Von der Teck zum Breitenstein: Kilometer 40 bis 45

Die Idee, den Nordalbrandweg zu wandern, bekam ich auf einer Wanderung, die nun schon vier Jahre zurück liegt. Damals waren wir bereits zu dritt. Der Dezemberjunge saß in der Trage auf meinem Rücken und hatte den bequemsten Platz. Wir starteten nicht direkt an der Teck, sondern unterhalb vom Wanderparkplatz aus. Davon gibt es zwei. Wenn man von Owen den Berg hinauf fährt, biegen wir nach rechts zum ersten Parkplatz ab. Am Ende des Parkplatzes ist eine Schranke. Hier beginnt der Wanderweg. Doch manchmal dauert es etwas bis die Wanderung beginnen kann. Bei schönem Wetter versammeln sich, auf der Wiese unterhalb des Parkplatzes, Modellflieger. Da heißt es erst Mal beobachten. 

Der Weg führt dann durch den Wald. Leicht bergab geht es bis zu einem Sattel, dann wieder bergauf auf schmalen Pfaden. Die Burgruine Rauber liegt als nächstes auf dem Weg. Weiter geht es bergan. Der Weg gleicht mehr einem Pfad. Wir passieren eine Grillwiese und stehen dann an Pferdeweiden. Wir sind wieder oben auf der Alb und haben die Diepoldsburg erreicht. Ab hier führt der Weg uns entlang der Landstraße. Ein gutes Stück laufen wir nun auf Aspahlt. Der Grund, warum ich keine Lust habe, die Wanderung erneut zu machen. Viele Autos fahren hier nicht, denn es ist eine Sackgasse. Trotzdem gibt es weitaus schönere Wege. Am Ende der Aspahltstrecke kreuzen wir den Albaufsteig bei Ochsenwang. Nun sind es nur noch wenige Meter. Der Feldweg führt uns zum Breitenstein. Auf der Wiese tummeln sich bei schönem Wetter Menschen. Aus den Feuerstellen steigt Rauch auf. Und der Blick hinunter ins Tal und hinüber zur Teck ist fantastisch.  

 

Kilometer 6-9: Vom Breitenstein bis zur Ziegelhütte im Randecker Maar

Wir wandern nicht chronologisch und zur Zeit entgegen der empfohlenen Laufrichtung. Aber das wird sich sicher auch noch ändern. Stück für Stück setzen wir den Weg zusammen, so wie es für uns gerade passt. Dies Mal bestreiten wir einen Teil der Strecke wieder in Verbindung mit einem Rundwanderweg. Ich habe mir eine wunderschöne Runde ausgesucht. Eine, die ich schon lange mal gehen wollte.

 Los geht es am Parkplatz Randecker Maar. Diesmal gebe ich gleich die Koordinaten ein und wir kommen ohne große Umwege ans Ziel. Schon auf der Anfahrt erkennen die Kinder  das ein oder andere Landschaftliche Highlight. So zum Beispiel die Teck und die Limburg, unser Himpelchen und Pimpelchen Berg. 

  Vom Parkplatz starten wir gleich das erste Stück auf dem Nordrandweg. Es führt uns gerade Wegs zum demeter Betrieb Ziegelhütte. Dort verbringen wir dann erstmal einige Zeit. Die Kinder und auch wir sind sofort angekommen. Innerhalb weniger Sekunden sind die ersten Fahrzeuge besetzt und die Kühe begutachtet. Beide sind Bauer und Bäuerin, füttern die Tiere und fahren hin und her. Der Herzensmann schaut sich den kleinen Hofladen und die Maarstube an. Dort kann man neben dem hofeigenen Käse auch verschiedene Gerichte zum direkt Essen erwerben, was wir angesichts der Mittagszeit gleich nutzen. Das indische Arbeiter Curry war eine wunderbare Stärkung. Danach geht es noch eine Runde auf den Spielplatz. Die Kinder können sich kaum trennen, doch der Mittagsschlaf für das Septembermädchen ruft. Diesen macht sie wieder ganz entspannt im Fahrradanhänger.  

    
    
   
Nun verlassen wir erstmal den Nordrandweg und gehen Richtung Schopflocher Moor weiter. Dort gehen wir nicht den Weg außen rum, sondern nehmen den Holzsteg mitten durch. Es ist wunderbar, wie der Dezemberjunge vor raus hüpft. Dann bleibt er stehen. Eine der Bohlen wackelt. Dass muss überprüft werden. An einer Schautafel sehen wir, welche Tiere hier leben. Und wir haben großes Glück. Der Dezemberjunge und ich beobachten eine Waldeidechse. Sie läuft ein ganzes Stück parallel zum Weg, bis sie dann über den Weg huscht und auf der anderen Seite verschwindet. Dann kommen wir zu einem kleinen Tümpel. Hier gibt es noch keinen Frosch- oder Krötenlaich zu entdecken wie an „unserem“ im Wald. Zu dieser Jahreszeit merkt man immer den Höhenunterschied und damit verbundenen Vegetationsunterschied besonders deutlich. Aber wir können den Kröten beim Aufwärmen unter der Wasseroberfläche zu sehen.  

   

Der Weg führt uns nun wieder Richtung Ochsenwang. Wir können von oberhalb auf unser Auto schauen. Und dann laufen wir durch das kleine Örtchen und treffen wieder auf den Nordrandweg. Von hier geht es direkt zum Breitenstein. Hier wurde vor vier Jahren die Idee geboren. Und von hier können wir auf den Himpelchen und Pimpelchen Berg von oben drauf sehen (der kahle Hügel im Bild im Tal). 

   
Heute wollen wir hier aber noch die Feuerstelle aus nutzen. Wir haben ein leckeres Picknick mitgebracht. Die Kinder suchen sich gleich Stöcke zum Schnitzen (der Dezemberjunge) und zum Grillen (Beide) aus. Das ist wirklich wunderschön. Es gibt eigentlich überall Grillplätze. Sie sind in den Wanderkarten verzeichnet und was lockt Kinder das letzte Stück mehr, als die Aussicht auf Feuer. 

    
   Auch hier vertrödeln wir viel Zeit. So dass das Picknick schon fast als Abendbrot gelten kann. Nach dem alles leer ist und die Glut erloschen gehen wir weiter entlang des Nordrandweges. Links ist der bewaldete Abhang, rechts ein Feld. Wir wandern in der Abendsonne Richtung Auchtert einem weiteren Aussichtspunkt. Dann flitzen wir schnell den Hang hinab. Die Kinder freuen sich über ihr Rennauto. Ich entdecke unterwegs kleine Waldmeister und hoffe innerhalb der Waldmeisterzeit wieder auf der Alb zu sein. Ich würde gerne noch ein paar Rezepte ausprobieren. Aber diese müssen noch etwas wachsen.  

  Wir staunen über die doch etwas andere Landschaft hier. Immerwieder sieht man große Felsbrocken aus der Wiese ragen. Durch dichten Wald laufen wir diesmal nicht. Wunderschön ist es trotzdem. Und dann sind wir auch schon wieder beim Parkplatz. Mir kam die reine Laufrunde kürzer vor, als das letzte Mal, aber es waren auch wieder knappe 10 km.