Ach ja und Puh

… Inhalte, die trotz stunden-, tage-, ach bald wochenlanger Reherhe nicht gefunden werden wollen

… Die Erkältung, die mich nach einer halben Woche Alltag schon wieder nervt

… Wäscheberge die trotz körbeweiser Wäscherei nicht weniger werden wollen

… Der grippale Infekt des Herzensmannes, der ihn k.o. macht und mir auch am Wochenende keine Pause gönnt

… Hochschulkram, der erledigt werden muss und die Zeit fehlt

… Abgabetermine, die näher rücken und mir Stress bereiten

… Ein kleiner Mann, der viel Aufmerksamkeit und meine Nähe braucht, am Liebsten nur auf meinem Arm sein möchte (11kg oder so sind ganz schön schwer mit der Zeit)

Und noch viel mehr, was mich gerade nervt. Mir Kraft entzieht, wo nur noch wenig da ist. Da fragt man sich wieso, weshalb, warum. Und immer wieder wie. Wie wird das im September mit zwei kleinen Würmern.

Doch zwischendrin und unverhofft gibt es schöne Sachen.

:Ein Jungpflanzenmarkt, bei dem man aus dem vollen schöpfen kann und sich zurück halten muss, da der Garten eigentlich schon voll geplant ist.

:Der Besuch der Schwester und ihres Freundes, nach dem im Garten unverhofft doch noch mehr Platz für Gemüse geschaffen ist.

:Sonne, Wind nur ohne Meer aber es fühlt sich an wie am Meer

:Der kleine Mann, der sich freut und lacht, wenn er die Nachbarsjungs sieht, wenn er den Puppenwagen vom Kinderzimmer durch den Flur in die Küche schiebt.

:Pflanzkartoffeln, die extra für uns doch noch geliefert werden.

Viele Dinge über die ich mich freuen kann, dankbar bin. Ich muss sie mir nur bewusst machen. Mich nicht von den nicht so tollen Sachen blenden lassen. Die Augen öffnen und dankbar sein. Dankbar dafür, dass es immer so viel Schönes gibt. Dass es eigentlich nie ein Tag gibt, an dem ich mich nicht über irgendetwas freue, an dem ich nicht lache. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht dankbar dafür bin, dass der kleine Mann bei uns ist. Keinen, an dem ich nicht erneut staune über das Wunder des Lebens.

Nur manchmal fühlt sich alles so unendlich schwer und unglaublich viel an. Manchmal ist die Erschöpfung so groß, das sie am Morgen immer noch da ist, sich nicht weg schlafen lässt. Dann fühlen sich die Tage nicht so leicht und glänzend an, wie die Perlen an einer Perlenkette. Eher wie riesige Felsbrocken, die auf meinem Rücken verteilt wurden. Doch auch Felsbrocken haben schöne Seiten. Man kann auf sie raufklettern und die Aussicht genießen. Nur ist manchmal der Aufstieg echt mühsam. Doch es lohnt sich immer wieder. Und so werden wir auch diese Tage bewältigen. Heute lockt schon ein Aussichtspunkt. Ein Abend in der Sonne auf der Terrasse mit der ersten Salaternte auf dem Teller. Man muss nur die Augen von den Füßen und dem steinigen Weg heben und die Aussicht genießen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.