


Es Zischt und Hupt. Es Pfeift und Rattert. Ein Abenteuer für den kleinen Mann. Am Vormittag haben wir sie im Garten gehört. Die Dampflok. Kurz entschlossen machten wir dann einen wunderschönen aufregenden Ausflug. Direkt nach dem Mittagsschlaf ging es los. Der kleine Mann war ganz begeistert. An jeder Haltestelle wurde ungeduldig auf die Weiterfahrt gewartet. Alles wurde genau inspiziert. Es wurde gewunken und “Hallo!” gerufen, wie es sich in einer Dampflok gehört. Und als wir am Abend müde und glücklich im Bahnhof der Dampflok hinterher gucken kommentiert er nur “weg Bimmelbahn”.
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“Addalaa!”
Bei uns in der Stadt wird fleißig gebaut. Kräne, Bagger und was das Baustellenherz noch begehrt. Für den kleinen Mann das Größte. Stundenlang kann er gucken. Jeden Tag kann es die gleiche oder eine andere Baustelle sein. Ob Baugrube graben, Haus abreißen oder Erde verfestigen. Die Bagger sind die, die sein Herz am Höchsten schlagen lassen. Und wenn das nicht reicht, dann muss man selber baggern. Zum Glück gibt es da die Lieblingsnachbarn mit Sandkasten und Baggern. Seit wenigen Wochen ist auch der “Addalaa” dabei. Mit ihm kann man auch super baggern. Zur Einstimmung in den Baustellentag wird schon früh auf dem Klo das Bagger-Buch angeschaut. Auch abends muss nochmal nach gesehen werden, ob die Fahrzeuge noch da sind. Und da die Begeisterung überspringt, schaue auch ich fasziniert den Baggern zu.
Der “Addalaa” ist der Radlader. Die richtigen Begrifflichkeiten sind besonders beim Buch Ansehen sehr wichtig
Schritt für Schritt
Ja, Schritt für Schritt dem großen Ziel entgegen heißt es nun. Ein weiterer Schritt wurde heute getan. Das Ziel Ende Februar mein Studium beenden zu können wird wieder greifbar. Die Prüfung im Zweittermin geschafft. Nun sind es nur noch ein Modul – also zwei Vorlesungseinheiten die Woche – und die Bachelorarbeit. Beides soll und kann jetzt angegangen werden. Dienstag und Donnerstag Vorlesung und Mittwoch noch eine Übungseinheit. Montag, Dienstag und Freitag werde ich die Vormittage für die Bachelorarbeit nutzen. So der Plan. Ich bin gespannt wie es wird. Wie wird sich unser Rhythmus finden? Wie wird es sein mit Baby in Vorlesungen und Übung zu gehen? Werde ich die Vormittage gut nutzen können? Die nächste Woche wird die erste Vorlesungswoche sein. Da heißt es noch ein bisschen probieren. Den Plan in die Tat umsetzen. Schritt für Schritt eben.
This Moment: Sammler
Als Sammler unterwegs. Gemeinsam. Jeder hilft mit. Trägt ein paar händevoll zur Füllung des Beutels bei. Am Ende ist er gut gefüllt mit großen Nüssen. Der kleine Mann leert jede Hand selber in den Beutel. Freut sich über die Nüsse. Trägt stolz den Beutel.
Ursprünglich. Natürlich. Sammeln tut gut. Befriedigt. Befreit. Und ich bin dankbar für die Gabe der Natur (und die Entdeckung des Nussbaumes in der Nachbarschaft).
Alltagskunst: Windelmauer
Eine wackelige Mauer auf weichem Untergrund gebaut. Lange wird sie nicht halten. Nicht nur wegen des Baumaterials und des Untergrunds. Nein. Schwups ist schon der erste “Stein” entwendet. Bald die ganze Mauer wieder aufgebraucht. Kurz die Freude der jungen Mutter über die vielen fertig gelegten Windeln. Doch sie wird wiederkommen. Wenn man sich die Zeit nimmt.
Was man nicht sieht: Hinter der Mauer schläft die kleine Miss.
Fast zwei Wochen
Fast zwei Wochen sind es nun schon. Fast zwei Wochen zu viert. Inzwischen haben wir uns gut aneinander gewöhnt. Wissen wann welche Bedürfnisse erfüllt werden wollen. Können sie mehr und mehr in unseren Tagesablauf integrieren und alles wieder auf einander abstimmen. Es ist gut, dass wir noch fast zwei Wochen zu viert haben. So können wir uns noch besser aneinander gewöhnen bis der neue Alltag bestritten werden möchte. Mit kleinen und großen Prüfungen, angekündigten und überraschenden.
Jetzt genießen wir die Zeit. Erfreuen uns an dem was ist. Genießen nachmittägliche Ausflüge in unseren und Nachbars Garten. 
2 Wochen – 4 Fotos
Gewappnet für den nächsten großen Regen:
Ein fleißiger Bauarbeiter auf dem Spielplatz:
Mamas Schuhe brauchen dringend eine Ordnung. Im Schuhschrank sind sie nicht gut sortiert. Alle werden ordentlich davor gestellt. Besser!
