Zerowaste: Geschenkverpackung

Das Septembermädchen darf heute zur Geburtstagsfeier ihrer Freundin gehen.  Und selbstverständlich darf ein kleines Geschenk nicht fehlen. so gingen wir neulich in den Laden und das Septembermädchen suchte für ihre Freundin einen Einhorn-Radiergummi aus. Dazu noch einen Bleistift und eine kleine Süßigkeit. Das Geschenk ist perfekt. Und nun? Alles irgendwie in Papier verpacken? Och nö. Das sieht meist nicht schön aus und landet direkt im Müll. Auch wenn es sich bei uns eh um genutztes Geschenkpapier handelt. Aber ich find das immer sehr schade. Und so kruschtelte ich in meinem stofffundus. Fand zwei schöne Stoffe. Diesmal wollte ich keinen einfachen zu zieh-Beutel nähen und auch keine stinknormale gerade Stofftasche. Etwas eleganteres durfte es diesmal sein. So stöberte ich ein bisschen durchs Internet und fand diese Stofftaschen-Idee. Doch meine musste viel kleiner sein, schließlich ist es ein 4. Geburtstag. So habe ich das Schnittmuster von einer kleinen gehäkelten Tasche des Septembermädchens abgenommen und modifiziert. Heraus gekommen ist dieses kleine Täschchen. Mit einem Schönheitsfehler zwar, aber den verrat ich nicht. Und so ist das Geschenk richtig gut verpackt. Und die Verpackung kann noch eine ganze Weile kleine Mädchenschätze aufbewahren.   
 

Sommerhose

Im Moment ist hier gerade die Zeit der Fertigstellungen. Projekte, die vor einer ganzen Weile schon angefangen wurden, finden nun zu ihrer Vollendung. Eine Art Frühjahrsputz sozusagen. Es tut gut, diese „Altlasten“ fertig zu machen. Sie ihrem eigentlichen Zweck zu zuführen. Platz und Raum für Neues zu schaffen. Im Kopf spukt schon so manches Neues rum. Mit dem Frühjahr und dem kommenden Sommer bleibt auch weniger Zeit zum Machen. Mich zieht es raus. Die Natur, der Garten ruft. Doch an Tagen, wie heute, lockt es nicht nach draußen. Trüb und nass präsentiert sich der Mai. Kein schlechtes Gewissen macht sich breit, wenn ich mich verziehe. An die Nähmaschine oder die Stricknadeln. Je nachdem wozu ich Lust habe und wie der kleine Mann mich lässt. Nähen mit ihm ist nicht unbedingt einfach. Eine gerade Naht ist möglich. Doch aufwendigeres? Lieber nicht. Zu sehr fordert er meine Aufmerksamkeit. Die soll er auch bekommen. Keine halben Sachen. Das wird meistens nicht gut und tut uns nicht gut. So nutze ich die kleinen Pausen, die er mir gibt, wenn er schläft. Und schwups ist das nächste Projekt beendet. Plötzlich ganz schnell. Meistens fehlt gar nicht mehr viel. Doch irgendwann war sie mal raus die Luft. Weg die Motivation. Nun hat der kleine Mann ein weiteres Stück Kleidung in seiner Garderobe.

Vor einer Weile, als ich noch gewindelt habe, die Nase voll von dem ständigen an und aus hatte, fing ich an. Im Internet fand ich ein einfaches Schnittmuster für eine Splitpant. Ganz einfach. Wirklich. Eigentlich nur drei Nähte. Ruck zuck waren die zusammen genäht. Die Hose schon fertig. Doch irgendwie nicht nach meinem Geschmack. Mir gefiel sie nicht. So landete sie erstmal auf dem kleinen Stapel der noch nicht fertigen Projekte.

Dann kam die Latz-Splitpant von Kristina Schwarz. So praktisch, warm und nicht mehr weg zudenken. Doch an manchen Tagen inzwischen schon zu warm. So wuchs in meinem Kopf die Idee, wie ich die Hose fertig machen wollte. Mit Latz. Und Beinbündchen, damit sie beim Tragen nicht hochrutscht. Besonders in der Manduca. Und nun ist es vollbracht. Kein Meisterwerk der Nähkunst. Ich bin immer noch nicht mit jeder Naht zufrieden. Aber das ist nur mein Perfektionismus. Sie passt und das ist die Hauptsache.

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Patchwork

Patchwork ist etwas wunderbares. Aus vielen kleinen Teilen wird etwas großes Ganzes. Man kann es einfach gestalten. Aber auch ganz aufwändig und kunstvoll. Bis hin zu Quilts mit fantasievollen Mustern. Meine erste Patchwork-Decke war ganz einfach. Lauter Quadrate. Einfach zusammen genäht. Fertig. Nichts aufwendiges, aber doch mit viel Liebe für den großen Mann. Damals noch der Einzige im Hause Quast. Bunt wurde sie. Mit Stoffen, die wir gemeinsam ausgesucht haben. Die Aliens mussten selbstverständlich mit. Das Kind im großen Mann ist oft sehr präsent. Zum Glück. Kuschelig wurde sie. Die Fleece-Decke als Rückseite. Zum Einmummeln für gemütliche Fernsehabende oder so.

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Doch nun hat sie der kleine Mann beschlagnahmt. Ausgeliehen. Zum Krabbeln und Spielen. Vor einer Weile wollte ich gerne eine etwas kleinere Krabbeldecke haben. Eine, die auch mit genommen werden kann. Eine, zum auf die Wiese legen. Eine, die dem kleinen Mann gehört. Und so fing ich an, Stoffe zu suchen. Bunt. Natürlich. Ein einfaches Muster sollte sie haben. Nichts aufwendiges. Sollte schnell gehen. So neben bei. In einem Buch zum Träumen wurde ich fündig. Ein kleiner Quilt aus lauter Quadraten. Diese krumm und schief zusammen genäht aus Streifen. So soll es werden.

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Die Quadrate waren fertig. Die Decke, die aus denen entstanden wäre mir noch zu klein. Eine Umrandung kam dazu. Dreiecke. Und noch mehr Umrandung. Die Vorderseite war dann fertig. Die Rückseite schnell zusammen gesetzt aus vier großen grünen Quadraten. Dan dachte ich, es wäre nett, wenn ich ein wenig quilte. Zum besseren Zusammenhalt. Und da saß ich nun. Stich für Stich. Reihe für Reihe. Aus der schnellen kleinen Decke wurde ein längeres Projekt. Nun ist es vollbracht. Alles zu genäht. Bereit zum Einweihen.

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Viel Spaß kleiner Mann beim Krabbeln, Spielen, Toben auf deiner eigenen kleinen Decke.

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