Ausblick

Seit gestern haben wir einen neuen Ausblick aus der Küchentüre. Endlich haben wir den Hühnerstall-Umzug geschafft und gemacht. Letzten Sommer kam irgendwann unsere Nachbarin zu uns, sie könne dem Geruch nicht mehr ertragen und ob worden Stall nicht in einer anderen Ecke des Gartens aufstellen können. Puh. In dem Moment war ich ganz schön bedient. Der Stall ist sehr schwer und war an der vorigen Stelle quasi eingepasst. Nun ja, wenn wir die Hühner behalten wollten müssten wir irgendeinen Weg finden. Und so haben wir relativ spontan, mit großartiger Unterstützung unserer Hausmitbewohner den Stall am Samstag umgezogen. Ein paar Sachen hatte ich schon vorbereitet, aber den Großteil haben wir gestern gemacht. Es stehen auch noch einige Feinarbeiten am Zaun aus. Doch die Hühner bleiben schon mal drinnen. Das ist die Hauptsache.

Und ich freue mich inzwischen richtig über den neuen Platz der Hühner. Denn aus der Küchentüre kann ich sie nun gut beobachten. Das macht ziemlich viel her, wie ich finde. Und es spart Arbeit bzw Weg. Wenn ich abends zu machen möchte, brauch ich nur schauen, ob sie schon alle drin sind.

Die Arbeit hat sich also gelohnt! Nun hoffe ich nur, dass es keine weiteren „Beschwerden“ gibt.

Natur erleben in der Stadt

Es ist herrliches Sonnenwetter. Kalt und schön. Direkt nach dem Kindergarten gehen wir zur Fischtreppe. Wir stehen da und hören das Wasser. Ein Stück weiter können wir Stöcke und Erde in den Neckar werfen. Die Astgabel wird erobert und Weitwurf geübt. Das Septembermädchen klettert un ablässig den kleinen Hang hoch und wieder runter. Daneben ist es etwas flacher, aber es muss genau diese Stelle sein. Man sieht ihr an, dass es sie fordert. Zwischen durch schauen Enten vorbei. Sie hoffen auf Futter. Doch Stöcke und Erde mögen sie nicht. Irgendwann ist genug geworfen wurden und wir können weiter gehen. Die nächste Herausforderung wartet schon. Für das Septembermädchen eine sehr unebene Mauer zum Balancieren. Der kleine Mann flitzt vorne weg und entdeckt ganz neues Land. Hier waren wir noch nicht. Der Brunnen, der keiner ist, wird beklettert und erkundet. Eine Zauberfeder gefunden und verschenkt. Und zum Schluss auch noch die ein oder andere Stärkung entdeckt.   
    
    
    
Dies alles passiert frei. Ich halte mich zurück. Ich greife nicht ein. Ich genieße. Die Sonne. Die ausgeglichenen Kinder. Die Ruhe. Das Beisammen sein. 

Ich sage nicht „geh nicht ins Wasser“, kein „sei aber vorsichtig“, oder „lass das“. Die Kinder spüren, dass dieser Moment ihnen gehört. Dass sie entdecken dürfen, wie sie es wollen. Sie sind frei. Frei in der Natur. Ein kleines bisschen Bullerbü direkt neben einer vier-Spurigen Bundesstraße.