Ausblick

Seit gestern haben wir einen neuen Ausblick aus der Küchentüre. Endlich haben wir den Hühnerstall-Umzug geschafft und gemacht. Letzten Sommer kam irgendwann unsere Nachbarin zu uns, sie könne dem Geruch nicht mehr ertragen und ob worden Stall nicht in einer anderen Ecke des Gartens aufstellen können. Puh. In dem Moment war ich ganz schön bedient. Der Stall ist sehr schwer und war an der vorigen Stelle quasi eingepasst. Nun ja, wenn wir die Hühner behalten wollten müssten wir irgendeinen Weg finden. Und so haben wir relativ spontan, mit großartiger Unterstützung unserer Hausmitbewohner den Stall am Samstag umgezogen. Ein paar Sachen hatte ich schon vorbereitet, aber den Großteil haben wir gestern gemacht. Es stehen auch noch einige Feinarbeiten am Zaun aus. Doch die Hühner bleiben schon mal drinnen. Das ist die Hauptsache.

Und ich freue mich inzwischen richtig über den neuen Platz der Hühner. Denn aus der Küchentüre kann ich sie nun gut beobachten. Das macht ziemlich viel her, wie ich finde. Und es spart Arbeit bzw Weg. Wenn ich abends zu machen möchte, brauch ich nur schauen, ob sie schon alle drin sind.

Die Arbeit hat sich also gelohnt! Nun hoffe ich nur, dass es keine weiteren „Beschwerden“ gibt.

Dies und das

Die letzten Tage ist es hier so wunderschön sonnig. Da lacht das Herz und die Lebenskräfte kehren zurück. Lange war der Fokus auf dem Alltag und mehr nicht. Keine zusätzlichen Aufgaben und Erledigungen. Obwohl die Liste natürlich eher wächst als schrumpft. Doch letzte Woche war es so weit. Ich habe drei der Listenaufgaben angepackt und zwei zu Ende geführt. Das fühlt sich sehr gut an. Besonders, da der Herzensmann das Wochenende Ski fahren war, ich mit den Kindern alleine und meine Kräfte noch vorhanden sind. Auch wenn wir in den Tage mit schöner Regelmäßigkeit an einander geraten sind. Besonders der Dezemberjunge und ich. Meine Geduld ist nach wie vor eher dünn. Und die Kraft für langes geduldiges Grenzen neu ausloten nicht da. So geht es zwischen durch hoch her. Doch am Ende sitzen wir gemeinsam kuschelnd irgendwo und biegen grade, was grade zu biegen geht. Immerhin.

Heute habe ich die erste Biene fliegen sehen. Seit letztem Sommer bin ich in die Materie näher eingestiegen und mein Bienenkasten steht schon bereit. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch gemacht werden. Das sollte nun auch langsam erledigt werden. Ich hoffe, dass ich dieses Frühling einen Schwarm bekommen kann. Und dann in die Imkerei einsteige. Am Sonntag waren wir so richtig fleißig. Denn im Kinderhaus braucht ein Raum ein bisschen mehr Ordnung. So wurde in eine bestehende Konstruktion ein Regal eingebaut. Damit waren wir doch ein Weilchen beschäftigt. Doch es hat auch Spaß gemacht gemeinsam mit ein paar anderen Familien zu werkeln. Und besonders schön ist es, wenn am nächsten Tag alle ganz begeistert sind, da wir dieses Regal in einer kleinen Hauruck-Aktion endlich eingebaut haben. Dies war mein Samstagswerk. Unsere Hühner müssen noch vor der großen Draußenzeit in einen anderen Gartenbereich um ziehen. Dafür habe ich schon mal ein paar Pfosten gesetzt. Kleine Schritte zwar, doch dadurch ist das Ziel schon deutlich näher gerückt. Denn das Hühner-Umzugs-Projekt lag mir lange sehr schwer im Kopf herum. Doch nun ist eine theoretische Lösung im Kopf vorhanden. Ein kleines bisschen umgesetzt und schon sieht alles nicht mehr ganz so dunkel aus. Das Bild ist schon etwas älter. Aber es wärmt mir immer das Herz. Das Septembermädchen und unser Besuchshund auf dem Heimweg vom Kinderhaus. Es ist immer wieder schön, wenn sie da ist. Mir tut es unglaublich gut. Auch wenn die Sehnsucht nach einem ständigen vierbeinigen Begleiter dadurch an den freien Tagen oft noch größer ist.

