Hau ab!

Mal wieder Husten. Mal wieder die Nase voll. Die Nächte werden zum Nuckeln und Nuckeln und Nuckeln genutzt. So langsam kann ich nicht mehr.
Am Mittwoch Nachmittag ging es wieder los. Der Husten war wieder da. Die Nächte danach unterbrochen vom Husten und weinen und röcheln. Denn die Nase war auch wieder voll. So richtig leer war sie davor zwar nicht. Aber der kleine Mann konnte Nachts wenigstens frei atmen. Am Donnerstag früh hatten wir eh den U6 Termin. Da konnte der kleine Mann dem Arzt so richtig was vor husten. Die Lunge ist frei. Wenigstens etwas positives. Noch ein neues Mittelchen gegen den Schnupfen und die Erkältung bekommen.
Am Freitag hatte auch der große Mann die Nase wieder voll. So zog er mal wieder aus dem Schlafzimmer aus. Wenigstens einer sollte gut schlafen. Auch ich hatte etwas Halsschmerzen und die Nase ist nicht ganz frei. Aber das ist nicht so schlimm. Viel mehr schlauchen mich die Nächte. Wenn aller zwei Stunden, manchmal auch weniger, getrunken genuckelt werden möchte ist das nicht sehr erholsam. Der Nuckel wird nicht akzeptiert. Dann wird gequietscht und geschrien. Manchmal bin ich stark und bestehe auf das ‘Nein’. Aber oft, leider viel zu oft, will ich dann meine Ruhe haben und akzeptiere dafür das Genuckel. Aber Ruhe ist das auch nicht wirklich. So hoffe ich, dass es besser wird, wenn er wieder gesund wird. Deshalb:

Erkältung, hau ab! Raus hier! Du hast uns jetzt lange genug geplagt.

Das Leben eben

Still hier. Nicht weil es nichts zu erzählen gäbe. Nein. Da gibt es genug. Nur fehlt mir die Zeit, die Kraft und der Kopf. Besonders der. Die Pausen werden als Pausen genutzt. Wenigstens nichts tun. Vielleicht etwas stricken oder aus dem Fenster schauen. Bloß nicht den Kopf anstrengen. Ich merke es immer sofort, wenn ich lange am Stück sitzen und lernen muss/soll/darf. Mir fehlt die frische Luft, die Bewegung und an langen Tagen wie heute der kleine Mann. Die Anfangseuphorie ist weg geblasen. Es wird einfach Tag für Tag weiter gemacht. Bis irgendwann, in nicht mal mehr 1 1/2 Jahren, es geschafft ist. Es macht auch immer noch Spaß. Aber der Wunsch nach beenden und fertig sein ist im Moment sehr groß. Die Frage wo wir sein werden, treibt mich immer wieder um. Ich träume meinen Lebenstraum. Und da ist das Studium nur der Weg zum Ziel oder auch nur Mittel zum Zweck. Ich weis noch nicht.

Als ich heute mit einer Kommilitonin und guten Freundin übe die fehlende Motivation sprach meinte sie etwas später. Sie kennt das. Aber ich sei jetzt wieder ich. Entspannter und so. Ja das kann sein. Ich bin nach nun 11 Monaten Mama-sein angekommen. Die kleinen Freiräume, das Studium geben mir die Möglichkeit mehr als nur Mama zu sein.

Aber bin ich wirklich wieder ich, also so wie vorher, nur mit Kind? Oder bin ich nicht viel mehr ein neues verändertes ich. Zumindest merke ich selber wie sich grad bei mir so einiges verschiebt, neu gedacht wird, Einstellungen ändern und Prioritäten verschieben. So manches was ich gerade mache und jetzt für gut befinde, hätte ich noch vor kurzem mit einem kritischen ‘hm, ich würde das nicht machen, finde ich zu krass, ist mir zu extrem’ und ähnlichem bedacht. Wichtiges wurde plötzlich oder schleichend zu Nebensächlichkeiten. Alles ist im Fluss. Es muss passen. Sich gut an fühlen. Dann ist es richtig. Nicht immer ist alles super. Aber es gibt immer ein Grund zur Freude. Viele klein große Glücksmomente am Tag. So wie es ist. Das Leben eben.

Familienglück

Ich sitz am Schreibtisch. Werkel ein bisschen vor mich hin und schreib mal wieder einen richtigen Brief.
Die beiden Männer sind im Arbeitszimmer. Der kleine findet es dort super. Möchte auf das Gästebett klettern. Ich höre es juchzen und Jauchzen. Zwischen durch auch mal ein “Vorsicht!” Der kleine Mann hat den Abstieg vom Bett noch nicht ganz raus. Vorwärts funktioniert nicht ganz so gut.
Dann macht der große Mann Musik an. Unser Familien-Lieblings-Lied ist das, mit den großen Elefanten und den Bäumen. Der kleine Mann hört die Melodie und freut sich. Juchzer und vielleicht auch ein Versuch mit zu singen. Wer weiß?
Dann auch irgendwann ein Plumps. Schreien. Auch das gehört dazu. Doch ich muss mich nicht bewegen. Aller Frust über den Schmerz und die noch nicht geglückte Entdeckung werden weg gepustet. Dann geht es auch schon weiter. Fröhliches plappern von Beiden. Inzwischen läuft im Hintergrund “wer hat die Kokosnuss geklaut”. Der kleine Mann entdeckt Flugtickets.
Und ich? Ich sitz gemütlich und glücklich an meinem Schreibtisch und genieße dieses – unseres – Familienglück.

