Geschwäbelt 

Neulich auf dem Spielplatz höre ich den kleinen Mann rufen: „Mama! Ich brauch eine Hilfele!“ Äh, bitte was? Das hat er jetzt nicht wirklich gesagt. Ich glaub ich hab mich verhört. Schoß es mir da zu erst durch den Kopf. Es war nicht das erste Mal und es sollte auch nicht das letzte Mal an diesem Tag sein. Ich höre öfters diese „Le’s“. Mantele, Bummibiefele, Apfele, Brezele, und was weiß ich noch alles. Seit neuestem hören wir bei Autofahrten regelmäßig: „Mag ich Bummibärle, Mama!“ Tja, wir haben keine Bummibärle. Wir haben wenn dann nur Gummibärchen. Na gut dann kommt eben ein: „Mag ich Bummibärchn“ von hinten. 
Ist der kleine Mann satt, dann „Mag (er) nimmer“ und schiebt seinen Stuhl weg. Und so gibt es Tag täglich lauter kleine Situationen, in denen ich innerlich zusammen zucke. Ja, ich bekenne, ich mag Schwäbisch nicht so gerne. Doch es lässt sich in einer schwäbischen Kleinstadt mit weltbester Tagesmutter und den weltbesten Nachbarn nicht vermeiden. Da hilft nur eins: Wegziehen. Doch dazu haben wir jetzt auch keine Lust. Bleibt mir nur noch eins. Ein gepflegtes „Oorschwerbleede“ entgegenzusetzen.