Eine kleines Sammelsurium an Gedanken und Erlebten aus der letzten Zeit.

Kleines Glück im Alltag

Montag, der 4. Februar 2019

Heute sind die Kinder zu Hause geblieben. Zum einen, weil beide noch Husten, das Septembermädchen am Sonntag lange Mittagsschlaf gemacht hat und ich das Gefühl habe, dass es gerade gebraucht wird. Zum Anderen ist eine Erzieherin krank, einer im Urlaub und keiner da der einspringen könnte. So freuen sich die verbliebenen zwei Erzieher über weniger Kinder. Das Septembermädchen steht nach dem Herzensmann auf und frühstückt gleich. Der Dezemberjunge kuschelt sich noch mal zu mir. Als die Müslischüssel leer ist, kommt das Septembermädchen noch mal dazu. Dreiviertel Acht stehen wir dann auf. Die Kinder fangen direkt an zu spielen. Ich versorge die Hühner und Hasen, schalte die Waschmaschine an und bereite Frühstück zu. Dann kommen auch beide Kinder und essen noch mal eine Kleinigkeit. Der Dezemberjunge muss gleich zweimal aufs Klo. Das Ergebnis ist nicht so toll. Ich hoffe mit einem kleinen Schluck Heilerde-Wasser das gleich im Keim zu ersticken. Zumindest ist der Dezemberjunge recht gut gelaunt.

Den Vormittag verbringe ich mit Wäsche. Wäsche aufhängen. Wäsche sortieren und in die Waschmaschine stopfen. Wäsche legen. Wäsche aussortieren. Wäsche aufräumen. Währenddessen hören die Kinder zwei Hörspiele und spielen zu Frieden im Kinderzimmer. Irgendwann zieht sich der Dezemberjunge an und schaut den Bauarbeitern in der Nachbarstrasse zu. Ich spiele eine kleine Runde Halligalli mit dem Septembermädchen.

Dann machen wir uns die Reste des Sonntagabendessens warm. Es gibt Nudeln pur für die Kinder nach Wunsch und ich esse sie mit Pilzen und körnigem Frischkäse. Als Nachtisch kocht der Dezemberjunge mit ein bisschen Hilfe Schokopudding. Diesen hat er sich schon gestern Abend gewünscht und es gab ein großen Ärger darüber. In der Mittagspause mache ich Ihnen nochmal ein Hörspiel an. Ich habe eine kurze Pause auf dem Sofa. Nach dem Hörspiel sind die Kinder etwas unausgelasstet und wissen nicht so recht was sie machen sollen. Mich lockt die Sonne nach draußen. Zu erst erledige ich mit den Kindern den Einkauf und bringe gleich die aussortierte Wäsche zum Kleiderkontainer. Dann geht es auf den Spielplatz. Dort sind wir dann sicher 1 1/2 Stunden. Ich halte mein Gesicht in die Sonne und genieße. Die Kinder schaukeln, Rollern den Berg runter und spielen am Wasser. Entspannt. So ein kleines großes Alltagsglück. Neben mir im Bach platscht es. Ich beobachte einen Eichelhäher beim Baden. Kurz danach schaut noch ein Eichhörnchen vorbei. Ich freue mich sehr über diese zwei Tierbeobachtungen. Das ist für mich immer wieder etwas besonderes. Egal wie groß oder klein die Tiere sind. Ich kann auch stundenlang unseren Gartenvögeln zu schauen. Dabei werde ich ganz ruhig. Während ich so in der Sonne Bade und in der Natur auf tanke, spielen die Kinder. Ab und an werde ich etwas gefragt, oder ich darf den Startschwung auf der Schaukel geben. Eigentlich werde ich aber nicht gebraucht. So lese ich auch ein bisschen auf dem Handy. Unter anderem diesen offenen Brief eine Mutter an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein. Er hat mich sehr beeindruckt.

