Windelfrei – der Anfang

Zum ersten Mal von Windelfreiheit habe ich von meiner Mutter erfahren. Sie erzählte mir folgende Geschichte. Die Tochter ihrer Cousine hatte einen Sohn bekommen. Während eines Konzertes in dem die Tochter mit sang passte die Mutter auf ihren Enkel auf. Der war mit wenigen Monaten windelfrei. Bei einem bestimmten Signal seinerseits musste er abgehalten werden. Die Mutter kannte das Signal. Doch trotzdem ging was in die Hose. Erst nach ein paar Mal Babysitten passierte kein Missgeschick mehr. Die Mutter kannte das Signal dann so gut. Ich war erst mal irritiert. Dachte das geht ja nicht. Wiedermal irgend so ein Hokuspokus von dem meine Mutter erzählt. Während meiner Schwangerschaft bekam ich das Buch weiter gereicht. Als Bücherwurm kommt kein Buch ungelesen an mir vorbei. So auch dieses nicht. Was soll ich sagen. Von der Idee war ich begeistert. Wollte es auf jeden Fall ausprobieren. Die Motive sind verschiedene. Zum Einen eine gute Kommunikation mit meinem Kind und das Eingehen auf alle seine Bedürfnisse. Aber auch Umweltaspekte. Schließlich produziert man mit Wegwerfwindeln eine ganze Menge Müll und für Stoffwindeln konnte ich mich am Anfang meiner Schwangerschaft nicht so wirklich begeistern.

Doch wie funktioniert Windelfreiheit? Was sind die Ideen dahinter? Das Grundprinzip ist: Das Kind zeigt alle seine Bedürfnisse an. Es gibt Signale. So wie beim Hunger haben oder Müde sein, zeigt es auch: „Ich Muss mal“. Wenn das Kind also Windel frei aufwächst wurde auf alle seine Bedürfnisse Rücksicht genommen. Es entsteht eine engere Bindung zwischen Mutter/Vater und Kind aufgrund der besseren Kommunikation. Ich als Eltern muss mehr auf mein Baby achten. Kann es nicht einfach „in die Ecke“ legen. Es hat ja Windeln an, braucht mich nicht. Ein weiterer Aspekt ist, das Babys in der Lage sind die Schließmuskel zu kontrollieren. Zu warten bis es Pullern und Kackern darf. Mit Wegwerfwindeln und der Möglichkeit immer alles laufen zu lassen verlernt das Baby diese Kontrolle. Es muss später diese wieder mühsam erlernen. Also warum erst etwas abgewöhnen, was später wieder erlernt werden muss. Im Prinzip ist es also ganz einfach. Man achtet auf die Signale. Wenn man denkt jetzt muss das Baby, dann wird es über einen Topf, Eimer, Waschbecken oder ähnliches gehalten. Zur Unterstützung kann mann Schlüssellaute einsetzten. So lernt das Kind nach einer Weile: „Wenn ich in der Abhalte Position bin und der Laut kommt kann ich Pullern oder Kackern“.

Ich habe nach der Lektüre beschlossen, wenn es Frühling wird, es wärmer ist leg ich los. Vorher werde ich mein Kind beobachten und schon mal seinen Rhythmus kennen lernen. Wie es bei uns mit dem Windelfreien Aufwachsen so läuft und was bisher geschah werde ich hier immer mal festhalten.

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