Zur Zeit

Auf dem Rad nach Hause

… fahren wir wieder täglich Rad. Inzwischen auch das Septembermädchen mit viel Freude und mehr und mehr Sicherheit. Seit Montag darf sie wieder in den Kindergarten. Zumindest diese Woche und dann jede Zweite. Und so fahren wir wieder hin und her mit dem Rad. Ich genieße diese kurzen Radstrecken mit einem oder manchmal auch zwei Kindern sehr.

Steinpuzzle

… liegt ein schönes volles Besuchswochenende hinter uns. Die Schlafreserven sind nach dem Zelten auf unserem Lebensort wieder auf gefüllt und wir haben ein großes Projekt geschafft und freuen uns daran. Gemeinsam wurde unsere vorbereitete Terrassenidee umgesetzt. Ratzfatz am Anfang und dann mit etwas Durchhaltevermögen bei schlechtem Wetter fertig gestellt.

Kirschohrringe

… werden die ersten Kirschen reif. Und so wurde auf der langen Leiter in den Baum gestiegen und die ersten roten Kirschen gepflückt. Nur ein kleines Döschen voll. Denn ein bisschen Sonne brauchen sie dann doch noch. Aber die ersten Kirschen vom eigenen Baum sind etwas sehr besonderes. Und ein schöner Nachmittagsvertreib.

Hoch hinaus.
Küken auf Entdeckungstour

… leben nun nur noch zwei Küken bei uns. Dafür entwickeln sich diese ganz prächtig und entdecken auch wozu so Flügel gut sind. Ich muss wohl mal ein Netz drüber machen. Ansonsten haben wir dann flügge Küken im Wohnzimmer. Ob ich das so gut finde…

Kükenparty im Wohnzimmer

Seit Dienstag nach Ostern haben wir eine brütende Henne gehabt. Eigentlich dauert eine Brut bei Hühnern 21 Tage und so wussten wir, dass es letzte Woche soweit gewesen sein müsste. Dienstag vor einer Woche waren wir ganz aufgeregt. Wir lauschten am Stall, ob wir schon ein Piepsen hören konnten. Ich hielt unserer Henne das Futter vor den Schnabel und sonst ließen wir sie in Ruhe. Doch es blieb still. Auch die nächsten Tage blieb es noch still. Doch die Hoffnung war noch nicht gestorben, denn ich hatte am Samstag nach Ostern noch weitere vier Eier drunter gelegt und vielleicht synchronisieren sich die Eier? Wir hatten ja keine Ahnung. Es war ja unsere erste Brut. Jeden Tag schauten wir rein, versorgten die Henne und lauschten. Meine Geduld wurde sehr geprüft. Und dann war plötzlich alles noch viel aufregender. Denn Freitag vor einer Woche kamen wir abends von unserem Lebensort wieder. Es war schon etwas spät und wir mussten noch Abendessen. Doch als erstes schaute ich bei unserer Henne nach. Sie saß wie immer auf dem Nest. Doch irgendwas war anders. Dann sah ich die kaputte Eierschale neben dem Nest liegen und wusste ein Küken ist geschlüpft. Was für eine Freude! Ich fütterte die Henne noch mal und dann sah ich es erst. Es lag ganz matt auf dem Stallboden in der Streu und piepste verzweifelt. Oh nein! Was mach ich nun. Es kam von selber nicht wieder in das Nest. Und ohne die wärmende Henne würde es erfrieren. Ich versuchte es unter unsere Henne zu schieben. Doch die Glucke verteidigte ihr Nest gut und pickte nach mir. Keine Chance, das war klar. So nahm ich das kleine Ding in meine Hände und schützte es. Dann ab in die Wohnung. Wie sollen wir es nun wärmen? Und das die ganze Nacht? Und wie warm braucht ein Küken es überhaupt? Fragen über Fragen schossen mir durch den Kopf.

Unser erstes Küken unter der Rotlichtlampe

Ja, darauf war ich nicht vorbereitet. Ich habe in die Natur vertraut und naiv gedacht, die Glucke brütet die Eier aus und versorgt dann ihre Küken ganz wunderbar. Doch so ist Natur nicht unbedingt. Nicht nur. Sicher ist Natur auch wunderschön und bisweilen auch romantisch. Aber eben nicht nur. Wie wir auch an den kommenden Tagen noch erleben werden. Doch zurück zu Freitag Abend mit unserem frisch geschlüpften Küken in der Küche. Ja denn da saß ich dann erstmal. Auf dem Küchenfussboden mit der Rotlichtlampe in der Hand. Das Küken in einem kleinen Schuhkarton. Langsam erholte es sich und mit der zunehmenden Wärme wurde es lebendiger und flatterte unbeholfen herum. Es lebte. Der Herzensmann kochte nebenbei Essen und wir wechselten uns ab, mit Lampe halten und Essen und die Kinder koordinieren und weitere Lösungen finden. Und wie der Zufall wollte hatten wir eine Woche vorher von Bekannten einen Brutautomat geschenkt bekommen. Diesen holten wir nun aus der Garage, schalteten ihn an und probierten aus wie wir Temperatur und Luftfeuchtigkeit einstellen können. Dann setzten wir das Küken hinein und brachten die Kinder ins Bett.