So langsam bekamen dann die Kinder Hunger und Durst. So machen wir uns auf den Heimweg. Es gibt einen Obstteller und Muffins von gestern. Außerdem Tee gegen den Husten. Danach schauen wir uns eine Folge Löwenzahn an. Das Thema ist Schokolade. Danach wird noch Zimmer aufgeräumt und es ist auch schon Abendbrotzeit. Die Hühner und Hasen werden auch für die Nacht versorgt und es gibt drei Eier zu beschriften. Zum Abendbrot gibt es Reis, Linsen“Brei“ und gedünstetes Paprika-Fenchel-Zwiebel Gemüse. Ich bin erstaunt wie gut heute beide essen. Das Gemüse war so schnell weg. Und dann geht es ins Bett. Als beide schlafen, nähe ich noch eine Kleinigkeit und dann geht’s auf s Sofa. Der Herzensmann kam auch nach Hause als wir gerade die Gute-Nacht-Geschichte gelesen haben.

Winterausflug zum Filsursprung

Schon am Sonntag haben wir diesen Ausflug gemacht. Doch da ich immer wieder diese Woche daran dachte und die Bilder angeschaut habe, möchte ich ihn mit euch teilen.

Am Sonntag war die Schneepracht von Donnerstag und Freitag schon wieder verschwunden. Es waren fast 10°C und es fühlte sich, dank der Sonne, richtig frühlingshaft an. Wir wollten nach der langen häuslichen Zeit mal wieder einen Ausflug machen. Erst könnten wir uns nicht so richtig einigen. Doch dann waren alle einverstanden. So fuhren wir nach dem Mittag Richtung Wiesensteig zum Filsursprung. Im Sommer war ich dort schon mal mit den Kindern. Aufgrund der Trockenheit war nicht so viel Wasser da. So war ich neugierig ob jetzt mehr Wasser aus der Quelle kommen würde.

Schon auf der Hinfahrt merkten wir, dass ein paar Höhenmeter weiter oben durchaus noch Schnee zu finden war. So waren wir ganz gespannt, wieviel Schnee wohl noch da war. Am Parkplatz freuten wir uns, dass unser Schlitten schon den ganzen Winter über immer im Kofferraum ist. Gebraucht haben wir ihn bis dahin noch nicht. Doch jetzt konnte er zum Einsatz kommen. Denn es lag noch richtig viel Schnee. So viel, dass wir teilweise richtig eingesunken sind. Die Kinder fanden es natürlich super. Der ein oder andere Schneeball wurde geworden und auch die Hänge an der Seite getestet. So richtig gut ging das abfahren nicht, aber Spaß hatten wir trotzdem.

Am Ursprung der Fils gibt es ein kleines Häuschen zum Rasten. Das war unser Ziel. Am Vormittag hatte ich Muffins gebacken, die konnten an der frischen Luft verspeist werden und schmeckten natürlich ganz hervorragend. Und ich hatte kurz entschlossen noch die kleine Tüte mit Walnuss-Schiffchen eingepackt. Das Wasser an der Quelle fließt erstmal in ein kleines Becken. Dort haben wir dann auch ein paar der Schiffchen schwimmen gelassen.

Auf dem Rückweg wurde dann vor allem das Septembermädchen müde. Die Schneedecke auf dem Schotterweg war nicht dick genug zum Schlitten ziehen und drauf sitzen. So mussten beide Kinder laufen. Gar nicht so leicht. Denn ich war auch noch nicht kräftig genug, das Septembermädchen zu tragen. Doch am Ende erreichten wir alle das Auto und erinnern uns nun immer gern an diesen Winterausflug.

Winterfreuden

Gestern Morgen ziehe ich das Rollo hoch und denke: hoppla, da ist es ja weiß draußen. Die Kinder sind total aus dem Häuschen. Der Dezemberjunge ist wieder ganz schnell mit dem Frühstück fertig und zieht sich an. Draußen wird dann schon mal Schnee geschippt. Wir machen uns mit dem Fahrradhänger als Kinderwagen auf den Weg zum Kinderhaus. Unterwegs ist er dann ziemlich weiß. Tagsüber schneit es auch immer wieder leicht weiter. Dank der Temperaturen unter null bleibt es auch liegen.

Im Kindergarten haben alle Kinder besonders viel Spaß. Mit den Kinderschneeschaufeln wird der Schnee in die Luft geworfen. Da fliegen dann lauter Kometen rum. Mit der Sonne sieht das richtig schön aus. Wir machen noch einen Spaziergang in den nahegelegenen Park. Da er am Berghang liegt sind noch andere Kinder unterwegs. Doch es gibt auch noch freie Stellen für unberührte Septembermädchen Schneeengel.