Herbst

Was ist das bloss für einer, der Herbst dieses Jahr. Mit spätsommerlichen Temperaturen Ende Oktober. Nicht das ih mich beklagen möchte. Nein, niemals. Nicht bei so wunderschönem Wetter. Das genießen wir in vollen Zügen. Machen lange Spaziergänge. Gehen auf den Spielplatz. Freuen uns über das tolle Spielzeug, was der Herbst so beschert.
Ja. Ohne Ende. Haufenweise. So viel davon. Einfach herrlich. Zumindest wenn es trocken ist. Wenn es da zu finden ist, wo wir es nicht weg machen müssen. Richtig. Das Laub.
Was man damit so alles anfangen kann. Man kann es fühlen, riechen, hören. Einfach herrlich. Ich kann nie widerstehen mit den Füßen durch das Laub zu fahren. Es Rascheln zu lassen. Manchmal auch hoch schmeißen. Das liebe ich am Herbst. Unter anderem.
Heute konnten wir nicht widerstehen den kleinen Mann in einen Haufen zu setzen. Das Laub auf ihn rieseln zu lassen. Uns gegenseitig zu bewerfen. Kind sein. Wie herrlich.

20131026-224020.jpgdem kleinen Mann hat es gefallen. Eindeutig. Und er hat was entdeckt. Seinen ersten Regenwurm. Fand er irgendwie komisch, sehr skeptisch wurde er betrachtet. Aber man konnte auch nicht von ihm lassen.

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Herbstspaziergang

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Heute nochmal richtig schön Sonne getankt. Auf dem Heimweg von der Hochschule ist der kleine Mann eingeschlafen. Da ich ihn wie meistens auf dem Rücken trug, ging ich einfach noch weiter. Die Sonne lockte eh. Das haben wir dabei entdeckt, nachdem der Mann auf meinem Rücken wieder wach war.

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Faszination fliegen. Drachen am strahlend blauem Herbsthimmel. Da wird neugierig zugeschaut.

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Pferde sind immer spannend. Der kleine Mann freut sich immer, wenn wir welchen begegnen. Wenn er die Hufe auf dem Asphalt klappern hört, hüpft er in der Manduca auf und ab, lacht und freut sich halt. So auch heute. Kurzanhalten muss da natürlich sein.

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Die letzten Äpfel in den Bäumen. Angestrahlt von den abendlichen Sonnenstrahlen.

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Gras zupfen. Was es da alles zu entdecken gibt

Berührt: geerntet

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Nach nun drei Wochen wieder zu Hause. Da sieht es im Garten schon wild aus. Ein Vormittag werkeln. Dann bin ich auch wieder angekommen. So richtig. Und der Korb ist gefüllt. Ein leckeres Mittagessen wurde daraus. Es ist einfach wunderbar. Fühlt sich so gut an. Richtig. Und schmecken tut es so gut wie sonst nichts. Die Tomaten haben ein Aroma. Unglaublich. Da hat sich die Geduld gelohnt.

Zu Hause ist..

… da, wo meine zwei Männer sind.

… da, wo ich bekannte Gesichter auf der Straße sehen kann.

… da, wo gute Freunde in der Nähe sind.

… da, wo ich im Garten ein bisschen werkeln kann.

… da, wo ich mich gemütlich eingerichtet habe.

… da, wo ich einfach die Beine hochlegen und nichts tun kann.

… da, wo immer was zu tun ist.

… da, wo ich weiß, was hinter der nächsten Ecke ist.

… da, wo mich die Menschen in meinen Lieblingsgeschäften oder auf dem Markt kennen und Zeit haben kurz zu plaudern.

… da, wo ich eine Beschäftigung habe, die mich ausfüllt.

… da, wo der kleine Mann Spielkameraden hat.

… da, wo wir glücklich sind.

… da, wo nette Nachbarn über den Gartenzaun Grüßen.

Hier!

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Sommerwochenende

Schön war’s! Viel zu schnell vorbei. Genossen haben wir jeden Moment. Ein Familienwochenende, wie ich sie mir wünsche. Mehr davon haben und sie am Liebsten nicht gehen lassen möchte.

