Hoffen und Warten auf Nachwuchs

Ich bin aufgeregt. Wie ein kleines Kind vor Weihnachten. Oder gespannt wie ein Flitzebogen. Warum? Eine unserer Hennen ist brütig. Seit ein paar Tagen sitzt sie regelmäßig im Nest und giftet uns an, wenn wir die Eier entwenden wollen. Das ist nicht neu für uns. Als wir vor gut zwei Jahren unsere Hühner bekamen, wurde bereits im Herbst eine unserer Hennen brütig und mit ihr keimte der Wunsch nach eigenen Küken in Naturbrut. Ein Traum! Im kommenden Frühjahr, also letztes Jahr, beobachtete ich unsere Hennen sehr genau. Würde wieder eine Henne brütig werden? Ich versuchte auch verschiedene Tipps aus dem www, um Hennen zum Brüten zu animieren. Funktioniert hat es nicht. Die vorsorglich besorgten Bruteier einer Freundin – also deren Hühner – blieben ungenutzt. Der Traum der eigenen Küken wanderte wieder in die hinteren Ecken des Hirns. Und nun einfach so, weil die Natur es möchte, ist unsere Henne brütig. Die ersten Tage war ich noch skeptisch. Ist sie wirklich brütig? Die Hoffnung keimte wieder und nachdem ich mir wirklich sicher war, schrieb ich meiner Freundin, ob sie mir wohl wieder ein paar Eier geben könnte?

Eindeutig brütig – unsere Maranhenne Roberta

Ein Tag noch Ostern keine so gute Idee. Sie hat keine Eier da und es legen bei ihr aktuell nicht so viele Hennen. Aber sie könnte mir welche sammeln. Hm, das wäre zwar möglich, aber die Frage ist, wie lange sitzt unsere Henne wirklich? Oder merkt sie irgendwann, das die Eier nicht befruchtet sind, die unsere Hennen legen und hört auf zu brüten? Fragen über Fragen in meinem Kopf. Alle ausgelöst von dieser verrückten Hoffnung auf eigene Küken. Wäre das nicht herrlich, ein paar kleine gelbe flauschige Küken über unsere Wiese spazieren zusehen? Doch wo bekomme ich jetzt noch Bruteier her. Und das auch noch zügig, ich will keinen Tag vergeuden.

Zehn Bruteier – die Hoffnung auf gelbe flauschige Küken

Über eine weitere Freundin bekomme ich zwei Kontakte. Okay, dann mal da melden, vielleicht hat einer von denen Bruteier so spontan abzugeben. Immer wieder schaue ich auf mein Handy. Verrückt! Wirklich, ich muss verrückt sein. Doch das Bild der kleinen gelben Küken in meinem Kopf, haben einfach einen riesigen Reiz. Und so freue ich mich wie Bolle, als die Nachricht auf dem Handy blinkt. Es gibt Bruteier und ich kann sie noch heute abholen! Und so schiebe ich am Nachmittag unserer sich aufplusternden Henne zehn Eier untern Po. Nun heißt es warten und hoffen. Und unsere Henne gut versorgen. Drückt uns die Daumen. Ich werde berichten.

Unsere aufgeplusterte Henne, der es gar nicht behagt, dass ich da rumwurschtel

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