Muss die Gesellschaft sich überall einmischen?

Durch Zufall stieß ich heute auf den Artikel „Ihr wollt Kinder? Dann kriegt sie doch!“In dem Zusammenhang lass ich dann natürlich den Ausgangsartikel. Das war heute Mittag während der kleine Mann schlief. Heute Nachmittag bzw. Abend unterhielt ich mich mit einer Kommilitonin während der Vorlesung übers Kinder kriegen. Als wäre das nicht schon genug, landete ich beim abendlichen Entspannungsfernsehen bei der „Klub Konkret“ Folge zum, ja erraten, Kinder kriegen. Überall ging es letztendlich um die Frage „Haben wir Angst vorm Kinder kriegen?“ Die meist gehörte Antwort darauf war: „Kriegt sie einfach!“ Meine erste Reaktion war frei nach dem Motto, was geht dich Gesellschaft das an. Es ist gibt fast nichts privateres finde ich, wie das Kinder kriegen und die Entscheidung dafür oder dagegen. Es ist ganz allein meine bzw. unsere (als Paar) Entscheidung wann, wie, wo und ob überhaupt. Da hat jemand anderes mir nicht rein zu reden.
Und klar auch ich habe meine Meinung was am Besten wäre. Oder so ähnlich. Ich bin für frühes Kinderkriegen. Ich denke nicht, das Geld als Grund für keine Kinder ein wirklicher Grund ist. Karriere und Kind oder Beruf und Familie und Blablabla ja es sind Themen, über die geredet werden muss. Aber wirklich so viel? Oder sollten wir nicht lieber mal machen? Ich kenne genügend Beispiele, wo es funktioniert. Andererseits kenne ich auch genügend Beispiele, wo die Frau zufrieden ist mit ihrem momentanen Hausfrauendasein. Und sicher es gibt auch welche, die sind unzufrieden. Und die wird es immer geben. Aber egal wie meine Meinung aussieht, akzeptiere ich jedes andere Modell. Auch das ohne Nachwuchs. Ich finde es wird einfach viel zu viel geredet. Und am Ende kommt doch nichts dabei raus. Keiner ist nach diesen Artikeln und der Sendung wirklich schlauer als zuvor. Alles was gesagt wurde wusste ich so oder so ähnlich schon, wurde in so einigen Diskussionen schon aufgeworfen. So dass ich mich frage, ob es das überhaupt brauch. Brauchen wir eine noch längere Debatte darüber, wann, warum, wieso, weshalb Frauen Kinder bekommen? (Allgemein gültige Antwort: Das hat die Natur so gemacht und wann? Nach neun Monaten.) Oder können wir uns wichtigeren Themen zu wenden?
Die Crux an der Geschichte ist, ja es gibt nichts persönlicheres wie das Kinder kriegen, aber auch nichts, was so wichtig ist für eine Gesellschaft wie Kinder. Denn ohne sie wäre es ziemlich bald zu Ende mit der Gesellschaft. Es ist also auch richtig, wenn die Gesellschaft sich mit ihrem Fortbestehen beschäftigt. Wenn nötig auch Maßnahmen ergreift die Situation zuändern. Doch die Gefahr, mit zu viel gesellschaftlichen Druck genau das Gegenteil zu bewirken, ist da. Mindestens eine Verdrossenheit dem Thema gegenüber. So ist es ein ständiges Tauziehen. Und die Lösung? Kinder kriegen wahrscheinlich.

PS. Ja auch dieser Artikel trägt nichts Weltbewegendes zu diesem Thema bei, aber jetzt musste ich einfach auch mal ein kleinwenig Senf dazu geben.

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