Einkaufen kann man nun auch schon bald alleine. Zumindest den Wagen schiebt man schon fleißig durch den Laden. Das Prinzip hat man auch schon verstanden. Es wandert so ziemlich alles in den Korb. 
Zerreißen und teilen
Irgendwie passt es zusammen: zerreißen und teilen. Denn erst wenn etwas getrennt ist kann man es mit anderen teilen. Doch ich merke schnell, dass es Dinge gibt, die man nicht zerreißen kann und trotzdem teilen möchte. Irgendwie. Zu diesen Dingen zähle auch ich. Ich kann mich nicht zerreißen. Aber oft genug fühlt man sich zerrissen oder hin und her gerissen. So geht es mir gerade. Springt der kleine Mann hier durch die Wohnung und den Garten möchte ich dabei sein. Möchte mit ihm Zeit verbringen und an seinen Erlebnissen teilhaben. Gleichzeitig sehe ich unser Mädchen neben mir liegen, halte sie im Arm und mag mich kaum von ihr trennen.
Zerrissen. Innerlich.
Es macht es nicht leichter, das der kleine Mann nun anfängt aus zu testen. Nun hat auch er wirklich realisiert, dass es jetzt für immer anders ist. Die Anfangsaufregung ist etwas verflogen und so langsam beginnt er sich wieder zu finden. Die neue Situation muss ausgetestet werden, um dann irgendwann seinen Platz ein zunehmen. Angekommen. Bis dahin ist noch ein Weg zu gehen. Im Moment merke ich, dass er mich vermisst obwohl ich doch da bin. Er es -natürlich- nicht versteht warum ich immer -zumindest fast immer- mit dem “Bebi” auf dem Arm im Bett bin und für ihn scheinbar kein Platz mehr ist. Es macht mich traurig.
Zerrissen. Doch mich kann man so nicht teilen.
Es gibt nur eins was helfen kann. Zeit mit beiden gemeinsam und alleine verbringen. Besonders alleine. So hat dann auch der kleine Mann mich wieder ganz für sich. Wenigstens für eine bestimmte Zeit am Tag. Dann können nur wir beide lesen, spielen, puzzeln, malen. Was auch immer. Und auch das zu Bett gehen wird seine Zeit bleiben. Ein Tagesabschluss ohne das Septembermädchen. Vorerst zumindest. Wie es dann wird, wenn der Herzensmann wieder arbeiten geht, werden wir sehen. Bis dahin ist noch etwas Zeit. Zeit die wir so nutzen, um unsere Plätze zu finden, in unser größeren Familie. Dann kann auch ich die Zeit alleine mit dem Septembermädchen beim Stillen usw. besser genießen und ganz für sie da sein. Muss mich nicht mehr zerreißen. Aber ich kann mich teilen. Vielleicht eher aufteilen. Doch zumindest kann ich für jeden ganz da sein, zu seiner Zeit.
ja für solche Gedanken ist es am fünften Tag zu viert vielleicht etwas früh, aber wenn ich mich unwohl fühle, merke so passt es für mich nicht muss eine Lösung her. Egal ob am fünften Tag oder erst in zwei Jahren. In diesem Fall lieber eher als zu spät. Ob es so funktioniert wie gedacht werden wir sehen
Berührt: Unser Mädchen
Kommunikationsblüten: aus dem Wortschatz
Der kleine Mann ist 20 Monate alt. Er redet die ganze Zeit und bildet auch lustige zwei und drei Wortsätze. Hier ein Auszug:
Aus der Küche:
Boffel – Kartoffel
Tini – Zucchini
Mate – Tomate
Gogelee – Joghurt
Budda – Butter
Rabi – Kohlrabi
Gagau – Kakao
Sätze:
“Papa Auto Abeid”
“Mama essn” sagte er zu Papa als ich ihn drum bat den Herzensmann zum Essen zu holen
Es wird auch immer erzählt, was gegessen wurde, z. B. “Mama Boffel” dabei wird auf den Mund gezeigt, denn da ist sie rein gegangen
“Papa Mama auch” – in diesem Fall hieß es “Papa gib der Mama den Quark sie braucht auch noch welchen.”
Sonstiges:
Neulich kam er mit irgendwas zu mir und meinte “elfen” – ich sollte ihm helfen
Nau – Genau
Mehr – heißt hier nicht nur mehr oder nochmal, sondern wird immer auch für die Mehrzahl verwendet. Z. B. “Dadoda, mehr” – ein Traktor und noch ein Traktor
Bommel – Trommel
Biene – alles was fliegt und die Form einer Biene hat also auch Fliegen etc.
Und so viele mehr. Jeden Tag hört man neue Wörter und Kombinationen und man kommt aus dem Staunen kaum raus. Jeden Tag werden neue Zusammenhänge richtig wieder gegeben und erkannt. Es ist einfach toll.