Am Samstag durfte ich ausschlafen. So richtig, bis zehn. Den irgendwann wird der Hunger vom kleinen Mann zu groß. Ein Männervormittag, den sie entspannt genossen haben. Mit Ausflug zum Bäcker und Fleischer. Männer eben. Frühstücken auf der Terrasse, während der kleine Mann im Kinderwagen vor sich hin brabbelt und schließlich wegdöst. Ein Gefühl von Urlaub schleicht sich ein. Mit dem leichten Wind, der um die Beine, durch die Haare streicht, fühlt es sich an wie am Meer. Man bekommt Lust, die Badesachen zu schnappen. Sich aufs Rad zu schwingen. Ans Meer, an den Strand zu fahren. Leider nicht möglich. Ist viel zu weit weg. Aber das Gefühl. Das bleibt. Gemütlich und ruhig. Bis die Nachbarn dem Samstag mit typisch samstäglichen Aktivitäten frönen. Rasen mähen, Hecke schneiden, Holz sägen. Auch wir erledigen den Kleinkram. Ein Besuch steht für Nachmittag noch an. Babybesuch. Ganz frisch geschlüpft. Eine Woche jung. Unglaublich, das der kleine Mann auch mal so klein war. Im Vergleich dazu erscheint er riesig. Den Abend ausklingen lassen. Die Kühle genießen. Den Sommerabend. Einer der Ersten dieses Jahr. Hoffentlich Einer von vielen.

Am Sonntag ging es gemütlich weiter. Der große Mann mit ausschlafen dran. Den Vormittag mit spontanem Nähen verbracht. Schnell eine zweite Sommerhose genäht für den kleinen Mann. Leichte Baumwolle. Weit geschnitten. Luftig leicht. Für Wärme Sommertage genau das Richtige. Am Nachmittag brechen wir auf. Fliegen wir aus. Mit den Rädern durch den kühlen Wald, einen Picknickplatz suchen. Vorbei an den Seen, die mit Menschen gespickt sind. Zu Viele für ein gemütliches Picknick. Es gleicht einer Völkerwanderung. Weiter bis zum Segelflugplatz. Unterm Baum mit Blick auf die Flieger, ein perfektes Plätzchen. Noch sind die Menschen, Radfahrer, Spaziergänger spannender. Aber bald wird der kleine Mann zeigen. Dadadada. Voller Begeisterung, voller Staunen. Hach, das war schön. Im Gras liegen. Mitgebrachtes verspeisen. Die Sonne, den endlich kommenden Sommer genießen. Zeit haben. Am Abend, zum Wochenendabschied, wurde gegrillt. Der Garten genossen und sich gefreut. Auf das nächste, wunderbare Familienwochenende.

Patchwork

Patchwork ist etwas wunderbares. Aus vielen kleinen Teilen wird etwas großes Ganzes. Man kann es einfach gestalten. Aber auch ganz aufwändig und kunstvoll. Bis hin zu Quilts mit fantasievollen Mustern. Meine erste Patchwork-Decke war ganz einfach. Lauter Quadrate. Einfach zusammen genäht. Fertig. Nichts aufwendiges, aber doch mit viel Liebe für den großen Mann. Damals noch der Einzige im Hause Quast. Bunt wurde sie. Mit Stoffen, die wir gemeinsam ausgesucht haben. Die Aliens mussten selbstverständlich mit. Das Kind im großen Mann ist oft sehr präsent. Zum Glück. Kuschelig wurde sie. Die Fleece-Decke als Rückseite. Zum Einmummeln für gemütliche Fernsehabende oder so.

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Doch nun hat sie der kleine Mann beschlagnahmt. Ausgeliehen. Zum Krabbeln und Spielen. Vor einer Weile wollte ich gerne eine etwas kleinere Krabbeldecke haben. Eine, die auch mit genommen werden kann. Eine, zum auf die Wiese legen. Eine, die dem kleinen Mann gehört. Und so fing ich an, Stoffe zu suchen. Bunt. Natürlich. Ein einfaches Muster sollte sie haben. Nichts aufwendiges. Sollte schnell gehen. So neben bei. In einem Buch zum Träumen wurde ich fündig. Ein kleiner Quilt aus lauter Quadraten. Diese krumm und schief zusammen genäht aus Streifen. So soll es werden.

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Die Quadrate waren fertig. Die Decke, die aus denen entstanden wäre mir noch zu klein. Eine Umrandung kam dazu. Dreiecke. Und noch mehr Umrandung. Die Vorderseite war dann fertig. Die Rückseite schnell zusammen gesetzt aus vier großen grünen Quadraten. Dan dachte ich, es wäre nett, wenn ich ein wenig quilte. Zum besseren Zusammenhalt. Und da saß ich nun. Stich für Stich. Reihe für Reihe. Aus der schnellen kleinen Decke wurde ein längeres Projekt. Nun ist es vollbracht. Alles zu genäht. Bereit zum Einweihen.

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Viel Spaß kleiner Mann beim Krabbeln, Spielen, Toben auf deiner eigenen kleinen Decke.

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