Während ich das gute Nacht Lied sang kam mir die Idee, das Küken doch noch mal unter die Glucke zuschieben. Ich wollte es probieren. Denn ich hatte ja noch die Hoffnung, dass aus den weiteren neun Eiern auch noch Küken schlüpfen. Und so probierte ich es an dem Freitagabend spät noch mal. Es war schon dunkel, die Glucke schlief bereits und das Küken schlüpfte ganz selbstverständlich unter ihren Bauch. Nun blieb also zu hoffen, dass sich unsere Glucke gut um das Küken kümmern würde und noch weitere Küken schlüpfen.

Ein Zettel den der Dezemberjunge lesen kann, damit die Kinder am nächsten Morgen keinen Schreck bekommen.

Machen wir einen kleinen Zeitsprung von Freitag Abend zu Sonntag früh. Inzwischen wussten wir das ein weiteres Küken geschlüpft sein muss. Wir haben noch mehr kaputte Eierschalen gesehen. Doch das Küken noch nicht. Am späten Vormittag wollte ich die Eierschalen entfernen und nach sehen. Da fand ich ein lebendiges und ein totes Küken. Warum wissen wir nicht. Als ich das tote Küken und die Eierschalen entfernen wollte pickte unsere Henne heftig nach unserem gesunden Küken. Das konnte ich nicht akzeptieren. Ich wollte das eine gerettete Küken lebend wissen. Ob aus den anderen acht Eiern noch etwas werden würde wussten wir nicht. So quartierte ich unser Küken im Wohnzimmer ein. Von einer Bekannten konnte ich Wärmeplatte und -Lampe ausleihen. Nun hatten wir also ein Küken im Wohnzimmer.

Goldie unser Küken im Wohnzimmer

Doch unser Küken blieb alleine. Aus den restlichen acht Eiern ist bis Dienstag Morgen kein Küken geschlüpft. Dann habe ich beschlossen mich auf die Suche nach Küken zu begeben. Denn ein Küken alleine geht für mich gar nicht. Doch es ist gar nicht so einfach drei Tage alte Küken zu finden. Doch ich hatte Glück und konnte sie am Mittwoch abholen. Und so haben wir zu unserem Küken noch zwei weitere gekauft. So wohnen in unserem Wohnzimmer nun drei Küken. Das ist ein Gepiepse…

Unsere drei Küken – Goldie, Nora und Krawallo

Hoffen und Warten auf Nachwuchs

Ich bin aufgeregt. Wie ein kleines Kind vor Weihnachten. Oder gespannt wie ein Flitzebogen. Warum? Eine unserer Hennen ist brütig. Seit ein paar Tagen sitzt sie regelmäßig im Nest und giftet uns an, wenn wir die Eier entwenden wollen. Das ist nicht neu für uns. Als wir vor gut zwei Jahren unsere Hühner bekamen, wurde bereits im Herbst eine unserer Hennen brütig und mit ihr keimte der Wunsch nach eigenen Küken in Naturbrut. Ein Traum! Im kommenden Frühjahr, also letztes Jahr, beobachtete ich unsere Hennen sehr genau. Würde wieder eine Henne brütig werden? Ich versuchte auch verschiedene Tipps aus dem www, um Hennen zum Brüten zu animieren. Funktioniert hat es nicht. Die vorsorglich besorgten Bruteier einer Freundin – also deren Hühner – blieben ungenutzt. Der Traum der eigenen Küken wanderte wieder in die hinteren Ecken des Hirns. Und nun einfach so, weil die Natur es möchte, ist unsere Henne brütig. Die ersten Tage war ich noch skeptisch. Ist sie wirklich brütig? Die Hoffnung keimte wieder und nachdem ich mir wirklich sicher war, schrieb ich meiner Freundin, ob sie mir wohl wieder ein paar Eier geben könnte?

Eindeutig brütig – unsere Maranhenne Roberta

Ein Tag noch Ostern keine so gute Idee. Sie hat keine Eier da und es legen bei ihr aktuell nicht so viele Hennen. Aber sie könnte mir welche sammeln. Hm, das wäre zwar möglich, aber die Frage ist, wie lange sitzt unsere Henne wirklich? Oder merkt sie irgendwann, das die Eier nicht befruchtet sind, die unsere Hennen legen und hört auf zu brüten? Fragen über Fragen in meinem Kopf. Alle ausgelöst von dieser verrückten Hoffnung auf eigene Küken. Wäre das nicht herrlich, ein paar kleine gelbe flauschige Küken über unsere Wiese spazieren zusehen? Doch wo bekomme ich jetzt noch Bruteier her. Und das auch noch zügig, ich will keinen Tag vergeuden.

Zehn Bruteier – die Hoffnung auf gelbe flauschige Küken

Über eine weitere Freundin bekomme ich zwei Kontakte. Okay, dann mal da melden, vielleicht hat einer von denen Bruteier so spontan abzugeben. Immer wieder schaue ich auf mein Handy. Verrückt! Wirklich, ich muss verrückt sein. Doch das Bild der kleinen gelben Küken in meinem Kopf, haben einfach einen riesigen Reiz. Und so freue ich mich wie Bolle, als die Nachricht auf dem Handy blinkt. Es gibt Bruteier und ich kann sie noch heute abholen! Und so schiebe ich am Nachmittag unserer sich aufplusternden Henne zehn Eier untern Po. Nun heißt es warten und hoffen. Und unsere Henne gut versorgen. Drückt uns die Daumen. Ich werde berichten.

Unsere aufgeplusterte Henne, der es gar nicht behagt, dass ich da rumwurschtel