Zwiebelkissen und Rotlichtlampe

So hatte ich mir Ostern auch nicht vorgestellt. Aber es läuft getreu dem Motto 1.) kommt es anders und 2.) als man denkt. Und zwar 100% wenn nicht gar mehr.

Seit einer Woche plagt mich nun eine Erkältung. Wie fies die in Wirklichkeit ist, stellte sie zum ersten Mal in der Nacht von Mittwoch auf Gründonnerstag unter Beweis. Da meinte es mein Körper und die Erkältung ganz nett mit mir und schickten mir eine Mittelohrentzündung im linken Ohr. Danke, wäre nicht nötig gewesen. Wenigstens gingen die Schmerzen über den Tag wieder weg und ich litt nur noch unter einem permanenten „Tsch, Tsch, Tsch“ ungefähr so, wie wenn man neben jemandem sitzt, der Musik hört und man selber nur noch ganz leise den Rhythmus. Das macht einen kirre. Besonders wenn es den ganzen Tag so geht. Doch wer hätte da gedacht, dass es noch besser kommen kann. Frei nach dem Motto (ja noch eins muss heute sein) Schlimmer geht immer. Am Abend hatte sich der Schnupfen gedacht: wir setzten uns mal schön in die rechten Nasennebenhöhlen rein. Da ist es besonders gemütlich. Das war und ist mit Schmerzen verbunden, ich könnt die Wand hoch gehen. So war ich gestern dann komplett ausgehebelt. Neben Schlafen gab es das volle Programm an Hausmittelchen: Nasenspülung, Kopfdamfbad, Leinsamenpackung, Rotlichtlampe und Zwiebelkissen. Zur Folge hatte dieses Extremprogramm zumindest Veränderung. Besserung? Ich bin mir nicht sicher. Keine Schmerzen und „Tsch, Tsch“ in den Ohren, dafür Druck ohne Ende. Die Schmerzen in der Kiefernhöhle sind Richtung Stirnhöhle gewandert, danke auch dafür. Und so fuhren wir heute Nachmittag in die Notfallpraxis. So heißt es neben den Hausmittelchen nun auch Antibiotika. Ganz große super Klasse. Solange die Schmerzen jetzt endlich weggehen und ich wieder gesund werde und zwar bitte direktamente nehme ich das in Kauf. Aber musste das wirklich sein liebe Erkältung?