Kurz vor acht

„Ich würde gern mal wieder Ausschlafen und dann Spaß haben. Statt dessen versuche ich ohne Schlaf Spaß zu haben.“ Ich.

Es ist kurz vor acht. Beinah hätte ich jemanden angerufen. Aber es ist kurz vor acht. An einem Samstag. Gut das ich nochmal auf die Uhr gesehen habe. So zeitig ruf ich am Wochenende nirgendwo an. Lieber würde ich um die Zeit schlafen. Oder langsam aufwachen. Nach einer entspannten Nacht ausgeruht in einen neuen Tag starten. Der neue Tag begann um sechs. Unausgeruht. Die Nacht war, wie alle Nächte, durchwachsen. Und ich hab nach einer Stunde Gequietsche vom Septembermädchen Ohrensausen. Irgendwann zwischen sechs und sieben kommt auch der kleine Mann. Er fragt ob er Bagger gucken kann. Im Minuten Abstand. Die Bagger schlafen noch. Unsere Antwort. Ja am Wochenende werden die Baggervideos auf Youtube angesehen. Für eine Viertelstunde länger im Bett liegen macht man doch so einiges. Der Frage „Bagga wach?“ kann der Herzensmann dann nichts mehr entgegensetzen. Das Septembermädchen quietscht und beschwert sich. Sie möchte auch mit gucken. Ich versuche sie abzulenken. Mit ihr zu spielen. Vergeblich. Am liebsten würde ich den Kopf unters Kissen stecken und weiter schlafen. Die Augen sind eh auf Halbmast. Irgendwann die erlösende Frage vom kleinen Mann. Er möchte Frühstück. In der Zwischenzeit hat auch das Septembermädchen wieder etwas zu essen bekommen und schläft darüber ein. Ruhe. Kurz vor acht. Später wollen wir klettern gehen. Ich muss aufpassen. Nicht das ich einschlafe und aus der Wand falle. Wird schon. Wie die letzten Tage auch. Wie heißt es nicht so schön „Das Muntersein kommt mit dem Wachsein“ oder so ähnlich.