach Futtersuchen. Da stellt sich im Sommer doch recht leicht heraus, besonders wenn man solche großen wunderschönen Gewächse im Garten hat.

Die Engelwurz, ja, ganz sicher kein Riesen-Bärenklau, ich habe sie heute mehrfach angefasst und keinerlei Folgen. Die Engelwurz ist nämlich ein hervorragendes Hasen- und Kaninchenfutter, habe ich dank dem Internetz heute gelernt. Und so konnten die beiden dann mal ordentlich reinhauen. Haben sie auch. Dazu gab es dann noch Breit-und Spitzwegerich, Löwenzahn und frisches Gras. Besser kann’s einem Kaninchen doch fast nicht gehen, Oder?