Auch bei uns im Garten wird fleißig gespielt. Es wird eine Bahn auf der Wiese geschoben. Das ist nun die neue Laufradrennstrecke.

So langsam gewöhnen sich auch unsere Hühner an den Schnee. Doch es dauert eine ganze Weile, bis die fünf aus ihrem Häuschen kommen, wenn draußen alles weiß ist. Angelockt von ein paar Leckerein aus der Küche ist es dann doch okay. Aber den Großteil der Zeit verbringen sie nun unter dem Stall. Dort liegt kein Schnee.

Aus der Winterruhe aufgewacht

Ein neues Strickprojekte musste neulich am Abend her. Schnell sollte es gehen und vielleicht auch noch ein bisschen Reste aufbrauchen. So habe ich mich ein bisschen durch mein Heft geblättert, aus dem ich auch mein letztes endlich vollendetes Projekt gestrickt hatte. Die Handschuhe haben mich irgendwie an gelacht. Und die passenden Reste hatte ich auch. Und ganz ehrlich. Handschuhe braucht man doch irgendwie immer. Zumindest ich. Die Spitzen der Blumen schauen nun schon deutlich heraus. Mir macht es sehr viel Freude jeden Tag zu schauen, wie es so aussieht auf meinem Fensterbrett. Am Morgen beim Frühstück oder am Nachmittag bei einer Teepause nehme ich mir immer einen kleinen Augenblick nur für den Frühling im Haus. Heute Nachmittag waren die Kinder und ich noch eine kleine Runde spazieren. Ein bisschen frische Luft und überschüssige Energie loswerden. Erst halb sechs waren wir zu Hause und es war noch gar nicht richtig Dunkel! So eine schöne Entdeckung. Die letzte Umräumaktion in unserer Wohnung hat so viel gebracht. Alles ist stimmiger und gemütlicher geworden. Viele Dinge haben ihren Platz gefunden. Nun geht es in eine weitere oder die letzte(?) Etappe. Schlaf- und Arbeitszimmer werden getauscht, Farbe an die Wand und gemütlich machen. Ich freu mich schon sehr und es kribbelt mir in den Fingern. Auch wenn es ein ganz schöner Aufwand ist. Ich habe auch noch keine Idee, wohin mit dem Zeug aus dem einen Zimmer, bevor es in das neu gestrichene andere Zimmer kommt. Und ein Schrank soll weichen. Er wurde auch schon ordentlich durch sortiert. Aber es muss auch noch ein Wandschrank sortiert werden. Was braucht es und was nicht? Nun ja, da wird wohl noch einiges an Arbeit auf uns zu kommen. Aber das fertige neue kuschelige Schlafzimmer sehe ich schon vor mir. Und das Arbeitszimmer erst. Ja, es lohnt sich immer so eine Umräumaktion zu starten.

Und manchmal ist so ein Neujahr dafür ja ganz gut geeignet. Na ja Neujahr ist ja schon lange nicht mehr. Sind wir doch schon mittendrin in der 2. Januarhälfte. Doch nach meiner langen krankheitsbedingten Winterruhe fühlt es sich so an. Aber vielleicht streckt auch nur der Bär schon mal die Nase aus seiner Höhle. Wahrscheinlich ist ihm auch der Schneeglöckchenduft in die Nase gestiegen.

Licht und Schatten

Die Morgensonne spiegelt sich in den Fenstern der gegenüber liegenden Berufsschule. Wenn ich mich weit genug aus dem Fenster lehne, sehe ich einen rosa Himmel. Ich freue mich über jedes Licht. Die Tage sind oft genug trüb. Besonders da ich immer noch hustend und erschöpft auf dem Sofa liege, als anders wo. Doch langsam, ganz langsam geht es aufwärts. Das Blutbild zeigt, dass eigentlich alles in Ordnung ist. So braucht es nur Zeit. Doch das fällt mir schwer. Auch am Nachmittag schafft es die Sonne durch die Wolken. Ich sitze auf dem Sofa und werde plötzlich geblendet. So entstehen die Schattenspiele an der Wand. Jedes Mal anders. Immer wieder schön. Ich genieße diese kleinen Momente und sauge sie tief in mich ein. Am Abend gehe ich die Hühner einsperren und die Hasen versorgen. Der Mond strahlt hell und klar. Kalt wird die Nacht. Doch auch er spendet Energie. Kurz bewundere ich ihn. Am Montag soll es ja noch ein Vollmondspektakel geben. Wir sind schon gespannt, ob wir es sehen können. Ein bisschen Frühlingslicht hole ich nun schon in die Wohnung. Die Töpfe aus dem Schuppen stehen nun etwas hübsch gemacht auf dem Fensterbrett am Esstisch. Noch sieht man nur das Heu. Eigentlich wollte ich es mit Moos dekorieren, doch die Hühner erweisen sich als weltbeste Vertikutierer. So ist vom Moos kaum noch etwas übrig in unserem Garten. Die Kinder haben natürlich gleich gefragt, was das nun sei. Wenn man genau hin sieht, kann man die ersten grünen Spitzen entdecken. Ich bin gespannt wie lange es dauern wird und welche Frühlingsblüher sich dort zeigen. Bei zwei Töpfen bin ich mir sicher. Doch der Eine darf uns überraschen.

Fragmente

Inzwischen ist der Schnee schon von vorvorgestern. Am Samstag hat der Regen ihn weg gewaschen. Das Bild mag ich trotzdem sehr. Das Schneeherz. Am Donnerstagmorgen konnte ich es bestaunen, als ich das Septembermädchen in den Kindergarten brachte. Der Dezemberjunge blieb den Vormittag zu Hause. Wir hatten einen Termin an einer der möglichen Schulen. Am Nachmittag war auch er noch im Kindergarten. So konnte ich noch etwas ausruhen und die Kinder hatten Spaß beim Schlittenfahren.

Auch das Bild ist von Donnerstag. Unser Besuchshund war zum zweiten Mal bei uns. Es tut so gut. Gemeinsam lagen wir eigentlich nur rum. Doch mir hat es sehr gut getan in meiner Husterei nicht alleine rum zu liegen.

Gestern war ich dann auch mal wieder draußen. In Millimeterschritten bewege ich mich Richtung Gesundheit. Aus dem Schuppen habe ich die drei aufbewahrten Töpfe mit Frühlingsblumenzwiebeln geholt. Die Spitzen sind schon zu sehen! Ich möchte sie wieder etwas schön gestalten und auf das Fensterbrett in der Küche stellen. Noch stehen da die Adventskerzengläser. Bei den aktuellen Temperaturen kann ich sie noch im Garten lassen. Sie haben sich sehr über den Regen gefreut. Und ich konnte feststellen, dass es nicht die einzigen Blumen sind die sich schon auf den Frühling vorbereiten.

Im Blumenbeet die Krokusse. An der Hauswand habe ich auch die Schneeglöckchen entdeckt. Und ein vorwitziger Winterling leuchtet schon gelb. Na, ob das im Januar schon die richtige Zeit ist? Egal. Es macht gute Laune.

Eine Puppenjacke

Herzlich Willkommen im neuen Jahr. Ich wünsche Euch ein gesundes und zufriedenes Jahr 2019. Im letzten Jahr war es doch recht ruhig hier. Vielleicht kann ich das in diesem Jahr wieder etwas ändern. Lust habe ich und solange ich krank im Bett liege, habe ich auch genügend Zeit. Ja, die erste Arbeitswoche bin ich gleich krank geschrieben. Los ging es mit meiner Krankheits-Phase schon nach dem 2. Advent. Richtig gesund bin ich seit dem nicht gewesen. Ich hoffe das ändert sich wieder, ich tue alles dafür, aber manchmal braucht der Körper einfach eine extra Portion Ruhe.

Doch eigentlich wollte ich nicht darüber schreiben, wie es ist im Bett zu liegen, das kann jeder selber ausprobieren. Ich wollte eines meiner letzten kleinen Strickprojekte mit Euch teilen. Eines was von vorne bis hinten schön ist und mir immer wieder Freude bereitet. Zu Weihnachten zog eine neue Puppe in unsere Familie ein. Das Septembermädchen hatte sich eine sehnlichst gewünscht. Und diese Puppe, sie hat bis jetzt nur den Namen Puppi bzw. die neue Puppi, kam direkt in der Puppentrage überall mit hin. Doch für so leicht bekleidete Puppenarme ist es jetzt doch etwas kalt. Also musste eine Jacke her. Und so strickte ich um Weihnachten eine kleine feine gelbe Puppenjacke.

Sie ist komplett von mir entworfen. Dabei habe ich mich an die kleinen Babyjacken erinnert, die ich schon gestrickt habe. Angefangen habe ich mit der Rückseite. Die Ärmel gleich angestrickt und schwupp kam schon die erste Vorderseite dran. Dann die zweite Vorderseite, doch oh Schreck, das Restknäul war zu schnell zu Ende. Kurzer Hand habe ich ein anderes mal angefangenes Strickstück, mit dem ich nicht so zufrieden war, wieder aufgeribbelt. Dort versteckte sich auch der Rest von dem gelben Knäul. Und so wurde ein happy End draus. Knopf annähen und die Seiten zusammen nähen. Fertig. Die Wolle habe ich in unserem örtlichen Wollladen gekauft. Feine Merinowolle. Wofür ich die mal gedacht hatte weiß ich schon längst nicht mehr. Vielleicht hat mir auch nur der Farbton gut gefallen. Das strahlende gelb passt auf jeden Fall perfekt zur Puppi.

Und so kann die Puppi nun warm gekleidet mit die Welt entdecken. Es wurden noch Socken bzw Schuhe bestellt. Mal schauen was sich da zaubern lässt. Aber eigentlich würde ich am liebsten gleich noch mehr Puppenjacken stricken. Es hat mir so viel Freude gemacht. Doch so viele Jacken braucht eine Puppe ja nun auch nicht, oder? Wer weiß, vielleicht gibt es ja noch die eine oder andere Puppenmama, der man mit einer kleinen Jacke eine Freude bereiten kann.

4. Advent – Ankommen in der Stille

Es ist 9:15 Uhr. Ich liege im Bett. Der Hals kratzt immer noch und ich fühle mich erschöpft. Die Kinder sind schon seit gut einer Stunde aufgestanden. Sie spielen und spielen und spielen. Gemeinsam. Sie verreisen und haben ihre Rucksäcke gepackt. Ab und zu kann man Gesprächsfetzen verstehen. Es ist alles friedlich. Kein Streit. Kein hör auf. Kein lass das. Anders als in den letzten Tagen. Wenn beide aus dem Kindergarten wieder zu Hause waren, ging es oft hoch her. Beide sind erschöpft, brauchen ihre Zeit und knallen aneinander. Mit meiner Erkältung, die mich nun seit zwei Wochen aus der Bahn wirft, hatte ich nicht immer die Kraft die Streitereien auszuhalten. Besonders mit dem Dezemberjungen bin ich aneinander geraten. Dabei konnte er einfach nicht mehr. Die Aufregung vor seinem Geburtstag und dann auch noch Weihnachten, Weihnachtsfeier im Kindergarten mit Theaterstück und die Aufregung vor dem Krippenspiel. Das alles und der ganz normale Alltag, sind einfach zu viel.

So geht es mir auch. Und ich bin froh, dass wir nun zwei gemeinsame ruhige Wochen haben. Zwei Wochen in denen ich wieder auftanken kann. Hoffentlich wieder gesund werde. Im Moment fühlt es sich an, als würde ein großer Stein auf meiner Brust liegen.

Und doch liege ich dankbar im Bett. Höre die Kinder spielen. Höre den Herzensmann Frühstück bereiten. Erinnere mich an die kleinen Momente der letzten Tage. An den kurzen Spaziergang um den Block gestern Abend. Nach dem Abendbrot hatten die Kinder noch zu viel Energie vom Lego-Bau-Nachmittag. Also raus mit allen. Oder das Lucia singen auf dem Weihnachtsmarkt. Jedes Jahr ist es ein magischer Moment, wenn so viele Mädchen mit Kerzen durch die Straße ziehen bis in die Kirche und singen. Es sind Momente des Seins und Genießens. Ohne Druck. Und so kommen auch die nächsten Tage. Einfach im hier und jetzt. Und ich spüre, dass die Kraft langsam zurück kommt. Schritt für Schritt. Der Stein ist schon nicht mehr ganz so groß.

So wird es heute ein ruhiger Tag. Ankommen in unserer Familienzeit.